KDE, Gnome und Co verweigern den Start

PatTheMav

Well-Known Member
Einige werden sich hier erinnern: Ich hatte vor einiger Zeit das Problem gepostet, daß mein KDE von einem Tag auf den anderen beim Start sich eine gemütliche Auszeit gönnt.

Der gebräuchlichste Grund war hierfür meistens, daß entweder "localhost" nicht richtig aufgelöst wurde oder durch eine Firewall blockiert wurde. Im Grunde lag es daran, daß KDE seine Verbindungen zum X-Server und seine RPC-artige Kommunikation über den localhost nicht durchführen konnte und deshalb an timeouts hing.

Viele Tips und Protokolle bezüglich von Namensauflösung wurden mir gegeben und ich habe alle Checks gemäß dem Wiki durchgeführt und die Namensauflösung funktioniert einwandfrei, ich kann localhost korrekt anpingen, usw..

Nun habe ich gnome installiert und das bleibt mit dem Splash-Screen einfach stehen - nichts passiert. Sowohl KDM und GDM funktionierten vorher, der X-Server wurde richtig erreicht, mit dem Login dann bleibt aber alles hängen.

Ein Aufruf von "netstat" lieferte mir darüber hinaus die interessante Zeile :

Code:
tcp4       0      0  localhost.1011         localhost.sunrpc       SYN_SENT
Zu einem "established" kommt es aber nie.

Desweiteren listet "netstat" eine Menge Sockets in /tmp (u.a. unter orbit-root, .X11-Unix und .ICE-Unix), "sockstat" verweist auf die Programme "gnome-settings-daemon", "bonobo-activation-s" (mehr wird vom namen nich angezeigt), "gconfd-2" und "gnome-session", die über die Sockets Verbindungen offen zu haben scheinen.

Allerdings passiert einfach nichts und ich bin einfach ratlos, warum trotz augenscheinlich korrekter Auflösung von "localhost" und der freien Verbindung, die Windowmanager alle Stress machen.
 
PatTheMav schrieb:
Einige werden sich hier erinnern: Ich hatte vor einiger Zeit das Problem gepostet, daß mein KDE von einem Tag auf den anderen beim Start sich eine gemütliche Auszeit gönnt.
Das war vermutlich der Tag an dem Du die Firewall installiert hast :)

Deaktiviere die Firewall mal, mache einen reboot und startx.

Wenn es dann funktioniert, weisst Du ja woran's liegt.
 
walt schrieb:
Das war vermutlich der Tag an dem Du die Firewall installiert hast :)

Deaktiviere die Firewall mal, mache einen reboot und startx.

Wenn es dann funktioniert, weisst Du ja woran's liegt.
Die Firewall läuft schon ewig und drei Tage und auch vorher lief KDE ohne diese Probleme mit IPFW aktiv :)

Selbst mit "allow ip from any to any" als letzte Rule gibts keine Änderung (zumal ja sämtliche Pakete die über "lo0" laufen generell erlaubt werden).
 
Kannst Du Dich von einer zweiten Maschine aus per SSH anmelden, waehrend
der splash-screen von gnome haengenbleibt ?

Falls ja, schau mal in die Prozessliste und mach einen ktrace, truss (oder was Du
an Bordmitteln zur Verfügung hast) auf die laufenden Prozesse.
 
walt schrieb:
Kannst Du Dich von einer zweiten Maschine aus per SSH anmelden, waehrend
der splash-screen von gnome haengenbleibt ?

Falls ja, schau mal in die Prozessliste und mach einen ktrace, truss (oder was Du
an Bordmitteln zur Verfügung hast) auf die laufenden Prozesse.
Jo das ist möglich, ich kann das auch direkt auf der Maschine machen. Wirklich derart abstürzen, daß NUR noch SSH möglich ist, passiert aber auch fast jedesmal :) Dazu muss man nur 30 Minuten warten, bis KDE bzw. gnome fertig mit dem laden sind und Firefox nutzen. Einma den Scrollbalken angefasst, schon hängt der ganze WM und gibt die Tastatur auch nicht frei :)

Nach was soll ich denn in der Prozessliste Ausschau halten ?
 
Erstmal nach einem Prozess der viel CPU-Last erzeugt.
An diesen Prozess haengst Du Dich mit ktrace.

Falls Du so einen Prozess nicht findest, untersuchst Du alle Prozesse,
die am Start von X und gnome beteiligt sind - also X selbst, gnome-session, gdm etc.

