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Mainboard für kleines aber schnelles NAS

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #1
Es wird langsam Zeit, dass der Heimserver neue Hardware bekommt. Er dient hauptsächlich als Fileserver (NFS, Nextcloud, ...), hat aber auch ein paar jails mit ein paar lokalen Diensten.

Mein Ziel ist:
  • 4-8 Cores/threads
  • wenig stromverbrauch
  • 10GBaseT (am besten von Hause aus, aber mit Riser-Card und PCIe auch ok)
  • >= 2 SATA Ports für einen 2x8TB oder 2x10TB-Mirror
  • ein NVME port für das SLOG
Das System soll seine Arbeit vernünftig machen, ein Scrub auf dem Pool soll nicht einen Tag dauern, und die Performance der Nextcloud soll auch gut sein. Ich plane FreeBSD13 mit dem neuen ZFS und built-in encryption zu nutzen.

Nachdem ich in den letzten Jahre so viel über die Embedded Epyc und Embedded Ryzen Prozessoren gehört habe, dachte ich wirklich da gäbe es inzwischen ordentlich Auswahl, aber anscheinend nicht?

Die einzigen Boards die halbwegs meine Anforderungen erfüllen scheinen folgende zu sein:

  1. Supermicro A2SDI-H-TF
  2. ASRock Rack EPYC3101D4I-2T
Das ist ja echt noch teuer alles. Ein Board ohne 10GBase-T zu nehmen und seperat eine Intel-Karte zu kaufen ist auch nicht wirklich billiger... Habe ich gute Alternativen übersehen?

Ich bin in letzter Zeit echt wieder Fan von AMD, aber im direkten Vergleich scheint mir das Intel-Board besser zu sein, oder was meint ihr?

Danke und Gruß,
h^2
 

Esjott

Kellerkind
#2
Bei mir werkelt ein Asus p10s-i Im Server. Wollte ein mini-itx Board, vielleicht ist dessen Nachfolger p11- ) interessant? Gibt auch andere als Mini-itx Varianten, iirc.
edit: nvme überlesen.. dann eher ein anderes Board.
 

Crest

rm -rf /*
Mitarbeiter
#3
Für den Preis würde ich mir das X470D4U ansehen und nen Desktop Ryzen 3xxx rein stecken. Ist zwar nen Micro-ATX und kein Mini-ITX Board, aber es ist günstiger und du bekommst dennoch mehr Möglichkeiten. Es von dem Board auch ne Variante mit dual 10G-baseT (durch nen Intel X550-AT2). Dafür hast du entsprechend weniger PCIe Lanes für die PCIe Slots, aber in nem kompakten Gehäuse würdest du damit vermutlich ganz ohne PCIe Karten auskommen können, weil es 6 SATA Ports und zwei M.2 Slots hat. Vier der SATA Ports kommen von AMD Chipsatz, die anderen kommen von nem 2 Port SATA Controller.

Ich habe mir die Variante mit 1000-baseT als Heimserver geholt, weil ich bereits lieber nen NIC mit 2 x SFP+ weiternutzen wollte. Falls du in nem sehr engen Gehäuse tricksen willst wären nen 5 Port SATA Controller als M.2 Karte eine Option, aber brauchst du mehr als 6x SATA?

Mit dem Micro-ATX Board hast du viele Möglichkeiten z.B. ne Quadro GPU für Plex nachzurüsten. Außerdem dürfen die Kerne deutlich höher Takten, was wesentlich mehr pro Durchsatz pro Thread ergibt.
 

Crest

rm -rf /*
Mitarbeiter
#4
Was hast du denn für sonstige Hardware das du 10G-baseT möchtest? Gebrauchte single Port 10G Karten mit SFP+ kosten fast nix.
 

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #5
Bei mir werkelt ein Asus p10s-i Im Server. Wollte ein mini-itx Board, vielleicht ist dessen Nachfolger p11- ) interessant? Gibt auch andere als Mini-itx Varianten, iirc.
edit: nvme überlesen.. dann eher ein anderes Board.
NVME könnte ich im Zweifel noch drauf verzcihten, wobei das als SLOG glaube ich sehr schön ist. Hat aber kein 10GBase-T, bzw. die eine Konfiguration, die das hat, kostet auch ziemlich viel:
https://geizhals.de/asus-p11c-m-10g-2t-90sb07j0-m0uay0-a2136719.html

Und da kommt ja dann noch die CPU drauf.

