Frage zu Raid-Z1

Errorsmith

Kompiliertier
Hi

Ich baue gerade meinen neuen Heimserver zusammen. Zur Zeit sieht es so aus:

3 x 1 TB Platte, SATA300
1 x 320GB Platte (SATA300)
1 x 32 GB SSD (SATA600)

Später kommt noch eine 2TB Platte aus dem alten Server dazu, die ich aber erst einbauen kann, wenn der neue Server läuft. (Soweit ich verstanden habe, ist es kein Problem Festplatten in ein Raid-Z1 nachträglich hinzuzufügen).

Geplant ist, auf der relativ langsamen 320 GByte Fesplatte das OS zu installieren, die 3x1TByte Platten und eine 1TByte Partition als Raid-Z1 zusammenzufassen und dort dann jails und Daten zu speichern. die SSD kommt als ZIL / Cache device zum Einsatz (2x4 GByte Partitionen, der Rest bleibt frei).

Ich habe nun gelesen, das ein Raid-Z1 mit 4 Platten eher suboptimal ist, aber nicht wirklich verstanden warum das so sein soll. Kann jemand mir das bestätigen und erklären wieso das so ist. Oder ist mein Setup eh Quatsch und das geht besser?

Der Rest von der Kiste: Intel Core i3-3220 (2x3.3GHz, 16GByte RAM, GBit Netzwerk.

Grüße,
errorsmith
 
Also nach meinem Stand ist es nicht möglich ein RaidZ zu erweitern. Du kannst nur weitere Datenträger in beliebigen Konfigurationen (Mirror, weiteres RaidZ, etc.) "anfügen" an den Pool, aber ein 3 Platten RaidZ bleibt immer ein 3 Platten RaidZ.

Außerdem sollte die ZIL SSD im Mirror laufen, sonst kann es zu Datenverlust kommen, wenn diese aussteigen sollte.

Also insgesamt macht das System so nicht viel Sinn. Außerdem würde ich die Boot-Platte, wenn das ein "ernsthafter" Server sein soll, ebenfalls (mindestens) im Mirror laufen lassen, da dir die Kiste sonst wegsegelt, wenn die Platte ausfällt. Ich für meinen Teil habe dafür z.B. 2 CompactFlash Karten am IDE hängen dafür. Weiß aber nicht ob dein System noch IDE Ports hat.
 
Hi

Danke für die Antwort.
Vorweg: Wie man "ernsthafter Server" definiert ist bei einem Heimserver sicher relativ. Wie gesagt: Heimserver. In meinem Fall bedeutet das, das das Budget limitiert ist, und ich flexibel erweitern muß wenn etwas benötigt wird und nicht im Vorfeld schon mal nen Schrank voll Hardware da hinstellen kann.

@ZIL / Cache:
Ich habe nur eine SSD. Lieber ganz darauf verzichten oder mit der einen Disk arbeiten? (Und ggf später mit der zweiten SSD nachrüsten? -> Geht das überhaupt?)

@ OS Installation:
Alternativ kann ich 2x80GByte Diamand Maxtor als Mirror einsetzen. Für diese dann ein ganz normales ZFS Mirror?

Das würde dann so aussehen:

Code:
2 x 80 GB 	PATA	an je einem Kanal einer PCI Controller Karte -> / (Mirror)
3 x 1 TB 	SATA2	im Raid-Z -> Daten, jails
1 x 2 TB 	SATA2  	Eventuell mit UFS nebenher laufen lassen.
1 x 320 GB 	SATA2	nicht benutzt
1 x 32 GB SSD	SATA3	nicht benutzt (evtl später mit einer zweiten als Mirror)

Grüße,
errorsmith
 
Vorweg: Wie man "ernsthafter Server" definiert ist bei einem Heimserver sicher relativ.

Betriebszeit, angebotene Dienste etc. ;) Auch ein Heimserver kann viel machen. Ich hätte keine Lust wegen einer defekten Platte gleich das ganze System neu aufzusetzen.

@ZIL / Cache:
Ich habe nur eine SSD. Lieber ganz darauf verzichten oder mit der einen Disk arbeiten? (Und ggf später mit der zweiten SSD nachrüsten? -> Geht das überhaupt?)

Später nachrüsten geht bei einem Mirror. Aber mit nur einer Disk würde ich das nicht betreiben.

@ OS Installation:
Alternativ kann ich 2x80GByte Diamand Maxtor als Mirror einsetzen. Für diese dann ein ganz normales ZFS Mirror?

Das geht, ja.
 
Betriebszeit, angebotene Dienste etc. ;) Auch ein Heimserver kann viel machen. Ich hätte keine Lust wegen einer defekten Platte gleich das ganze System neu aufzusetzen.
Betriebszeit: 24/7
Dienste: NFS, Samba, interner Webserver (AMP), Proxy, open-ldap und ein bisserl Kleinkram -> Hast schon recht

Später nachrüsten geht bei einem Mirror. Aber mit nur einer Disk würde ich das nicht betreiben.
den Cache würde aber nicht für den Mirror nutzen wollen sondern für die Datenpartition auf der die jails und Nutzdaten liegen. Dort dann 4 GB ZIL anlegen (bzw 2x4GB als Mirror)


Grüße,
errorsmith
 
Das habe ich auch nicht vor. Eher so:
Rootfs:
2x80GB im Mirror, darauf jeweils die Partitionen:
- boot
- freebsd-swap (17GB)
- Den Rest dann als freebsd-zfs

Der Mirror besteht nur aus den beiden freebsd-zfs Partitionen, Swap ist konventionell.