Suche im logfile des jeweiligen trace-Vorgangs nach Fehlern, die durch nicht
vorhandene Dateien, Sockets, Pipes, etc. entstehen.
 
Hallo PatTheMav,

was steht denn in .xsession-errors bzw. /var/log/messages?
Es kann sein, dass ein für Gnome wichtiger Prozess beim Start gestorben ist.

Viele Grüße

Jürgen
 
Alles gar nicht so einfach zu verfolgen, obwohl gnome nicht soviele Prozesse startet wie z.B. KDE.

Ein ktrace hat zutage gefördert, daß z.B. gconfd-2 eine Vielzahl von libraries nicht finden kann, mehr konnt ich aber nach kdump nicht herauslesen, das meiste war pures Assembler.

CPU-Last erzeugt dabei seltsamerweise kein einziger Prozess, die dödeln alle bei 0.00% rum und "warten", anders kann man es nicht ausdrücken.

Die .xsession-errors ist nachwievor leer, da steht nichts drin und in /var/log/messages ist nichts verwendbares für den Problemfall, die Xorg.0.log enthält auch keine Fehler.

Als X/gnome-Prozesse liefen nach dem Aufruf von "startx" folgende :

73743 v1 I+ 0:00.01 /bin/sh /usr/X11R6/bin/startx
73757 v1 I+ 0:00.00 xinit /root/.xinitrc -- -nolisten tcp
73758 v1 S 0:01.99 X :0 -nolisten tcp (Xorg)
73761 v1 I 0:00.24 gnome-session
73763 v1 S 0:00.20 /usr/X11R6/libexec/gconfd-2 5
73766 v1 I 0:00.00 /usr/X11R6/bin/gnome-keyring-daemon

Ich werd wohl mal versuchen alles vom System zu plätten, was irgendwie nach X oder gnome/kde aussieht, d.h. Verzeichnisse und Dateien weghauen, quasi mal das System aufräumen und dann Schritt für Schritt neu aufbauen.

Denn X alleine funktioniert (also ein startx ohne .xinitrc), einzig gnome, kde und Co machen den Stress.

Habt ihr irgendwelche Links zu HOWTOs oder Vergleichbares, wo ein derartiger Aufräumversuch beschrieben wird, da ich jetzt aus dem Kopf nicht wüsste, wo sich die Dateien überall hingezogen haben und mit welchen Tools man effizient aufräumen kann.

Wenn das System dann clean ist, kann ich sauber nochmal den grafischen Schnickschnack aufsetzen :)
 
PatTheMav schrieb:
[...]
Denn X alleine funktioniert
[...]

Startet dann twm ? bzw. fvwm ?

Falls ja, ist Deine X11 Umgebung voellig korrekt und intakt.

Der Fehler liegt dann einzig und alleine am gnome-Geraffel.
Gnome deinstallieren, nochmal neu installieren, eventuell geht's dann.

Ganz nebenbei: Wie kann man sich so einen Schrott wie gnome nur antun ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also twm startet und läuft scheinbar auch ohne Probleme, das Bild besteht dann aus 2x xTerm und 1x Login als Fenster.

Interessanterweise kratzt mir X komplett ab, wenn ich z.B. Firefox öffne und dort ein Fenster scrolle oder nur die Credits scrollen lasse, egal ob unter X, KDE oder gnome. Der Xorg-Prozess hat dann auch >85% Prozessorlast.
 
Ich sehe, auch hier herrscht absolute Ratlosigkeit .. und ich weiss absolut nicht, was ich wie noch machen kann, um diesen Timeout bei allem, was auf X aufsetzt, zu beheben ..
 
Hallo PatTheMav,

kannst Du bitte mal Deine xorg.conf posten.
So langsam schwant mir, dass entweder die XOrg-Konfiguration nicht 100%ig passt, oder dass Dein XOrg einen Bug hat.
Dazu eine Frage: Wie hast Du XOrg installiert: Kompilieren oder als package?

Viele Grüße

Jürgen
 
Bevor du auf deinem System aufräumst, mach ein Backup (siehe wiki). Zum effizienten Aufräumen: man pkg_deinstall

HTH,
Philipp
 
Hallo PatTheMav,

mag es Gnome eigentlich,
als root gestartet zu werden?

Gruß, Fusselbaer
(Der sich gerade mit einem Textbrowser sehr schusselig anstellt. :-)_
 
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