Für den Preis würde ich mir das X470D4U ansehen und nen Desktop Ryzen 3xxx rein stecken. Ist zwar nen Micro-ATX und kein Mini-ITX Board, aber es ist günstiger und du bekommst dennoch mehr Möglichkeiten. Es von dem Board auch ne Variante mit dual 10G-baseT (durch nen Intel X550-AT2)
Du meinst das hier:
https://geizhals.de/asrock-rack-x470d4u2-2t-a2135212.html

Das sieht als Board nicht schlecht aus, aber die sparsamsten CPUs dafür brauchen 65W. Das ist ja das merkwürdige, ich habe so viel von den neuen AMD embedded CPUs gelesen, aber zu kaufen gibts sie anscheinend fast nirgends.

aber brauchst du mehr als 6x SATA?
Ne, wie gesagt. Ich komme mit einem 2x10TB mirror noch ne ganze Weile aus. Wenn ich das irgendwann durch einen zweiten Mirror erweitern kann, reicht mir das.

Mit dem Micro-ATX Board hast du viele Möglichkeiten z.B. ne Quadro GPU für Plex nachzurüsten. Außerdem dürfen die Kerne deutlich höher Takten, was wesentlich mehr pro Durchsatz pro Thread ergibt.
Graka kommt da definitiv nicht rein. Ich kann mit Kodi direkt vom Server streamen (NFS), ohne dass dieser transkodieren muss, deswegen fällt da keine Load an.

Was hast du denn für sonstige Hardware das du 10G-baseT möchtest? Gebrauchte single Port 10G Karten mit SFP+ kosten fast nix.
Ich habe selber in der Wohnung Cat7-Kabel verlegt und will 10GBase-T bis zum Client erreichen. Ich habe außerdem schon einen Switch der zumindest ein paar 10GBase-T ports hat... deswegen is SFP+ bei mir keine Option.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#6
Das sieht als Board nicht schlecht aus, aber die sparsamsten CPUs dafür brauchen 65W.
Naja, sie brauchen es unter Last. Im Leerlauf brauchen alle CPUs einer Generation (fast) gleich wenig, Powermanagement sei Dank. Allerdings ist AMDs Plattform, vor allem die größeren CPU-Modelle ohne integrierte GPU, im Leerlauf doch merklich weniger sparsam als Intels Plattform. Mein Ryzen 3700X braucht im Leerlauf (ohne die Radeon 5700XT) um die 23W, obwohl schon ein eher schlecht ausgestattetes Board und ein sehr effizientes Netzteil drinstecken. Der Core i5-8500T im Büro braucht trotz kostenoptimierterem Netzteil nur 13W... Das deckt sich im Großen und Ganzen auch mit dem, was man sonst im Netz liest. So überlegen AMDs CPUs im Moment auch sein mögen, den Leerlaufstromverbrauch von Intel erreichen sie leider nicht. Renoir (die Ryzen 4000G Serie) war da wohl schon ein deutlicher Sprung, hoffentlich bekommen sie es mit Zen 3 komplett in den Griff

Allerdings muss man auf der anderen Seite sehen, dass mein Ryzen 3700X unter FreeBSD in Sachen Powermanagement absolut problemlos ist. Man kommt tatsächlich ohne großes Konfigurieren auf mit Linux vergleichbare Verbrauchswerte und Turbo-Ausnutzung, es reicht aus C-States zu aktivieren und powerd++ zu starten. Bei Intel muss man zumindest den hwpstate-Kram zurückportieren (ist in meiner Branch: https://github.com/Yamagi/freebsd/commits/production/12.1), um halbwegs gute Ergebnisse zu bekommen. Vor allem den Turbo kann man ohne hwpstat vergessen. Oder eben auf 13.0 warten, in 12.1 wird es wohl eher nicht kommen.
 

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #7
Hm, vielleicht warte ich auch einfach bis FreeBSD13 draußen ist und schaue mich dann um wie die Hardware-Situation ist...