Hab mein System zerschossen

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ex-user_4198

Guest
Hallo Leute

Ich hab mein System zerschossen, ich komm nicht mehr in mein Rechner. Ich glaub der Grund ist ein nicht sauberes Runterfahren von FreeBSD.
Das Booten läuft extrem langsam und ständig bekomme ich diese Meldung auf den Schirm:

g_vfs_done ():adaOP2 READ (dftset=5509431290 , lenght 32769) error=5

Unterhaltend ist auch, dass das Login nicht funktioniert. Ich kann noch ROOT eingeben aber dann passiert nichts. Bei Booten wird FILE SYSTEM MARKED CLEAN angegeben.
Kann ich noch was tun?

Kommt man mit der FBSD CD ins System?

danke leute
 
Hi,

das könnt z.B. auf Probleme mit der Festplatte zurückzuführen sein auch. Ich würde vorschlagen mit einem Live System von CD / USB-Stick / DVD etc. zu booten und im Anschluss daran ada0 einfach mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Für den Anfang am besten mal einen single user mode fsck darauf abfeuern und schauen ob das soweit ok ist. Auch mal die SMART Werte der HD anschauen ob da was auffällt und so. Eventuell verabschiedet sich die HD auch einfach nur im laufenden Betrieb in einen Energiesparmodus oder so und ist daher nicht mehr oder nicht gleich wieder lesebereit - was unter Umtsänden ebenfalls zu der Anzeige führen könnte. Hier würde ich dann einfach mal die Energiesparfunktion der HD abschalten und sehen ob es hilft. Sofern das in Ordnung ist einfach mal mounten und die Logfiles checken ob da noch was auffälliges zu finden ist.

Gruß Bummibär
 
danke brummbär. Konnte system aber nicht retten und versuche nun neuinstallation
 
du solltest aber unbedingt auf Bummibaer hören: wenn deine HW (Spannungsversorgung) ok ist, dürfte das ein Festplatten-Problem sein.
Um es anders auszudrücken: es gehört nicht zu den "normalen" Meldungen bei FreeBSD.

Worüber ich lieber noch was sagen wollte, ist deine Frage, ob man mit einer CD "ins System" kommen kann.

Wenn du irgendein System von einem beliebigem anderen Medium mit deinem PC booten kannst, dann könntest du mit dd ein komplettes Abbild der verbauten Platte erstellen.
Das ist zunächst mal ein Konzept zur Datenrettung.
Es gilt aber Partitionen und Dateisysteme zu beachten und nur solche Systeme, die dein Partitionschema verstehen, können auch einzelne Partitionen "auflösen".
Allerdings kannst du später mit deinem Image nicht wirklich so viel anfangen, wenn da mehrere Partitionen drauf sind und du davon auch noch welche verschlüsselt hattest.
Ansonsten kannst du solch ein Image nach einem md-device "entpacken" und nutzen.
Nur, mounten wirst du vermutlich nur können, wenn du das benutzte Filesystem einer benötigten Partition auch kennst (also dein Rettungssystem dieses kann).
Ich sag deshalb mal, mit einem FreeBSD eine Datenrettung eines FreeBSD zu probieren, ist sicher geraten. Grundsätzlich kann aber ein Knoppix das dd auch machen.
Mit FreeBSD hast du dann auch die nächste Option parat, nämlich das betroffene Dateisystem direkt zu checken, wie Bummibaer das rät. Nicht nur das, anschließend kannst du auch in das Live-System deine Partitionen mounten und dann die Daten retten, indem du sie etwa per rsync oder mit dump|restore auf ein neues Medium überträgst.


Knoppix oder DSL sind ja berühmte Rettungs-CDs und sie haben manches schöne Tool und passende GUIs an Bord. Linux kann wohl auch grundsätzlich UFS, aber die letzten Systeme, die ich ausprobierte, waren ganz offensichtlich ohne diese Unterstützung kompiliert und eine Live-CD soweit aufzurüsten und mit einem neuen Kernel zu versehen, ist kein einfacher Spaß. Es ist schon nicht einfach, Linux überhaupt zu kompilieren, jedenfalls gab ich dabei seit 2.x auf. Da muss man schon einiges wissen.

Zu FreeBSD direkt kenne ich keine Datenrettungs-CDs, obwohl das ganz sinnvoll wäre. Die Installations-CDs, die ich so kenne, funktionieren zwar gut, aber es fehlt ihnen dann doch zum Beispiel rsync oder sie können noch kein ext2 (was als Austausch-Dateisystem mein bevorzugtes Filesystem auf externen Medien ist).

Eine echte (aber von mir nicht getestete) Alternative scheint mir deshalb PC-BSD zu sein, was ja in einen grafischen Live-Modus booten kann und dann sehr vieles direkt mitbringt und zum Beispiel auch schon die passende Tastatur kennt, was den einen oder anderen Befehl einfacher macht. Der einzige Nachteil scheint mir zu sein, dass mit PC-BSD schon recht viel mehr daherkommt, als einem vielleicht lieb ist.

Eine andere Alternative wäre das flotte Erstellen eines FreeBSD auf einen USB-Stick und dort die benötigten Tools, also rsync, den sleuthkit usw hinzuzugeben und passende Einstellungen für die Tastatur zu machen, um so quasi ein eigenes Live-System zur Datenrettung zu erhalten.
Der Nachteil ist klar: wenn man das braucht, hat man es gerade noch nicht gebaut und nun geht es nicht, weil ja das System zerschossen ist.
Mhhm. Ich glaube, da gibt es doch noch was über die Feiertage zu tun...
 
Hi,
für so Rettungsfälle bietet sich z.B. ein größerer USB Stick an auf dem ein Live System rennt. Dank dem Platz kann man darauf natürlich dann auch die benötigten Tools z.b. aus de Ports bauen oder als Paketbär druf installieren. Ein Image z.b. dann auf eine externe Hd zu schreiben ist immer eine gute Idee, sofern man weiss was auf der HD (von der das Image gemacht wurde) davor wie drauf war. Später das kurz im Live System per md neijagen ins RAM ist kein Hexenwerk. Die notwendige Tools finden auf so nem USB Stick au locker Platz. Einziger Haken: so USB-Stick ist etwas langsam und das braucht dann seine Zeit abär wenn es ohne Datenverlust dann prima funktioniert ist Zeit ja nicht soo wichtig. Der größte Vorteil ist halt das Du mit dem Live System von Stick + tmpfs und installierten Ports daruf auf der original HD nichts verändert und somit das Risiko gut minimieren kannst.

Gruß Bummibär
 
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