FreeBSD 5.4 + Intel 848P

Q. Wertz

Q. Wertz
Hallo,

Nach vielen Jahren mit Debian GNU/Linux und einem kurzen frustierenden Abstecher zu Gentoo 2005.0 bin ich vor kurzem bei FreeBSD 5.4 gelandet.

Mein Mainboard:
MSI 848P Neo-V (Chipsatz Intel 848P), enthält:
- Intel Pentium 4 HT
- Intel 82801EB (ICH5)
- Intel 82848P

Unter FreeBSD tritt nun folgendes Problem auf: Beim Compilieren von grösseren Paketen (atlas, Xorg, OpenOffice, KDE) stürzt regelmässig der GCC ab (Segmentation Fault); bei mehreren aufeinanderfolgenden make-Versuchen immer am gleichen Ort. Am nächsten Tag geht es dann ohne Fehler weiter. Dafür stürzt GCC bei einem anderen Paket ab. Auch Firefox verhält sich seltsam, seit ich die Ports aktualisiert und ihn neu compiliert habe. Ich habe den Eindruck, dass das Problem auftritt, wenn grössere Speicherbereiche am Stück alloziert werden.
Einen Kernel-Panic hatte ich noch nie (ausser beim Unmounten von Read-Only-Floppies..).
Ein (SW-mässiger) RAM-Test ergab nichts Verdächtiges.

Unter Gentoo stabil lief die gleiche HW stabil, was das beschriebene Problem betrifft.

Kann es sein, dass die Unterstützung meines Mainboards durch FreeBSD zweifelhaft ist?
Habt ihr Erfahrungen mit dieser HW?

Vielen Dank,
qwertz
 
Hast du die CPU (oder den FSB) uebertaktet? Solche Probleme mit dem GCC sind meiner Erfahrung nach zu 95% in defekter Hardware begruendet. Dabei solltest du dann einen "internel compiler error" sehen.
 
Nein, die HW ist nicht übertaktet.
So, wie ich den PC gekauft habe, war der FSB zwar leicht übertaktet (ca. 1%). Ich habe dann aber mit einem Windows-Tool von MSI den FSB gemäss Spez. heruntergefahren, bevor ich FreeBSD installiert habe.

Ja, es ist ein "Internal Compiler Error", deshalb dachte ich auch an HW-Fehler.
Seltsam ist nur, dass vorher auf der gleichen HW (allerdings mit 1% höherem FSB) Gentoo/Linux stabil lief (kein einziger GCC-Absturz für die Compilation des ganzen Systems, inkl. X und KDE).

Gruss,
qwertz
 
Es bleibt noch ein nicht ordentlich sitzender CPU-Kuehler; das erklaert natuerlich nicht, warum das Teil unter Linux stabil lief.
Trotzdem kannst du davon ausgehen, dass die Hardware das Problem ist. Ich denke mal, du hast in der make.conf keinen Unsinn stehen, stimmts?
 
j_t schrieb:
Es bleibt noch ein nicht ordentlich sitzender CPU-Kuehler; das erklaert natuerlich nicht, warum das Teil unter Linux stabil lief.
Trotzdem kannst du davon ausgehen, dass die Hardware das Problem ist. Ich denke mal, du hast in der make.conf keinen Unsinn stehen, stimmts?
Das komplette Mainboard wurde unterdessen ausgewechselt und die Kühlung massiv verbessert (das Mainboard ist nun wirklich kühl).
Der FSB ist nun wieder leicht übertaktet (+1%, Originalzustand Mainboard).

Danach machte ich ein "portupgrade -a", was mit einer Ausnahme problemlos lief: Beim Compilieren von kdebase3 stürzt der Compiler immer noch ab (nach "make clean", "make install" jeweils an verschiedenen Orten).

Alle Prozesseinschränkungen in /etc/login.conf habe ich für's Compilieren ausgeschaltet.
Ich weiss zwar nicht, was in /etc/make.conf stehen sollte, aber ich kann mich nicht erinnern, hier etwas geändert zu haben. Das ist der Inhalt:
Code:
# added by use.perl 2005-07-28 20:53:25
PERL_VER=5.8.7
PERL_VERSION=5.8.7
 
Hast du schonmal den Arbeitsspeicher getauscht? So etwas ähnlichens hatte ich nämlich auch mal, das System selbst lief sehr stabil, nur beim compilieren gab es immer wieder Abbrüche. Letztendlich hat sich dann herausgestellt dass der Arbeitsspeicher defekt war, obwohl memtest 2 Stunden lang einwandfrei durchgelaufen ist.
 
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