Deamon schrieb:
Die Frage bezieht sich auf die Rechner auf denen eine Firewal / pf läuft, diese Rechner checken ja erst die Pakete, dadurch kommen die Pakete aber dennoch an genau diesen Rechnern erstmal an und darin liegt halt das Problem bei den Standard-Windows-Firewalls für Einzelbenutzer. Es geht nicht um die Rechner die hinter der Maschine sind die mit FW / pf läuft.
Ok, nehmen wir dich wörtlich: Es geht nur um den Rechner, auf dem pf oder ein anderer Paketfilter läuft (ipfw oder whatever).
1. Ist der Rechner an sich angreifbar durch ein Kernelexploit oder durch Dienste, die kompromittiert werden können: pf bringt gar nichts, der Rechner kann gehackt werden, Paketfilter hin oder her, der Angreifer macht im Zweifel auf der Kiste was er will.
2. Auf dem Rechner laufen auch noch andere Sachen, es gibt ausnutzbare Schwächen im userland: Rechner wird gehackt, siehe oben.
3. In pf oder einem anderen Paketfilter selbst sind Schwachstellen, die ausgenutzt werden können: Kiste könnte im Zweifel gehackt werden.
Soweit die Theorie, jetzt wird es wirklich wichtig:
4. Woher rühren die Schwächen: a) Weil Admin zu blöd ist die Kiste zu patchen oder weil er sie falsch konfiguriert: Rechner wird gehackt, es ist völlig Banane was da drauf läuft, gegen Dummheit gibt es noch keine Pillen. b) Es gibt Angriffspunkte , die keiner kannte: Alles kann gehackt werden, es ist nur eine Frage des Aufwandes. Der ist bei einem unoxiden System aber deutlich höher als unter Windows...
5. Es werden vulns festgestellt: Unix: Binnen 24 Stunden ist fast immer ein patch da, die user werden informiert, jeder Admin mit dem IQ eines Schäferhundes kann das Ding in 10 Minuten patchen. Windows: Es kommt vielleicht ein patch, vielleicht auch nicht; der patch kommt irgendwann, vielleicht in 3 Jahren, vielleicht nie. Dieser patch mag funktionieren, vielleicht reisst er aber 3 neue Löcher auf oder funktioniert überhaupt nicht. Kommt auf den Einzelfall an, darf jeder selber probieren. Richtige Männer nehmen halt ein Windows-System mit PFW als firewall oder surfen mit dem IE, damit können sie ganz locker beweisen, wie gut sie sind, das bezeichne ich als eine Herausforderung...
Conclusio des Ganzen: Unter Unix habe ich genügend Möglichkeiten mich zu Schützen, wenn ich genügend Ressourcen mitbringe. Das ist ein Kann, nicht eine gottgegebene Konstante. Stellt sich jemand zu blöd an bringt das schönste pf nichts. Unter Windows darf ich Hoffen, daß ich mich sicher fühlen darf. Und wir alle wissen ja: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