Grüße,
errorsmith
 
Ich würde der Einfachheit halber einfach das OS auf die SSD packen und fertig ist die Geschichte. Dann regelmäßig Backups auf die großen Platten machen. Wenn dann mal die SSD ausfällt, kannst du sie leicht später durch irgendwas günstiges und aktuelles ersetzen ;)

Da der Server durch die Dienste vermutlich die meiste Zeit zu ca. 2% Prozent ausgelastet sein wird, würde ich mich nicht weiter mit Tuning oder so beschäftigen, sondern den Standardkram so hinnehmen und ein einfaches aber dafür sicheres Setup, welches sich schnell wiederherstellen lässt, benutzen. In diesem Fall also einfach die SSD komplett für's OS und die 3x 1TB als Datengrab.
 
Wie lange lebt denn so eine durchschnittliche SSD? Ich hab da Angaben gefunden die - bei normaler Benutzung - irgendwo zwischen 1 und 5 Jahren liegen...

Tuning würde ich nur insofern betreiben wollen, als das ich eben über die SSD Cache.

Grüße,
errorsmith
 
Bei einer SSD muss man sich keine Gedanken machen. Die in meinem Desktop (eine Intel 320) ist nun etwas über zwei Jahre alt und noch in Topform. Dabei habe ich sie kein bisschen geschont, darauf encodet, Ports compiled, hin und her kopiert... Der "Wearout Indicator" steht nach ~75 geschriebenen Terabyte nun auf 99 von 100, 0 bedeutet hinüber. In der Firma habe ich einige Samsung-SSD der ersten Generation, noch ohne TRIM. Die haben richtig geackert, rund um die Uhr. Leider zählen sie nicht mit, wie viel genau geschrieben wurde, aber es dürfte weit über 1000TB sein. Die ersten beginnen nun zu verrecken, bei den meisten steht der Wearout Indicator irgendwo bei 50 bis 40. Festplatten halten auch nicht besser.
 
Ich habe auch eine seit zwei Jahren oder so ganz normal beansprucht, oft den Desktop gewechselt, formatiert, recht viel Bildbearbeitung, Ports kompilieren etc. und habe keinerlei Probleme damit. Irgendwann habe ich auch mal nachgeguckt und die Werte sahen alle sehr gut aus. Ich würde sagen, dass die Lebenszeit länger ist als die Zeit, die der Server laufen wird ;)
 
Das hört sich ja gut an.
Meiner Erfahrung nach läuft mein Heimserver ca 5 Jahre vevor ich ihn komplett neu aufbaue.
Ich denke ich werde das OS trotzdem spiegeln, das erspart mir viel Arbeit wenn denn doch mal die Platte (SSD) kaputt geht.

Grüße,
errorsmith
 
Das Spiegeln kann ich wohl nachvollziehen aber seitdem ich mal dump/restore benutzt habe und gesehen habe wie einfach und problemlos das geht, denke ich, dass man das öfter benutzen sollte ;)

Das System ist dann innerhalb von einer Stunde oder so wieder da, würde ich meinen.
 
Naja... Da die Platte mit hoher Wahrscheinlichkeit verreckt wenn ich grad nicht da bin (Murphys Law) und ich auch dann erst eine Ersatzplatte bestelle wenn ich sie brauche, spiegele ich das lieber. Ist ja für den Heimeinsatz und nicht für die Firma wo ich Platten im Schrank habe... *g

Grüße,
errorsmith
 
Das Spiegeln kann ich wohl nachvollziehen aber seitdem ich mal dump/restore benutzt habe und gesehen habe wie einfach und problemlos das geht, denke ich, dass man das öfter benutzen sollte ;)

Das System ist dann innerhalb von einer Stunde oder so wieder da, würde ich meinen.

Ich habe damit bei meinem OpenBSD Router @home das System im laufenden Betrieb von einer auf die andere Platte umgezogen. Bootsektor drauf, hochgefahren und die Downtime lag bei wenigen Minuten (selbst Postgres, der allerdings nur meinen Jabber bedient, hat das mitgemacht ;)).
 
Aber nur wenn man auch anwesend ist wenn die Platt verreckt. :D
Ich will das er einige Stunden - oder im schlimmsten Fall einige Tage - mit der einen Spiegelplatte weiterläuft. Bis ich Ersatz beschaffen kann.

Grüße,
errorsmith
 
Du kannst natürlich auch einen Hotspare in den Pool hängen. ZFS fügt ihn automatisch ein, wenn eine andere Platte verreckt.
 
Spiegeln reicht für meine Zwecke völlig aus, letztendlich ist es ja nur ein Heimserver. Es reicht mir völlig aus wenn der einige Stunden oder ggf ein bis zwei Tage damit weiterläuft falls eine der Platten stirbt. Wenn ich die Ersatzplatte dann habe, brauche ich dir nur zu tauschen und muß nichtmal den Rechner neustarten


Grüße,
errorsmith
 
Sowohl das Board als auch die Backplane (so ein Plattenkäfig von IcyDock) unterstützen das. Beim Board musste ich das nur im BIOS einstellen.

grüße,
errorsmith
 
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