Nur eine Partition

curtis

New Member
Hallo NG

Was spricht eigentlich dagegen, FreeBSD in nur einer einzelnen Partition zu installieren? (Natürlich abgesehen von der Swappartition).

Ich bin mehr oder minder Neuling, was ***x-artige Betriebssysteme anbelangt, aber bin doch schon über folgendes Phänomen gestossen: Wie auch immer man Partitioniert -> Es ist immer "irgendwie falsch".

Man sollte mal kurz ein altes Logfile auspacken, leider hat man auf keiner Partition genügend Platz dies zu tun, hätte jedoch genügend, wenn man den freien Platz aller Partitionen kummulieren könnte. Oder worüber ich auch immer wieder stolpere, sind Systeme auf denen Symlinks von der einen auf eine andere Partition gemacht werden, weil man auf der einen Partition an Platz ausläuft.

Weshalb also nicht gleich (wenn man auf einer einzelnen Disk installiert) nur eine Root-Partition erstellen?

Danke schon mal für einen Feedback!
Grüssles, Curtis
 
Hallo,

dagegen spricht hauptsächlich, das ein Server, dessen Dateisystem durch log-, bzw sonstige Dateien überläuft sich aufhängt wenn du nur eine Partition hast.
Desweiteren sind bei einem Absturz meisst nicht alle Partitionen "unsauber".
Besonders die root-Partition, auf der ja selten geschrieben wird überlebt das meist ganz gut, und Du kannst relativ schnell und problemlos den Rechner wieder hochfahrn und die betreffenden Partitionen im Hintergrund prüfen.

Für ein Desktopsystem halte ich es auch nicht für besonders sinnvoll
da zu unterteilen, aus den von Dir genannten Gründen.
 
Hallo Curtis,

allso dagegen spricht schon alleine der Grund der Datensicherheit. Unabhänig vom Betriebssystem kannst Du auf Deine Daten zugreifen, auch ein Grund der für mehrere Partitionen spricht.

adieu Rudolf
 
Ein nicht unwichtiger Grund ist, dass man die verschiedenen Partitionen mit unterschiedlichen Flags mounten kann bzw. sollte.
Es ist natuerlich immer wichtig, wie und wo das System eingesetzt wird. Ein Server sollte wesentlich durchdachter partitioniert werden als ein Desktopsystem. Dennoch ist es auch bei Desktopsystemen ratsam wenigstens eine seperate Partition fuer /home einzurichten aus Datensicherungsgruenden.
Wenn man schon vorher weiss, was man mit dem System machen will, dann sollte die Partitionierung kein Problem darstellen. Wenn man aber nicht weiss, was noch kommen wird, dann kann man das Slice gross genug waehlen und Speicherplatz freilassen, um spaeter Partitionen vergroessern zu koennen.

Gruss
Fabian
 
Hallo

Danke für die Antworten! - Nochmals nachgehakt:


Manga schrieb:
dagegen spricht hauptsächlich, das ein Server, dessen Dateisystem durch log-, bzw sonstige Dateien überläuft sich aufhängt wenn du nur eine Partition hast.

Einleuchtend!


Manga schrieb:
Desweiteren sind bei einem Absturz meisst nicht alle Partitionen "unsauber".

FreeBSD stürtzt doch nicht ab?! :rolleyes:
Aber natürlich auch ein guter Punkt!


//*Brainfuck*\\ schrieb:
allso dagegen spricht schon alleine der Grund der Datensicherheit.

Inwiefern ist es "sicherer" mehrere Partitionen zu haben?


//*Brainfuck*\\ schrieb:
Unabhänig vom Betriebssystem kannst Du auf Deine Daten zugreifen, auch ein Grund der für mehrere Partitionen spricht.

Da es sich um Serversysteme handelt, ist dies kein Thema - aber danke für den Input.


cnopers schrieb:
Dennoch ist es auch bei Desktopsystemen ratsam wenigstens eine seperate Partition fuer /home einzurichten aus Datensicherungsgruenden.

Nochmals: Inwiefern ist es aus "Datensicherungsgründen" ratsam, eine eigene Home-Partition zu haben?


