PS-Netzwerkdrucker installieren

goofy864

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Nachdem ich mein Audio ohne Hilfe hinbekommen habe, fehlt noch die Druckeranbindung. Ich habe FBSD 7.1. und einen PS Level 2 fähigen Laserdrucker mit eigener Netzwerkkarte. Diese wird auch von KDE-print angezeigt. Wenn ich ihn aber verbinden möchte, sagt mir KDE, daß es Postscript nicht finden kann. Muß ich da unbedingt CUPS installieren oder reicht da Ghostscript?
 
Nein, CUPS musst Du nicht installieren. Ich drucke mit meiner FreeBSD-Kiste ebenfalls auf einen PS-fähigen Netzwerkdrucker; bei mir verrichtet der lpd(8) seinen Dienst.
Kapitel 9 des FreeBSD-Handbuchs erklärt die Konfiguration. freebsd.org ist gerade wohl nicht erreichbar; es sollte aber bei dir auch in /usr/share/doc/handbook liegen ;-)

HTH
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke, klingt gut, allerdings steht da nirgends was von der .PPD-Datei. Normalerweise wird doch sowas benötigt? Ich habe natürlich eine aber ich weiß nicht, wohin damit.
 
wenn du PS drucken willst, brauchst du keine ppd datei.
Denke ich.
Früher brauchte ich keine.
LPD nutze ich lange schon nicht mehr und finde cups wirklich einfacher.
Hast du einen Grund, cups nicht zu wollen?
Du brauchst ja keine Filter zu installieren und keinen Server, nur den reinen Client und der ist nicht viel mehr, als LPD und über ein Webinterface einfacher zu bedienen.
 
Ich hänge mich mit meiner Frage gleich dran:

Im Wiki steht bei der Installation von CUPS, dass man entweder ghostscript-gnu oder ghostscript-gpl installieren soll. In der Portsammlung finde ich die aber nicht.
Da gibt es ghostscript7 und ghostscript8. Wurde da etwas umgestellt oder umbenannt?
 
pchris schrieb:
Im Wiki steht bei der Installation von CUPS, dass man entweder ghostscript-gnu oder ghostscript-gpl installieren soll. In der Portsammlung finde ich die aber nicht.
Da gibt es ghostscript7 und ghostscript8. Wurde da etwas umgestellt oder umbenannt?

Ja:
Code:
$ grep ghostscript-gpl /usr/ports/MOVED
print/ghostscript-afpl|print/ghostscript-gpl|2007-09-24|Replaced by print/ghostscript-gpl
print/ghostscript-afpl-nox11|print/ghostscript-gpl-nox11|2007-09-24|Replaced by print/ghostscript-gpl-nox11
print/ghostscript-gpl|print/ghostscript8|2008-09-05|Renamed for better naming
print/ghostscript-gpl-nox11|print/ghostscript8-nox11|2008-09-05|Renamed for better naming
$ grep ghostscript-gnu /usr/ports/MOVED
print/ghostscript-gnu|print/ghostscript7|2008-09-05|Renamed for better naming
print/ghostscript-gnu-nox11|print/ghostscript7-nox11|2008-09-05|Renamed for better naming
print/ghostscript-gnu-commfont|print/ghostscript7-commfont|2008-09-05|Renamed for better naming
japanese/ghostscript-gnu-jpnfont|print/ghostscript7-jpnfont|2008-09-05|Renamed for better naming
korean/ghostscript-gnu-korfont|print/ghostscript7-korfont|2008-09-05|Renamed for better naming
$
 
Das Thema scheint ja von größerem Interesse zu sein. Ghostscript kann man nicht einzeln installieren. Es ist enthalten in Ghostview oder GSView, was wiederum in KGhostview enthalten ist. Letzteres kann nur im Zusammenhang mit dem Paket KDEGraphics3 installiert werden (ist dort enthalten). Soviel habe ich schon herausgefunden.

Warum ich nicht alles installieren möchte? Ich habe hier nur eine Emulation in Virtual PC und meine Festplattenabbildung ist schon ziemlich voll. Da FBSD UFS verwendet, habe ich Probleme mit der Erweiterung.

Zum Drucker selbst: Ich habe mir die Anleitung durchgelesen und habe nicht alles vollständig verstanden. Kann man mit LPD nicht nur reinen Text drucken? Ich wollte eigentlich auch Graphiken ausdrucken können. Und bei allen Systemen, ob Mac, Windows, Linux etc. benötigt man für PS-Drucker immer eine Druckerbeschreibungsdatei (.PPD). Da steht drin, welche Optionen der Drucker hat bzw. haben kann, z.B. Papierformate, Anzahl der Ablagen, Duplexoption, Auflösung, Speicher, Farbtauglichkeit etc. Auch wenn die Datei bei der Druckerinstallation nicht immer sichtbar ist, ist sie doch vorhanden. Bei Windows ist sie z.B. meist im Installerpaket versteckt und noch zusätzlich als .pp_ komprimiert. Alle PPD-Dateien haben dasselbe Format und sind auf allen Systemen verwendbar. Auf dem PC habe ich z.B. den Adobe Postscript-Druckertreiber. Gibt es den vielleicht auch für FBSD. Ich habe allerdings nichts gefunden.

