Maximale Schreibzyklen von Compact Flash Karten + OBSD root partition

muri

Well-Known Member
Hallo,
ich habe vor OpenBSD 4.1 auf einer CompactFlash-Karte (8GiB per CF/IDE Adapter) zu installieren.
Was mich noch ein wenig abschreckt ist die beschränkte Anzahl von Schreibzugriffen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Compact_Flash schrieb:
Schreib-Zyklen: 10.000 lt. Standard, 1–2 Millionen lt. Hersteller
Nun, wenn man sich 10.000 Schreib-Zyklen mal vorstellt, scheint das schon ne Menge zu sein, da ich aber kein Ahnung habe, was so in der Regel anfällt bei nem "minmalistischen" System mit X, mplayer, Firefox und Thunderbird, wollte ich mal eure unverbindliche Meinung hören.

Ein Systemupdate werde ich allerhöchstens jedes halbe Jahr auf das nächste RELEASE machen und hin und wieder mal den ports-tree auffrischen...
Einige Hersteller integrieren Zähler in die Firmware ihrer Karten, um den Verschleiß auf alle Sektoren gleich zu verteilen. Verbrauchte Sektoren werden automatisch als nicht mehr benutzbar markiert.
Wenn das der Fall ist, wäre es sinnvoll nur ein Label zu erstellen?

Was haltet ihr davon /tmp als ramdisk laufen zu lassen?
 
Hallo,
ich habe vor OpenBSD 4.1 auf einer CompactFlash-Karte (8GiB per CF/IDE Adapter) zu installieren.
Was mich noch ein wenig abschreckt ist die beschränkte Anzahl von Schreibzugriffen:

Nun, wenn man sich 10.000 Schreib-Zyklen mal vorstellt, scheint das schon ne Menge zu sein, da ich aber kein Ahnung habe, was so in der Regel anfällt bei nem "minmalistischen" System mit X, mplayer, Firefox und Thunderbird, wollte ich mal eure unverbindliche Meinung hören.

Ein Systemupdate werde ich allerhöchstens jedes halbe Jahr auf das nächste RELEASE machen und hin und wieder mal den ports-tree auffrischen...

Wenn das der Fall ist, wäre es sinnvoll nur ein Label zu erstellen?

Was haltet ihr davon /tmp als ramdisk laufen zu lassen?

So wie ich das verstehe willst Du Deinen Desktop mit einer CF Karte betreiben? Wenn ja, dann sollten nicht die beschränkten Schreibzyklen sondern das langsame Schreiben Deine Sorge sein.

Ich hab hier eine Soekris seit ca. 2 Jahren mit einer CF Karte laufen, wenn morgen die Karte abraucht kauf ich 'ne neue. Die Dinger kosten ja nix mehr (in der für die Soekris benötigten Größe).

Ich glaube was ich sagen will ist, dass ich nicht unbedingt meinen Desktop von einer CF Karte betreiben würde, aber nur weil ich denke, dass die Schreibgeschwindigkeit zu langsam ist, nicht weil die Karte nicht halten würde.
 
Eine Anleitung für OpenBSD auf CF Karte (in diesem fall für die WRAP Plattform):

http://blog.innerewut.de/articles/2005/05/14/openbsd-3-7-on-wrap
http://blog.innerewut.de/articles/2005/05/19/openbsd-3-7-on-wrap-revised
http://blog.innerewut.de/articles/2005/06/03/small-update-on-openbsd-3-7-on-wrap

Hier wird alles schön beschrieben wie du dir dein OpenBSD für eine CF Karte im RO Modus einrichtest´, /var, /tmp und /dev laufen dann als RAM Disk.

Kannst auch über die Board Suche benutzen, zum Thema Soekris oder Wrap mit OpenBSD bzw. FreeBSD gab es schon einige Freds die auf die oben genannten Links verweisen. In dem Fall ist es egal ob es nun ein normaler PC oder eine Embedded Lösung ist.
 
