FreeBSD 6.1 von CD, fehler bei "base"

Wasp

Insektenspray-Gegner
Hallo Forum,

bei der installation von FreeBSD 6.1 Release von CD kommt es bei mir bei der Übertragung der Daten von CD auf Festplatte leider zu folgendem Fehler (gleich am Anfang von Base:
Code:
Write failure on transfer! (wrote -1 bytes of 1425408 bytes)

Nach google, scheinen diesen Fehler mehrere zu haben (schon seit 5.x) jedoch konnte ich nirgends eine Lösung dazu finden. An der stelle kann ich auch nur folgendes zitieren, womit ich mir zum Glück diese Prozedur schon mal ersparen konnte:

So this has started me troubleshooting the possible causes of the problem:

1) First stop was to suspect the freebsd iso I had burnt was suspect. So
I re burnt the cd and the problem persisted. I then suspected the ISO I
had downloaded was corrupted. So I downloaded it again, burnt the cd but
the problem still persisted.

2) I then suspected the second copy could have come from a cache and
therefore may have the same problem as the first copy - so I checked the
md5 signature but it lines up with the original from freebsd.org

3) I suspected the CD Rom drive - so I swapped it with one of our other
Netserver boxes - problem still persisted.

4)I suspected a drive formatting problem - so I went back into the SCSI
software, redid the raid drives and reformatted them - problem still
persisted.

5) I suspected another hardware problem - so I pulled out FreeBSD 4.9 to
see if that would install - and it did install without any errors. That
sort of discounts there being any hardware problems. It points to
something specific to freebsd 5.3.

So this is where I have got to - FreeBSD 4.9 will install without errors
but 5.3 will not install.

I suspect the problem has to do with the initial setting up of the file
structure - 5.3 is doing this in about one second whereas 4.9 takes
closer to a minute to do this.

Any thoughts or suggestion?
:rolleyes:

Hinzu zufügen wäre von meiner Seite an weiterer/anderer Versuche:
6) Tryed custom as also auto-config at disklabel​
7) Tryed BSD Partitions with and without Softupdates​
8) Tryed root with UFS1 as also with UFS2 (hint on a mailing list)​

Alles brachte keine Lösung, Problem bleibt bestehen.

Ausgaben..
.. der Prozeduren: http://cpp.sourceforge.net/?show=18403
.. von dmesg: http://www.wasp.ch.vu/dmesg.hel.fbsd61r


Besten Dank im voraus in Hoffnung auf Hilfe
Wasp
 
Das ist ein gottverdammter Bug, der bei mir permanent (ausschließlich auf SATA-Platten) auftritt. Du kannst folgende 2 Wege versuchen, einer klappt eigentlich immer:

1. Starte erst einmal mit FreeSBIE oder ähnlich (Knoppix tuts auch) und lösche die Platte, auf die FreeBSD soll, auf logischer Ebene komplett: dd if=/dev/zero of=/dev/ad0 bs=2048 count=1024 HIERBEI WIR ALLES AUF DER BETREFFENDEN PLATTE VERNICHTET
Nun starte die Installation erneut und gehe sie normal durch. Du darfst aber niemals "Cancel" oder oder die Escape-Taste drücken. Damit würde das Prob wieder auftreten.

2. Funktioniert 1 nicht, oder ist nicht möglich, da die Platte nicht gelöscht werden soll, bleibt nur die manuelle Installation. Hierzu lädt man sich die Base und die Kernel vom FTP (ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/releases/i386/6.1-RELEASE/). Dies sind gesplitete Tar-Archive, also alle der vielen Dateien. Nun erstellt man mit Fdisk, Disklabel und Newfs die Partitionen, mountet sie korrekt untereinander in ein Verzeichnis wie z.B. /newroot.
Ein "setenv DESTDIR /newroot" setzt den Pfad zur Installation. Nun liegt der Base (und auch jeder anderen Distribution, wie src oder kernels) ein install.sh bei, welches man ausführt. Mindestens benötigt werden "base" und "kernels", sonst funktioniert es nicht.
Nun noch /newroot/etc/fstab erstellen und korrekt auffüllen und neu starten. Hat man alles korrekt gemacht, gelangt man mindestens in den Single User, von wo aus man weitermachen kann.
 
