Partition mit sysinstall hinzufügen schlägt fehl

lockdoc

Well-Known Member
Nach der Installation sieht fdsik von Sysinstall so aus:

Code:
Disk name:      ad10                                   FDISK Partition Editor
DISK Geometry:  1938018 cyls/16 heads/63 sectors = 1953522144 sectors (953868MB)

Offset       Size(GB)        End     Name  PType       Desc  Subtype    Flags

         0          0         62        -     12     unused        0
        63        931 1953522143   ad10s1      8    freebsd      165
1953522144          0 1953523054        -     12     unused        0

Bei Label siehts so aus:
Code:
Disk: ad10      Partition name: ad10s1  Free: 1868816801 blocks (891GB)

Part      Mount          Size Newfs   Part      Mount          Size Newfs
----      -----          ---- -----   ----      -----          ---- -----
ad10s1a   <none>        400MB *
ad10s1d   <none>      30720MB *
ad10s1e   <none>       5120MB *
ad10s1b   swap         2048MB SWAP
ad10s1f   <none>       1024MB *
ad10s1g   <none>       1024MB *
ad10s1h   <none>       1024MB *

Nun wollte ich die verbleibenen 9xxGB einer neuen partition zuordnen.
Also

Code:
       ┌──────────────────────────── Value Required ────────────────────────────┐
       │ Please specify the partition size in blocks or append a trailing G for │
       │ gigabytes, M for megabytes, or C for cylinders.                        │
The fol│ 1868816801 blocks (912508MB) are free.                                 │
C = Cre│ ┌────────────────────────────────────────────────────────────────────┐ │
N = New│ │1868816801                                                          │ │
T = Tog├─└────────────────────────────────────────────────────────────────────┘─┤
       │                         [  OK  ]       Cancel                          │
Use F1 └────────────────────────────────────────────────────────────────────────┘


                   ┌──────────────── Value Required ────────────────┐
                   │ Please specify a mount point for the partition │
The following comma│ ┌────────────────────────────────────────────┐ │
C = Create        D│ │/private                                    │ │
N = Newfs Opts    Q├─└────────────────────────────────────────────┘─┤wfs
T = Toggle Newfs  U│             [  OK  ]       Cancel              │rge
                   └────────────────────────────────────────────────┘
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Aber dann sieht es so aus:

Code:
Disk: ad10      Partition name: ad10s1  Free: 0 blocks (0MB)

Part      Mount          Size Newfs   Part      Mount          Size Newfs
----      -----          ---- -----   ----      -----          ---- -----
ad10s1a   <none>        400MB *
ad10s1d   <none>      30720MB *
ad10s1e   <none>       5120MB *
ad10s1b   swap         2048MB SWAP
ad10s1f   <none>       1024MB *
ad10s1g   <none>       1024MB *
ad10s1h   <none>       1024MB *
[COLOR="Red"]X         /private      [/COLOR]891GB UFS2+S Y

Warum... was läuft da schief?
 
Du hast bereits alle 7 möglichen Partitionen (a, b, d - h) belegt. In diesem Slice kannst du daher keine weitere Partition mehr anlegen.
 
ahhh Ok...

Noch 2 Fragen

1.) Kann ich den slice nachhträglich schrumpfen, damit ich ein anderen anlegen kann oder wie nutze ich den freien Platz (Immerhin gute 900GB^^)
2.) sieht das hier gut aus... oder sollte man irgendwo mehr oder weniger platz assignen?
Code:
/		400MB
usr		30GB
/var		5GB
swap		2GB
/tmp		1GB
/root		1GB
/home		1GB
/private	Rest
 
Du hast bereits alle 7 möglichen Partitionen (a, b, d - h) belegt. In diesem Slice kannst du daher keine weitere Partition mehr anlegen.

Es gibt jedoch mittel und wege dieses Problem zu umgehen. BSD Partitionen sollen auf MBR Slices angelegt werden. Somit stehen dir bei Verwendung von 4 Slices und 7 Partitionen pro Slice 48 Partionen pro Festplatte ohne Verwendung anderer Partionierungsschemta oder dreckiger Tricks zur Verfuegung. Schön ist diese Lösung jedoch nicht.

