Kommunikation Samba4

minimike

Berufsrevolutionär
Hi

Bei uns steht demnächst die Evaluierung von Samba4 an. Nun ausser Sernet und Univention scheint wirklich niemand ein aktuelles Samba 4 ab RC1 + zu liefern.
Ein Blick in die Ports war auch enttäuschend. Da ist noch Alpha 11 drin.
Welche Mailingliste wäre zu Empfehlen die man Abonieren könnte?
 
Bei uns steht demnächst die Evaluierung von Samba4 an. Nun ausser Sernet und Univention scheint wirklich niemand ein aktuelles Samba 4 ab RC1 + zu liefern.

Distributionen für Firmenkunden sind im Normalfall auch etwas konservativer, was neue Versionen anbelangt.

Ein Blick in die Ports war auch enttäuschend. Da ist noch Alpha 11 drin.

Archlinux ist bei Version RC4 und hat selten mehr als 1-2 Tage Nachlauf, bis ein entsprechendes Paket zur Verfügung gestellt wird.

Welche Mailingliste wäre zu Empfehlen die man Abonieren könnte?

Im Zweifelsfalle samba@lists.samba.org. Erfahrungsberichte mit Samba 4 in größeren Umgebungen sind natürlich noch Mangelware.
 
Auf Univention läufts doch schon sehr sehr lange wenn ich mich recht entsinne, oder nicht? Wäre Archlinux also eher geeignet wie Debian oder Ähnliche?
 
Auf Univention läufts doch schon sehr sehr lange wenn ich mich recht entsinne, oder nicht?

Ich musste erst nachschauen, aber Univention liefert Samba 4 tatsächlich seit Dezember 2011 - so wie es sich liest - anstelle von Samba 3 als Voreinstellung?! :confused: Ich frage mich, was man getrunken oder geraucht haben muss, eine alpha-Version als Standard für den Produktivbetrieb anzubieten. :eek:
Bei meinen letzten Tests Mitte 2012 war Samba 4 noch meilenweit von der Produktionsreife entfernt.

Wäre Archlinux also eher geeignet wie Debian oder Ähnliche?

Archlinux macht "rolling releases", d.h. es gibt immer zeitnah die aktuellsten Pakete ohne großartige Integrationstests. Dementsprechend funktioniert häufig nach einem Upgrade mal etwas nicht. Zum Ausgleich hat man immer die aktuellsten Version auf dem Rechner.
Als Spielwiese in einer VM ist es daher fantastisch, im Produktivbetrieb völlig unbrauchbar.

Verrate uns doch erstmal, in welchem Umfeld du Samba 4 einsetzen möchtest, dann können wir dir vielleicht auch eine passende Empfehlung geben.
 
Ich möchte es (noch) nicht einsetzen. Ich frage mich nur, WANN es soweit wäre, damit man es ruhigen Gewissens in einem produktivem Umfeld einsetzen könnte. Und ebenso frage ich mich, wie es Univention schon so lange also bleeding edge einsetzt.
 
Hi,
das wird vermutlich noch ne Weile dauern. Grundsätzlich kann man viel machen und viel einsetzen - natürlich auch groben Unfug - da hindert die Bärlis scheinbar keiner dran :) Ich bleib erstmal bei Samba 3 und weiss warum.

Gruß Bummibär
 
Auf Univention läufts doch schon sehr sehr lange wenn ich mich recht entsinne, oder nicht? Wäre Archlinux also eher geeignet wie Debian oder Ähnliche?

Nun ich denke nicht. Mir wäre laaanger Support recht lieb. Wenn ich mir die Pakete mit Samba 4-RC3 aus Debian Experimental auf Squeeze portiere hoffe ich das es später in den Backports als gepfelgtere Version auftaucht.
Schließlich dauert ein Leasingvertrag für einen Server drei Jahre. Solange muss die Installation durchhalten.
 
Ich möchte es (noch) nicht einsetzen. Ich frage mich nur, WANN es soweit wäre, damit man es ruhigen Gewissens in einem produktivem Umfeld einsetzen könnte.

Kommt darauf an. Für einen einfachen Fileserver würde ich die ersten 6-12 Monate mal abwarten, dort gibt es vermutlich recht fix Feedback. Als AD-Domänencontroller würde ich in 3-4 Jahren nochmal damit liebäugeln.

Und ebenso frage ich mich, wie es Univention schon so lange also bleeding edge einsetzt.

Ganz einfach: wenn das in Produktion kracht, brauchst du vom Hersteller so abartig viel Support (in und außerhalb der Geschäftszeiten), dass der sich daran dumm und dämlich verdient.

Nun ich denke nicht. Mir wäre laaanger Support recht lieb. Wenn ich mir die Pakete mit Samba 4-RC3 aus Debian Experimental auf Squeeze portiere hoffe ich das es später in den Backports als gepfelgtere Version auftaucht.

So wie ich Debian kenne, wird Samba 3 noch lange gepflegt. Falls du nur die Fileserver-Funktionalität benötigst, dürfte auch ein späteres Upgrade auf Samba 4 recht überschaubar sein.
Falls du die neuen Features von Samba 4 schon in Produktion nutzen willst, hast du ganz andere Probleme.

Schließlich dauert ein Leasingvertrag für einen Server drei Jahre. Solange muss die Installation durchhalten.