Write error kann auch auf Speicherplatzmangel auf der Platte hinweisen.

Ich hatte so etwas schon öfters bei meinen alten Platten. Außerdem weiß ich gar nicht in wie fern FreeBSD /tmp oder /var/tmp nutzt, um Pakete zu installieren. Mehr Infos kannst Du vielleicht der Installationskonsole entnehmen (sie läuft auf dem 4ten(?) Terminal).
 
Ich kann Yamagis Darstellung bestätigen. Seitdem ich hier auf SATA umgestiegen bin, ist eine FreeBSD-Installation von CD nicht mehr möglich.
 
Welche SATA-Chipsätze sind davon betroffen?

Auf meinem Thinkpad T60p hat sich FreeBSD ohne zu mucken installiert (im Gegensatz zu MS-Windows, das eine Umschaltung in den ATA-Kompatibilitätsmodus im BIOS erforderte und Debian, das nach dem Reboot einen rootfs-not-found-Panic schmiss).
 
Ich habe hier ein Asus A8V deluxe. Darauf, dass es am SATA-Krams liegt, hat mich Yamagi oben gebracht. Ich habe hier lediglich bemerkt, dass ich seitdem kein FBSD inkl. Distribution mehr von der CD installieren konnte. Hat mich aber nicht weiter gestört, ich hab mich via Netz eingeklinkt, der Rest lief bekanntermaßen gut.
 
Es geht bei mir nicht auf:
- Promise PDC20378
- nVidia nForce4 NV-Raid SATA-II Controller
- Diversen VIA-Modellen
Oder kürzer gesagt, auf allen SATA-Systemen, die ich unter meiner Fuchtel habe. Ich habe mich damit allerdings nie weiter beschäftigt, da ich nicht viel von Sysinstall halte (ist imo mehr Bug als Tool) und lieber manuell installieren.
 
Tatsächlich, es funzt! :)
Code:
dd if=/dev/zero of=/dev/<platte> bs=2048 count=1024
Und viel wichtiger: es gibt einen Weg um es dennoch installiert zu bekommen (von cd). Im gegensatz zur Bug-Liste von FreeBSD.org die unter Fix so sinnvolle sachen schreiben wie "bei mir gehts, aber bei anderen offensichtlich nicht" :huth: hat es bsdforen.de zu Tage gefördert .. oder viel mehr Yamagi. An dieser Stelle..

..besten Dank an Yamagi von
Wasp
 
Ich habe noch ein wenig geforscht und bin zu diesen Ergebnis gekommen:
Wenn man eine SATA-Platte hat und sich auf dieser bereits Slices befinden, von denen eine oder mehrere nicht mit Sysinstall (das schließt auch das manuelle Fdisk mit ein) oder auf einem anderen Rechner erstellt wurden, tritt dieser Fehler auf.
Ich vermutete nun, dass hier (wie üblich) ein Geometrieproblem vorliegt. Aus irgendeinem Grund platziert Fdisk den neuen Slice inkorrekt, wodurch dieser nicht beschrieben werden kann. Ist die Plate leer, findet Sysinstall keine Slice an denen es sich orientieren kann und bestimmt die Geometrie selbst. Auch wenn er dann den üblichen Fehler von wegen inkorrekt schmeißt, funktioniert es.
Im Widerspruch hierzu steht, dass der Fehler sich auch dann provozieren lässt, wenn es im oberen Post wie unter 1. beschrieben vorgehe, das kopieren der Pakete dann aber abbreche und - ohne Slices oder Partitionen neu zu erstellen - wieder von vorn beginne. Wieso? Wäre es ein Geometrieproblem, müsste es nun auch funtionieren. Am Platz kann es nicht liegen, da die bereits auf der Platte befindlichen Dateien einfach überschrieben würde.