FreeBSD kann auch von GPT Partitionierten Platten booten und diese Nutzen und verwalten. Jedoch musst du dich dann entgültig von sysinstall trennen (imo eh sinnvoll) oder Schmerzen sind vorprogrammiert.

Code:
# Lege das Partitionesschema an
$ gpart create -s gpt /dev/$DISK

# Lege eine 64KB bootpartition an und schreibe den bootloader
$ gpart add -s 64K -t freebsd-boot /dev/$DISK
$ gpart bootcode -b /boot/pmbr -p /boot/gptboot -i 1 /dev/$DISK

# Lege eine 1GB UFS Rootpartition an.
$ gpart add -s 1G -t freebsd-ufs /dev/$DISK
$ newfs -Lroot /dev/$(DISK)p2

# Lege eine 2GB Swappartition an.
$ gpart add -s 2G -t freebsd-swap /dev/$DISK
$ glabel label swap /dev/$(DISK)p3

# Lege /var /usr und /home an
$ gpart add -s 1G -t freebsd-ufs /dev/$DISK
$ newfs -ULtmp /dev/$(DISK)p4
$ gpart add -s 4G -t freebsd-ufs /dev/$DISK
$ newfs -ULvar /dev/$(DISK)p5
$ gpart add -s 30G -t freebsd-ufs /dev/$DISK
$ newfs -ULusr /dev/$(DISK)p6
$ gpart add -s 1G -t freebsd-ufs /dev/$DISK # seltsam klein aber wenn du es so willst
$ newfs -ULhome /dev/$(DISK)p7
$ gpart add -t freebsd-ufs /dev/$DISK
$ newfs -ULprivate /dev/$(DISK)p8
...

Nun brauchst du nurnoch die Dateisysteme so angeordnet wie sie spaeter gemountet werden sollen nach /mnt zu mounten und von disc1,dvd oder memstick zu per install.sh base und kernels mit DESTDIR=/mnt zu installiern. Beachte das du anschließend /mnt/kernel/GENERIC nach /mnt/kernel/kernel verschieben musst, weil du sonst vor einem bootloader stehst der von dir wissen will wo er seinen Kernel finden kann.
Achja und dein System einrichten, denn /etc ist noch fast leer.

Keine Sorge dieses Thema ist imo im Handbook noch nachlaessig behandelt. Es sollte imo ein extra Kapitel zur Installation mit GPT Partionen mit UFS oder ZFS ohne sysinstall geben. Nur leider verscheckt man damit viele Neulige, denen man zwar sagen kann sysinstall ist haesslich ich weiss, aber es geht (halbwegs). Nur wenige kann man davon überzeugen, das Handarbeit dem verschändniss hilft und schneller geht für erfahrene, wenn es vollwertig unterstützt wird sowie viel mehr Möglichkeiten gibt.

MfG Crest
 
@Crest: Cool das kannte ich ja noch überhaupt nicht.

Wegen 1GB /home. Dieses setup ist für eine Multimedia-Station. Es sollen in /home ja nur tmp Daten der User stehn und bissel Documents die eigentlichen Daten sollen unter /private (Filme, Music, etc) Diese wird auch via Geli verschlüsselt. In /home soll nix liegen was irgendwie mit multimedia zu tun hat (home wird ja nich verschlüsselt^^)

Zur Zeit habe ich nur eine Test-Installation von FreeBSD aufgesetzt und installiere Tausende von Sachen um zu kucken was mir am besten gefällt. Ich dokumentiere die ganze Zeit. Habe ich alle Dinge erfolgreich installiert bekommen die ich mag, dann mach ick die Pladde wieder platt und setze es komplett neu und "sauber" auf mit nur den gewünschten Programmen, damit ich nicht zu viel extra Krusch drauf habe.

Die Frage jetzt wie nutze ich denn gpart bei der Installation? Weil so ganz habe ich nicht verstanden wie du es meinst, denn ich habe ja schon die Partitionen bis auf /private.

Wird gpart Probleme mit Geli bereiten?
Wo hast du denn die ganzen Infos zu gpart überhaupt her, sehe das auch grad zum ersten mal...

Nachtrag:
Achso, so wie ich gelesen habe, ist es auch wichtig in welcher Reihenfolge man die Partitionen auf der Festplatte anlegt, da auf Daten außen an der Festplatte schneller zugegriffen werden kann als innen. Wie wäre die Reihenfolge denn sinvoll für optimale Performance.

