per SSH mit Root-Rechten arbeiten

Sloop

Well-Known Member
Hallihallöchen,

vorweg: ich bin Anfänger :)

ich arbeite mit FreeBSD 6.1 und habe SSHd laufen, und die sshd_config lediglich wie folgt abgeändert: Port abgeändert, und nur v2 zulassen, Root-Login nicht erlaubt (aus Sicherheitsgründen). Funktioniert soweit alles super und ich kann mich per SSH auf der FBSD-Maschine einloggen. Nun ist mir folgendes aufgefallen und das stört mich ein wenig:

1.) wenn ich Tab nutzen möchte, um die automatische Pfad/Datei-Vervollständigung zu nutzen, wie ich es gewohnt bin, dann funktioniert das nicht wenn ich mit meinem normalen Useraccount eingeloggt bin. Auch lokal (also kein SSH) das gleiche Problem. TAB funzt einfach nicht. Wo/wie kann ich das einschalten? und wieso ist das nicht standardmässig aktiviert?

2.) möchte ich was installieren oder ähnliches, bei dem ich Root-Zugriff brauche, dann kann ich kein SU machen. Stattdessen gibt's ja das SUDO. Laut manpage habe ich das sudoers file bearbeitet, und direkt unter der Zeile wo der Root für unbeschränkten Zugriff drinsteht, meinen Usernamen eingetragen. Somit kann ich, wenn ich über SSH mit meinem Usernamen eingeloggt bin, "sudo" absetzen, mein Benuzterpasswort eingeben, und ich kann alles machen wozu ist Lust und Laune habe. Richtig? Was ist empfehlenswerter? "sudo" zu verwenden wenn nötig, oder lieber meinen Benutzeraccount in die Gruppe "wheel" setzen und wenn nötig SU verwenden, wenn ich mit meinem Benutzeraccount eingeloggt bin?? was ist eure Empfehlung oder Meinung?

Ein BSD-Neuling freut sich auf eure wie immer hilfreiche Antworten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Sloop!

Zu 1) kannst Du Dich auch gerne mal hier umsehen.

Zu 2): Ich bin nicht wirklich ein Freak hinsichtlich Sicherheit auf dem eigenen Rechner, mir reicht schon die Sicherheit, die ich erlange, wenn ich kein Windows verwende, deshalb mach ichs mir gern komfortabel und darum ist in diesem Falle mein Lösungsvorschlag: nimm su(1)!

Viel Spaß noch bei *BSD, Herakles
 
Na ja ob sudo sicherer ist als su sei mal dahingestellt (Die OpenBSDler behaupten das ja gerne ;-).
Was aber auf jeden Fall stimmt ist das sudo flexibler ist und somit man damit sehr viel feiner bestimen kann wer genau was darf. Wer das nicht braucht, alleine auf seiner Kiste ist, dem sollte normal su genügen.
 
Hallo!

1.) wenn ich Tab nutzen möchte, um die automatische Pfad/Datei-Vervollständigung zu nutzen, wie ich es gewohnt bin, dann funktioniert das nicht
Du verwendest schlicht die falsche Shell, vermutlich /bin/sh (mit pw usershow $USER kannst du dir das ansehen). Installiere dir doch shells/bash2 oder meinetwegen auch shells/bash (Version 3)- die 3er stürzt bei mir allerdings hin und wieder ab.

2.) möchte ich was installieren oder ähnliches, bei dem ich Root-Zugriff brauche, dann kann ich kein SU machen.
Dann bist du noch nicht tief genug ins Handbook abgetaucht (ah! Ich sehe gerade weiter unten, du weißt es ja doch).

Stattdessen gibt's ja das SUDO.
Oder das.

Was ist empfehlenswerter?
Das ist wohl reine Geschmackssache. Ich verwende su. Und außerdem das schon erwähnte screen.

Ciao.
Markus Mann
];-)
 
ob sudo sicherer ist als su, wage ich zu bezweifeln, überhaupt ist das selektive verteilen von root-rechten ne ganz gefährliche sache, auch der 10min standard-timeout wo man sein passwort nicht nochmal eingeben muss ist ein risiko.
 
@soul-rebel: von so etwas bin ich nicht der Fan, also passwort muss bei mir schon sein. Es stimmt natürlich, dass ich mit sudo selektiv wählen kann wer was genau machen darf. Allerdings war mein Grundgedanke folgender:

- Wenn ich nur mit sudo arbeite, dann benötige ich nur ein Passwort und habe Root-Zugriff (wenn ich sudoers file so beschissen konfiguriert habe, und diesem User Zugriff gegeben habe). Ich gehe jetzt vom worst case aus.

- Wenn ich ich mit su arbeiten, dann benötige ich zwei Passwörter. Erstens muss ich mich mich meinem normalen Benuzter per SSH einloggen (da ich ja root-Logins verweigert habe) und dann muss ich noch das root-Passwort kennen wenn ich "su" abgesetzt habe. Somit benötige ich in diesem Falls zwei Passwörter, um an die Root-Zugriffsrechte zu gelangen.

Das war eben meine ursprüngliche Idee, und ich dachte dass somit die "su"-Variante sicherer wäre und wollte eure Ideen hierzu. Screen sagt mir bis jetzt noch nichts, werde mich aber da mal reinarbeiten und schauen was man damit so alles anstellen kann.
 
Sudo nutze ich dazu um einem Anwender bestimmte sonderrechte einzuräumen. Wer das Root-Kennwort kennt (also lokal alles machen darf) nutzt su.

Beispiele:
Nutzer soll den Rechner per SSH herunter fahren können->sudo
Nutzer benutzt den Rechner alleine und braucht vollen root zugriff->su
rechner soll usb-sticks mounten können-> Eintrag in fstab :D

Mann muss nur aufpassen dass man jemandem mit sudo nicht mehr rechte gibt als einem eigentlich lieb ist...
 
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