Nun bin ich mit meinem Latein am Ende. Gut, da der Fehler nur unter Sysinstall aufritt und nicht mit dem manuellen Fdisk, liegt die Vermutung nahe, dass es sich um einen Bug im Systinstall handelt. Aber wieso tritt dieser ausschließlich auf SATA-Platten auf? Und das anscheinend unabhängig vom Controller? Egal was ich versucht habe, selbst auf einer 400GB PATA-Platte konnte ich ihn nicht provozieren. Nur es sollte doch für eine Endanwendung wie Sysinstall keinen Unterschied machen, ob ich nun SATA, PATA oder gar SCSI habe? Oder rührt Sysinstall gar tiefer im System rum, als es eigentlich vorgesehen ist?

Es wäre nett, wenn das mal jemand mit ein wenig Ahnung von Festplatten, Controller und so weiter unter FreeBSD erklären könnte. Mein McKusick geht darauf nicht wirklich ein. Ich würde aber wenigstens gern wissen wollen, wie dieser Fehler denn nun zustande kommt. Auch wenn man ihn vermutlich nicht fixen würde (Sysinstall ist imo eine Müllhalde und ich habe noch Hoffnungen auf den BSDInstaller), könnte man dies wissen wenigstens in einen gut recherchierten Wikiartikel fassen...
 
Guten Morgen Wasp, Steve` und Yamagi,

dieses Problem tritt auch manchmal - wie könnte es anders sein - bei SCSI-Systemen auf.
Meines Erachtens liegt das aber an einem Eintrag im MBR. Sobald der MBR gelöscht wird, sei es durch Low-Level formattieren oder einfach mit 0x00 überschreiben, ist wieder alles in Ordnung und FBSD läßt sich sauber installieren.
Das waren unsere Erfahrungen in der Firma, wobei es bei meinen privaten Systemen auch schon der Fall war: IDE und SCSI.

Viele Grüße

Jürgen
 
Um einen PR zu machen, müsste jemand folgendes machen (falls es am MBR liegt):

- mit fdisk die Situation herstellen
- dd if=/dev/ad0 of=mbr.bak bs=512 count=1 an den verantwortlichen Entwickler schicken (Live-CD nutzen!)
- gut wäre auch das Layout vor und nach der (fehlgeschlagenen) Installation mitzuteilen (diskinfo -v /dev/ad0 für BIOS-Layout; fdisk /dev/ad0 für tatsächlich benutzte Layouts vor/nach)

Evtl. ist hier ad0 durch das betreffende Gerät ersetzen.
 
nakal schrieb:
Um einen PR zu machen, müsste jemand folgendes machen (falls es am MBR liegt):

- mit fdisk die Situation herstellen
- dd if=/dev/ad0 of=mbr.bak bs=512 count=1 an den verantwortlichen Entwickler schicken (Live-CD nutzen!)
- gut wäre auch das Layout vor und nach der (fehlgeschlagenen) Installation mitzuteilen (diskinfo -v /dev/ad0 für BIOS-Layout; fdisk /dev/ad0 für tatsächlich benutzte Layouts vor/nach)

Evtl. ist hier ad0 durch das betreffende Gerät ersetzen.

entschuldigung, wenn ich leicht OT werde, doch ich will was lernen:

dd if=/dev/ad0 of=mbr.bak bs=512 count=1 sichert den mbr, die Syntax verstehe ich so weit.
Bei vielen meiner bisherigen OS wurde der bootloader überschrieben und sie boten dann eine Funktion an, dies rückgängig zu machen und mit einem standard mbr zu überschreiben.
Deshalb meine zwei Fragen:

macht
dd if=/pfad/zu/mbr.bak of=/dev/Platte
den gespeicherten MBR wieder auf die Platte?

wo kann ich einen "standard"-mbr herbekommen?
 
Steve` schrieb:
Ich habe hier ein Asus A8V deluxe.


Sorry, ich kann das nicht bestätigen, ganz im Gegenteil und zwar sowohl mit 6.1 als auch 5.5. Und zudem nicht nur bei mir sondern auch bei anderen Leuten läuft dies board sehr gut mit FreeBSD und NetBSD (die showcases für die events z.B.). Ich hoffe du hast ein aktuelles Bios... ;)
 
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