Performancevergleich: Mailserver unter FreeBSD und Linux

In dem Text steht ja, dass er die Standardeinstellungen genommen hat. Wie sieht das mit SMP aus? Ist das in 5.4 default aktiviert? Die wurden sich da nicht ganz grün, anscheinend ist es in FC3,FC4 aktiv.

carb
 
SMP ist bei FreeBSD bisher immer standardmäßig deaktiviert. Er schreibt auch, das er das BSD im Single-CPU-Modus betrieben hat.

cla
 
Ja, das schrieb er. Und bei Fedora war es aktiviert. Es ist aber sehr erstaunlich, dass 1xCPU Freebsd das 2xCPU Fedora mit Postfix so extrem hinter sich lässt. Versteh mich nicht falsch, ich glaube nicht an den Symmetric MultiProcessor Gott, aber irgendwo müssen ja FC3,4 Vorteile im SMP Betrieb liegen?! Oder ist Mails verschicken für 2 Prozessoren so extrem ineffizient, dass es schon wieder nachteilig wirkt?

carb
 
Hallo asg,

sehr interessanter Benchmark.
Aaaaaaber. Ist das nicht der berühmte Äpfel-Birnen-Vergleich?

Es ist bekannt, dass Betriebssysteme mit eingeschalteter SMP-Option auf Single-CPU-Rechnern langsamer sind als Betriebssysteme, die nur für eine CPU konzipiert sind. Der Grund hierfür ist, dass der Verwaltungsaufwand bei SMP-OS größer ist: CPU-Cache-Koordinierung, DMA-Verwaltung usw.

Viele Grüße

Jürgen
 
asg schrieb:
Unter http://www.bsdforums.org/forums/showthread.php?t=34926 gibt es einen Performancevergleich zwischen FreeBSD 5.4 und FedoraCore3 mit Postfix und Sendmail.

Interssant ist nicht nur das FreeBSD5.4 besser performt, sondern, für viele nicht überraschend, das Postfix Sendmail um Längen hinter sich lässt.

Aber urteilt selbst...


Nun ich halte solche Vergleichstests meist für Sehr fragwürdig (glaub nur der Statistik die DU selbst gefälscht hast), aber aus eigener Erfahrung kann ich behaupten das die Solaris Kisten die Mailserver spielen (Netra 250 2 Cpu's)bei uns und unseren Kunden die Linuxkisten (fast ausschließlich Dual PIII und Xeon ) locker im Regen stehen lassen. Aber man kann das schlecht vergleichen da völlig andere Architektur und Sun einfach auf I/O ausgelegt sind.

Ich denke ja nach Konfiguration schlägt das oben genannte Beispiel je nach Linux oder Free BSD aus, es funktionieren beide.

Das Sendmail nicht der schnellste Zeitgenosse ist, mag sein aber man kann Postfix oder Exim auch so zerkonfigurieren das sie langsamer laufen. Sendmail ist eben eine eierlegende Wollmilchsau und Postfix, Exim oder Qmail sind eben modularer, daher sehe ich das auch nicht als Überraschung an.

Interessant wäre das ganze wenn man Spamassassin noch integriert hätte um die SMTP Queue abzugreifen und ne Teergrube angelegt hätte. Dann könnte man schon mehr rauslesen. Auch das ausprobieren mehrer Filesysteme wie ReiserFS, XFS wäre interessant gewesen, ext3 funktioniert zwar sehr zuverlässig, ist aber doch relativ "gemächlich" im Vergleich zu anderen Journaling File Systemen.
 
carbuncle schrieb:
Ja, das schrieb er. Und bei Fedora war es aktiviert. Es ist aber sehr erstaunlich, dass 1xCPU Freebsd das 2xCPU Fedora mit Postfix so extrem hinter sich lässt. Versteh mich nicht falsch, ich glaube nicht an den Symmetric MultiProcessor Gott, aber irgendwo müssen ja FC3,4 Vorteile im SMP Betrieb liegen?! Oder ist Mails verschicken für 2 Prozessoren so extrem ineffizient, dass es schon wieder nachteilig wirkt?

carb
Imho kommt es nicht so sehr auf die Rechenpower an, sondern auf die I/O Leistung.
 
Der Grund für die schlechte Leistung der Linuxboxen liegt wohl im Logging, das in realtime erfolgt. In irgendeiner Postfixliste habe ich von einem Typ gelesen, der sehr unglücklich war, weil seine dicke Doppel-Xeon-Kiste unter Linux sehr schlaff war.

Die Lösung war eine Änderung der Loggingeigenschaften und schon ging´s ab (die genaue Nomenklatur der Änderung ist mir entfallen). Also: Es ist ein shitty Defaultschalter von Linux, der als angezogene Handbremse fungiert.

ww
 
Zurück
Oben