LG lockdoc
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Informationen zu gpart habe ich aus meinen Versuchen mit FreeBSD 8.0.
Leider ist das ganze recht schlecht dokumentiert. Ich sollte wohl echt am besten mal ein Tutorial schreiben zur Installation von FreeBSD auf GPT partitionierten Platten mit UFS, UFS root fs + ZFS und ZFS only, denn da gibt es noch so den ein oder andern Stoplerstrick z.B. LOADER_ZFS_ENABLE=yes setzen.

lockdoc: Mach dir darum mal keine sorgen. Das Rootdateisystem sollte immder das erste sein um es dem Bootloader einfacher zu machen, dann folgt traditionell swap in der Regel gefolgt von /tmp gefolgt von /var und /usr und zuletzt /home. Die meisten schmeissen alle Daten nach /home um die maximale Flexibiltät zu bekommen. Nicht sonderlich elegant aber es funktioniert.
/, swap, /tmp, /usr und /var nehmen nur einen Bruchteil einer modernen Festplatte ein. Somit kannst du den Rest noch immer fast beliebig verteilen.

MfG Crest
 
FreeBSD kann in Version 8.0 dann auch endlich 24 Partitionen pro Slice verwalten. Wobei ich allerdings eh grundsätzlich auf die alten BSDLabel verzichten würde und stattdessen lieber GPT-Partitionen nutzen würde. Man kann davon nicht nur 2^32 Stück pro Datenträger anlegen, man kann vor allem auch Medien partitionieren, die länger als 2TiB sind. Entsprechende Platten werden wir vielleicht noch dieses Jahr sehen...
 
Was is denn außer der Speichergröße und der Anzahl der Partitionen pro Slice so besonders an GPT Partitionen?
 
Leider ist das ganze recht schlecht dokumentiert. Ich sollte wohl echt am besten mal ein Tutorial schreiben zur Installation von FreeBSD auf GPT partitionierten Platten mit UFS, UFS root fs + ZFS und ZFS only, denn da gibt es noch so den ein oder andern Stoplerstrick z.B. LOADER_ZFS_ENABLE=yes setzen.

Das wäre eine super Sache!!!
 
GPT-Partitionen sind viel einfacher handzuhaben. Partitionen löschen, neue einfügen geht (technisch gesehen) deutlich einfacher. Sie sind robuster, einen GPT kaputtzubekommen ist praktisch unmöglich. Das Schema überlebt dank Hashes und Backups es sogar, wenn die ersten Spuren der Platte überschrieben werden. Und dank UUIDs sind Partitionszuweisungen eindeutig, wohingegen es bei den alten MBR-Tabellen diverse Überschneidungen gibt.
 
Kann man auch ganz normal diese GPT-Partitionen mit Geli verschlüsseln oder ist es da anders?

Also jetzt kriege ich keine neue Partition mehr NACH DER INSTALLATION hin:

Code:
                         FreeBSD Disklabel Editor

Disk: ad10      Partition name: ad10s1  Free: 1928356257 blocks (919GB)

Part      Mount          Size Newfs   Part      Mount          Size Newfs
----      -----          ---- -----   ----      -----          ---- -----
ad10s1a   <none>      10240MB *
ad10s1b   swap         2048MB SWAP

Man sieht da ist noch jede menge platz

Wenn ich jetzt:

Code:
                         FreeBSD Disklabel Editor

Disk: ad10      Partition name: ad10s1  Free: 1928356257 blocks (919GB)

Part      Mount          Size Newfs   Part      Mount          Size Newfs
----      -----          ---- -----   ----      -----          ---- -----
ad10s1a   <none>      10240MB *
ad10s1b   swap         2048MB SWAP






       ┌──────────────────────────── Value Required ────────────────────────────┐
       │ Please specify the partition size in blocks or append a trailing G for │
       │ gigabytes, M for megabytes, or C for cylinders.                        │
The fol│ 1928356257 blocks (941580MB) are free.                                 │
C = Cre│ ┌────────────────────────────────────────────────────────────────────┐ │
N = New│ │1928356257                                                          │ │
T = Tog├─└────────────────────────────────────────────────────────────────────┘─┤
       │                         [  OK  ]       Cancel                          │
Use F1 └────────────────────────────────────────────────────────────────────────┘

erscheint folgendes:
Code:
                         FreeBSD Disklabel Editor

Disk: ad10      Partition name: ad10s1  Free: 0 blocks (0MB)

