Um etwas Verwirrung aufzuklären:
Das kann man zum Debuggen manuell durchspielen:
Funktioniert es hinterher nicht, ist wahrscheinlich versagendes NDP schuld.
- Grundsätzlich schaltet FreeBSD in der Standardeinstellung IPv6 auf praktisch allen Interfaces ein...
- ...und generiert auf "echten" Interfaces eine Link-Local Adresse. Beides ist hier gegeben.
- Wenn auf einem Interface
accept_rtadvgesetzt ist, werden Router Advertisments akzeptiert und es wird einmalig(!) beim Boot eine Konfiguration per SLACC durchgeführt... - ...was gut für statische Verbindungen ist, aber sobald die Sache dynamisch wird - wie es bei dir der Fall ist - will man auf jeden Fall von
rtsold_enable="YES". Nur mit einem laufendenrtsoldwerden spätere Router Advertisements beachtet. - Möchte man zusätzlich zu SLACC statische Adressen, müssen sie als Alias gesetzt werden. Also
ifconfig_wlan0_alias0="inet6 ...und so weiter für weitere Aliases. Aliases müssen zwingend durchgehend nummeriert sein,also Auf alias0 folgt alias1, etc. - Möchte man nur statische Adressen und kein SLACC, wird die erste Adresse direkt auf dem Interface und jede weitere Adresse als Alias gesetzt.
Das kann man zum Debuggen manuell durchspielen:
- Alles zu IPv6 aus der rc.conf raus und in einen sauberen zustand rebooten.
ifconfig wlan0sollte eine Link Local Adresse zeigen. Tut es das nicht, auf dem Interface perifconfig wlan0 inet6 -ifdisabledIPv6 einschalten. Bekommt es noch immer keine Link Local Adresse, deren Generierung perifconfig wlan0 inet6 auto_linklocalanweisen. Jetzt ist das Interface vorbereitet.- Man kann das Interface nun einmalig per SLACC konfigurieren. Dazu
rtsol -D wlan0. Empfängt es keine Router Solication, werden in dem Netz entweder keine gesandt oder sie erreichen das Interface nicht. Liegt ein Ausschluskriterium vor - das prominente Beispiel ist, dass packet Forwarding eingeschaltet ist - wird das mehr oder minder verständlich gesagt. Bei erfolgreicher Konfiguration lassen sich die Lebensdauern der erhaltenen Adressen perifconfig -L wlan0mitausgeben lassen. Bei dynamischen ISP-Prefixen ist die meist vergleichsweise kurz. - Um später Updates auf seine SLACC-Konfiguration zu bekommen, muss rtsold laufen. Das kann man schön im Vordergrund machen, sodass man sieht, was passiert:
rtsold -D -f wlan0 - Last but noch least kann man per
ifconfig wlan0 inet6 $adresse/$prefixlen aliasbeliebig viele statisch konfigurierte Aliase setzen.
Funktioniert es hinterher nicht, ist wahrscheinlich versagendes NDP schuld.