Was spricht gegen eine der vielen Distributionen, die auch entsprechende bzw. noch längere Supportzeiträume anbietet?
 
So wie ich Debian kenne, wird Samba 3 noch lange gepflegt. Falls du nur die Fileserver-Funktionalität benötigst, dürfte auch ein späteres Upgrade auf Samba 4 recht überschaubar sein.
Falls du die neuen Features von Samba 4 schon in Produktion nutzen willst, hast du ganz andere Probleme.

Nun welche? Mir geht es um die reine AD Funktionalität. Ansonsten habe ich drei FreeBSD Server mit net/samba36 die zur Zeit als Knechte eines Win2008 SBS tadellos laufen


Was spricht gegen eine der vielen Distributionen, die auch entsprechende bzw. noch längere Supportzeiträume anbietet?
Mein CEO mag kein Redhat. Ich mag kein SuSE. Also einigten wir uns auf Debian. Bei Univention stört mich das die keinen Festpreis machen. Ich muss für jeden User 13,80 € jedes Jahr abdrücken. bei 50 Usern eine überschaubare Zahl. Aber jeh mehr User desto unwirtschaftlicher. Will ich aber zum Beispiel auch alle Kunden gleichzeitig damit verwalten um diese an Services anzubinden sieht es auf der Kostenseite übel aus
 
Nun welche? Mir geht es um die reine AD Funktionalität.

Ich hatte Mitte des Jahres mal ein Testsetup von Samba 4 beta 3 als potentiellen Nachfolger eines SBS 2003 erstellt. Seitens der AD-Integration gab es reichlich Ungereimtheiten (z.B. sporadische "Access Denied"-Fehlermeldungen, die bei einem Retry dann anstandslos funktionierten). Die Vererbung von Berechtigungen erzeugte Fehler. Der Server verabschiedete sich bei meinen Tests auch ein- oder zweimal, obwohl kaum Last auf dem System war. Mein persönliches Highlight war das Phänomen, das Clients nach einer Samba-4-Kontaktaufnahme nicht mehr mit Samba-3-Servern reden wollten.
Der Test als DC war in der Sekunde vorbei, als Samba 4 einfach alle vorhandenen Accounts zu Domänenbenutzern gemacht hat.

Mein CEO mag kein Redhat. Ich mag kein SuSE. Also einigten wir uns auf Debian. Bei Univention stört mich das die keinen Festpreis machen. Ich muss für jeden User 13,80 € jedes Jahr abdrücken. bei 50 Usern eine überschaubare
Zahl. Aber jeh mehr User desto unwirtschaftlicher.

Selbst wenn sich eure Mitarbeiterzahl verdoppelt, klingt das nach sehr überschaubaren Beträgen. Es gibt Firmen, die verlangen für deutlich weniger Funktionialität mehr Kohle pro User und Monat.

Will ich aber zum Beispiel auch alle Kunden gleichzeitig damit verwalten um diese an Services anzubinden sieht es auf der Kostenseite übel aus

Im Normalfall lässt sich doch für solche Spezialfälle mit dem Hersteller eine individuelle Lösung finden.
 
Auf Univention läufts doch schon sehr sehr lange wenn ich mich recht entsinne, oder nicht? Wäre Archlinux also eher geeignet wie Debian oder Ähnliche?

Univention nutzt Samba4 "nur" für die AD-Geschichte und Samba3 für die Dateifreigaben, wenn ich mich nicht völlig Falsch erinner ;)

Warum die das machen? Ich denke mal weil es diverse Anforderungen gibt endlich AD zumindest halbwegs zu unterstützen, und gerade Univention ja versucht eine echte Alternative zu den Microsoftprodukten im Office/Desktopbereich zur Verfügung zu stellen. Da möchte man nicht sofort wenn es um Anforderungen an die Anbindung von Windows-Clients geht gleich aus dem Rennen geschmissen werden
 
ich wäre auch nur an AD interessiert, meine restlichen FS können ruhig wie gewohnt auf Samba3 weiterlaufen. Aber wenn das wirklich so problematisch sein sollte wie Azazyel berichtet, OMG. Wobei die aber sicherlich schon etwas Fortschritt gemacht haben müssten,oder nicht? Laut deren status Seite wurde diese zuletzt gegen Mitte September überarbeitet worden. Ich denke wirklich aktuelle News gibts entweder aus der newslist oder irc.
 
gibts den überhaupt jemanden unter uns, der Samba4 schon ausprobiert und sich damit auseinandergesetzt hat? Ich würde gerne Erfahrungen in diesem Zusammenhang austauschen. Ich hab momentan eine isolierte Testumgebung aufgebaut, und Samba4 installiert, indem ich meine vorhandene LDAP-Inhalte zum Migrieren auf den Testserver verwendet habe. Aktuell bastle ich an der DNS-Konfiguration herum. Ich arbeite mit der Samba Version 4.1.0pre1-GIT-d6983f4 die ich mir gestern über git gezogen und neu kompiliert hatte.

Wer hat schon Erfahrungen gesammelt mit der DNS-Anbindung im Falle eines bereits vorhandenen BIND9-Servers und vor allem dem DLZ-Pluging (ab BIND9 9.8.x) ? Freue mich auf euer feedback.
 
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