Ich denke mit den genannten Inputs und der Kombination von KISS, resp. "weniger ist manchmal mehr" habe ich nun eine für uns relativ gute Variante gefunden:

Zwei Partitionen (plus Swap):
/ => Kernel, Configs, Binaries, Sources...
/var => alles , was geschrieben wird (Datenbanken, Logs...)
/tmp als symlink nach /var/tmp

Somit sollte bei einem allfälligen Crash / problemlos mountbar sein, weil äusserst selten schreibend darauf zugegriffen wird, während gleichzeitig alle Daten, die wirklich gross werden können, in /var liegen.

Macht das so Sinn?

Danke & Gruss, Curtis
 
Zum Backup sind die Programme dump/restore am sinnvollsten. Bei denen gibt man in der Regel als Parameter die Partition (z.B. /dev/ad0s2e) an. Bei Home-Directories sollte man häufiger Backups machen und die Backups länger vorhalten. Die Systemkonfigurationen ändern sich nicht so häufig wie Userdaten.
 
heesen hat schon meine Antwort gegeben. Mit Datensicherung hab ich schon Backup gemeint. Auf einem Desktopsystem hat man schliesslich viele persoenliche Daten in /home, die man auch sichern will.

Gruss
Fabian
 
aber: bei Desktop-Systemen kann im Verzweifelungsfall ja auch von der CD gebootet werden und die beschädigte-n Partition-en geprüft werden.
Ich halte es gar nicht so sinnvoll, auf einer einzigen Platte derart viele Partitionen zu installieren, wie BSD das vorgibt. Ich glaube, dass vieles davon aus einer Zeit stammt, wo Festplatten die letzten Performance-Prozente abgerungen werden sollten und deshalb die System-Partitionen, die häufigere Zugriffe brauchen, im schnelleren Bereich angelegt wurden. Besonders bei SCSI Platten, ergeben sich dann Vorteile, weil diese den Befehl "Trennen" beherrschen und so nicht warten müssen, wenn ein Programm noch etwas braucht, sondern bereits Daten für andere Anwendungen ansteuern können.
Es scheint mir dies nicht mehr ganz zeitgemäß.

Von den Vorteilen abgesehen: es geht auch ganz gut mit einer einzigen Partition+ und die allerwenigsten User werden einen Unterschied merken.
 
pit234a schrieb:
aber: bei Desktop-Systemen kann im Verzweifelungsfall ja auch von der CD gebootet werden und die beschädigte-n Partition-en geprüft werden.

Das ist richtig, aber erfahrungsgemäß hat man genau dann die CD nicht zur Hand.

Ich halte es gar nicht so sinnvoll, auf einer einzigen Platte derart viele Partitionen zu installieren, wie BSD das vorgibt.

Ich stimme hier dem Grundtenor der anderen zu, mehr Partitionen sind besser:

  • amoklaufende Programme müllen nur eine Partition zu
  • man hat bei Problemen in 99% der Fälle eine intakte root-Partition, von der aus man die Fehler im Singleuser-Mode beheben kann
  • bei einer Neuinstallation kann man /home einfach bestehen lassen
  • man kann für jedes Dateisystem eigene mount-Optionen setzen (noexec und Co. lassen grüßen)

Dafür opfert man nur etwas Platz, was bei den heutigen Festplattenpreisen kein Problem sein sollte.

Ich glaube, dass vieles davon aus einer Zeit stammt, wo Festplatten die letzten Performance-Prozente abgerungen werden sollten

Die Partitionierung wurde schon zu einer Zeit so gemacht, in der Festplattenplatz unglaublich teuer war. Man hat trotz exorbitanter Festplattenpreise die Rechner bewusst mit vielen Partitionen versehen - das sollte zu denken geben.

Von den Vorteilen abgesehen: es geht auch ganz gut mit einer einzigen Partition+ und die allerwenigsten User werden einen Unterschied merken.

Bei Desktop-Systemen kann man darüber streiten, wieviele Partitionen notwendig sind, /home würde ich auf jeden Fall separat machen; aber bei Servern ist die Verwendung von nur einer Partition grob fahrlässig.
 
Mal meinen Rat abgeben: Mach dir ne swap, ne /home und ne /. sicher am besten regelmäßig /home und /etc, das reicht in der Regel aus, software kann man ja wieder installieren.
 
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