Part      Mount          Size Newfs   Part      Mount          Size Newfs
----      -----          ---- -----   ----      -----          ---- -----
ad10s1a   <none>      10240MB *
ad10s1b   swap         2048MB SWAP
ad10s1d   /data         919GB UFS2+S Y
Dann nochmal "W" drücken
Code:
                         FreeBSD Disklabel Editor

Disk: ad10      Partition name: ad10s1  Free: 0 blocks (0MB)

Part      Mount          Size Newfs   Part      Mount          Size Newfs
----      -----          ---- -----   ----      -----          ---- -----
ad10s1a   <none>      10240MB *
ad10s1b   swap         2048MB SWAP
ad10s1d   /data         919GB UFS2+S Y




         ┌─────────────────── User Confirmation Requested ────────────────────┐
         │ WARNING:  This should only be used when modifying an EXISTING      │
         │ installation.  If you are installing FreeBSD for the first time    │
         │ then you should simply type Q when you're finished here and your   │
The follo│ changes will be committed in one batch automatically at the end of │
C = Creat│ these questions.                                                   │
N = Newfs│                                                                    │
T = Toggl│ Are you absolutely sure you want to do this now?                   │
         ├────────────────────────────────────────────────────────────────────┤
Use F1 or│                        [ Yes ]         No                          │
         └────────────────────────────────────────────────────────────────────┘
Und
Code:
                         FreeBSD Disklabel Editor

Disk: ad10      Partition name: ad10s1  Free: 0 blocks (0MB)

Part      Mount          Size Newfs   Part      Mount          Size Newfs
----      -----          ---- -----   ----      -----          ---- -----
ad10s1a   <none>      10240MB *
ad10s1b   swap         2048MB SWAP
ad10s1d   /data         919GB UFS2+S Y







          ┌──────────────────────────── Message ─────────────────────────────┐
The follow│Error mounting /dev/ad10s1d on /data : No such file or directory  │
C = Create├──────────────────────────────────────────────────────────(100%)──┤
N = Newfs │                           [  OK  ]                               │
T = Toggle└─────────────────────[ Press enter or space ]─────────────────────┘

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Jetzt ist aber nach dem verlassen von sysinstall keine neue Partition unter /dev vorhanden.
Ich verstehe das irgendwie nicht... Was ist denn hier falsch?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwei Punkte. Einmal erlaubt FreeBSD normalerweise nicht, an einer Partitionstabelle herumzufummeln, so lange noch Partitionen von ihr eingehängt sind. Das ist einfach ein Sicherheitsfeature, damit man sich nicht den Hintern wegschießt. Um es zu umgegehen musst du vor dem Aufruf des Partitionseditors "sysctl kern.geom.debugflags 16" setzen und hinterher wieder "sysctl kern.geom.debugflags 0". Erst dann darfst du die Tabelle überhaupt editieren.
Der zweite Punkt ist, dass man nach der Installation gar kein sysinstall(8) nutzen soll, sondern sade(8). Das ist der Partitionseditor alleinstehend, also aus sysinstall herausgelöst. Ist ein wenig sicherer.
 
Hi Yamagi,
das mit debugflags=16 hatte ich gemacht. Die Sache mit sade war mir neu, aber auch hier scheint das selbe Problem aufzutauchen wie ich oben beschrieben hatte.
Das neue Label ist einfach nicht da, auch die selbe Fehlermeldung kommt, wie mit sysinstall.

Kann ich das noch irgendwie anders machen?
 
Kann ich das noch irgendwie anders machen?
Mal ganz blöd gefragt: das Verzeichnis /data existiert? Ich meine mich dunkel erinnern zu können, dass ich so ein ähnliches Problem auch schonmal hatte.

Wenn du sowieso frisch installierst ist vielleicht auch eine Installation mit Hilfe von mfsBSD einen Versuch wert. Damit ist man wesentlich flexibler in der Gestaltung der Plattenaufteilung als sysinstall, kann aber trotzdem damit die eigentliche Installation durchführen (übers Netz dann halt).

HTH & Ciao.
Markus
 
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