Transcend hat spezielle Flashkarten für den Industrieeinsatz im Angebot. Die werden hier eingesetzt und halten vergleichsweise ewig. Wir tauschen die einmal im Jahr aus, aber trotz teils exessiver Schreibbelastung ist noch keine während ihres Einsatzes verstorben.
 
man kann zum glueck bei bsd auch bestimmte festplatten als read-only mounten.
und fuer den rest ist dann halt die ramdisk da.

btw: komm bloss nicht auf die idee die swap-partition in irgendeiner form anzulegen ;)
 
Vielen Dank!

Über die Geschwindigkeit mach ich mir keine Sorgen. Das Ganz sollte eigendlich nur ne Art Always-On-Backup&Music-System sein, mit dem man auch mal kurz ins Internetz kommt.

In wie fern ist read-only sinnvoll, wenn ich mein System auch mal updaten will? Gibt es wirklich so viele "unnötigen" Schreibzugriffe?

Das mit Swap hab ich mir fast schon gedacht. (Swap als ramdisk?:ugly:)
 
Du könntest ja auf die CF card die /home und so machen und die ports und was sonst noch sehr viel schreibt auf nen Microdrive.

Nen Hitachi Microdrive gibts schon ab 45€.

Ausserdem sind die halbwegs guten CFs nicht soo langsam(18MB/s write).

Oder mach dir doch einfach ne externe USB 2,5" HDD eine von ebay für günstig Geld, da machste die schreibsachen druff, musste dann halt nur schnell anmachen und mounten. (Script :))

Was man noch preislich empfehlen könnte wäre 2 x 4GB Karten zu nehmen und mit gstripe zusammenzupappen, 2 4er karten sind günstiger als eine 8er, vielleicht bringt das ja auch was bei den schreibzugriffen.
 
Die Karte ist schon gekauft und halb eingebaut. Und ich habe keine zwei 4GiB Karten gefunden, die billiger waren. Und die Root-partition zu stripen ist zwar ne tolle idee, mir aber ehrlich gesagt zu blöd, vor allem weil mich die Geschwindigkeit grad nicht stört (CFs schreiben in der Tat normalerweise schneller als vom Standard vorgegeben).

/home liegt bereits auf zwei Festplatten als raid1 per cdd.
Von externen Festplatten per USB halte ich mal gar nichs, vor allem wenn ein interner Anschluss noch vorhanden ist (Sinn?).
Alternativen gibts genug - netter Versuch
 
Bei Ebay gibts 4GB Microdrives von Seagate (Neuware) zum Sofortkauf mehmals die Woche für 32 €, kommen allerdings noch 10€ Versandkosten dazu (der Verkäufer versendet aus den USA und will sich scheinbar ein bisl am Versand verdienen....). An dem Preis kannst du dich orientieren. Ich habe mir in den Hintern gebissen, weil ich einen neuen von IBM billiger hätte bekommen können, war aber wenn ichs mir so anschaue nur eine einmalige Sache.
Bei Microdirves sollte man jedoch die Finger von den billigen Magicstore lassen, kannst ja mal googlen, gibt genug Leute die sich über den Hersteller beschweren.
 
Mist... dummerweise habe ich beim rsync in rc.shutdown das Rekursiv-Flag vergessen.
Also ist meine /var/db/pkg verloren gegangen.
Wenn ich jetzt versuche einen port/pkg zu installieren, meckert er wegen Kollisionen.
Das -F(orce) Flag konnte da auch nichts ausrichten und die gemeldeten Kollisionen einzeln zu löschen ist verdammt aufwendig.
Kann ich die db irgendwie wiederherstellen? (pkg_mklocatedb taugt dafür nicht, oder?)
Alternativ - reicht es aus /usr/local zu löschen? Oder wär ne neuinstallation einfacher?

Über man, Google und die Forensuche konnte ich leider nichts finden.
(Ich sollte wirklich nur noch nachts arbeiten, da bin konzentrierter...)
 
Meine Erfahrungen:

Microdrive's sterben recht fix und sind vergleichsweise langsam.

Industrial CF heisst das Zauberwort, günstig macht das Transcend, andere werben noch exklusiver und man kann arm werden, wenn man will.

Btw. gibts nicht auch schon in Europa richtige Flash-Festspeicher mit 32GB bzw. 64GB und PATA/SATA Schnittstellen? Sollten zumindestens in diesem Quartal kommen, in Asien gibts seit 06 Notebooks damit.....
 
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