Was ich benötige, ist eine genauere Anleitung zur Installation eines IP-Netzwerkdruckers mit PS. Der entsprechende Abschnitt im Handbuch stammt noch aus Zeiten der Nadeldrucker und sollte mal überarbeitet werden.

PS: Laut www.bsdforen.de/showthread.php?t=2174 wird CUPS automatisch zusammen mit Samba installiert. Da ich Samba drauf habe, müßte es eigentlich vorhanden sein. Ich kann im Moment nur nicht nachschauen, ob es automatisch gestertet wurde, da ich gerade ein Programm kompiliere.
 
Zuletzt bearbeitet:
du solltest es trotzdem mal genauso probieren, wie es im Handbuch beschrieben ist.
Es ist bei mir wirklich schon fast so lange her, daß es noch Nadeldrucker gab, daß ich zum letzten Mal mit LPD einen Drucker eingebunden habe und dazu Apsfilter nutzte, oder wie das hieß.
PS ist die standard Druckausgabe in fast jedem Unix, das bedeutet, es ist ungefähr, was ein Unix immer als Ausdruck liefert und deshalb wird es nur dann problematischer, wenn ein Text direkt gedruckt werden soll, weil der nicht in PS daherkommt. Deshalb braucht es keiner weiteren Filter oder Einstellungen. Du brauchst quasi nichts weiter, als eine Warteschlange einrichten, in der deine Dateien landen und eine Verbindung zu deinem Drucker. Das macht LPD und manchmal gibt es Drucker, die schon einen LPD laufen lassen und auch eine Warteschlange bieten. Dann kannst du die sogar nutzen und brauchst auf deinem Rechner eigentlich nichts, außer der /etc/printcap sagen, wo der Drucker ist, an den gesendet werden soll.
Alle Informationen, die zusätzlich evtl aus dem Drucker kommen, haben mit dem eigentlichen Drucken nichts zu tun.
Beim Druck wird grundsätzlich ein Dokument genommen, in PS gewandelt, durch einen Druckerfilter gesendet, mit Anweisungen versehen und in die Warteschlange gestellt. Diese Filter und Anweisungen kannst du dir bei PS Druckern sparen und deshalb gehen die fast immer recht problemlos mit einem Unix. Einen extra Treiber, wie unter Windows, der erst dafür sorgt, daß ein PS oder PS-ähnliches Dokument entsteht, wird nicht gebraucht.
Das Zusammenspiel mit X und die gewollte Darstellung sind ein anderes Kapitel und hier kommen ghostview und so ins Spiel. Ghostscript bietet auch eine Reihe von Filtern, die auch weggelassen werden können.

Also, das alles ist bei mir schon wirklich lange her und wenn ich heute einen Rechner für Druckerbetrieb vorsehe, dann nehme ich einfach cups und sehe, wie weit ich damit komme. Ich denke, bei einem PS und Netzwerkdrucker, sollte es gar nicht mehr brauchen.
Und mit LPD, folge mal den Anweisungen im Buch und vergiss zunächst mal die PPD. Sieh mal, was passiert.
 
Danke, laut www.bsdforen.de/showthread.php?p=155807 gehört das PPD-file in
/usr/share/cups/model/. Es soll auch noch eine Möglichkeit geben, über Samba einen auf einem anderen Rechner (Windows-Host-Rechner, auf dem Virtual PC läuft) Druckertreiber anzusprechen. Da der Winsdowsrechner immer läuft, sollte das kein Problem sein. Das geht angeblich, indem man ein paar Zeilen in irgendeine Datei schreibt. Leider kann ich die Quelle im Moment nicht finden.
 
auf einem Rechner, wo ich eigentlich nicht drucken möchte, habe ich eben mal probiert, einen meiner Netzwerkdrucker einzubinden. Mit lpd und ohne Geschnörkel.
Der kann allerdings einen LPD nachahmen, ich tue also so, als würde ich auf einen entfernten PC drucken.
Außerdem kann er direkt einstellen, daß ASCII zu PS gewandelt werden soll oder eben nicht oder ob gar kein Filter auf dem Drucker benutzt werden soll.
Das ist also ein klein wenig einfacher, als bei dir. Nicht so sehr aber und ich will mal zeigen, was ich machte:

/etc/printcap
Code:
kyocera|lp|kyo:\
        :lp=:rm=ip91:rp=lp1:sd=/var/spool/lpd/kyocera:
ip91 ist ein entsprechender Eintrag in der /etc/hosts, der die IP-Adresse des Druckers enthält.
lp1 die "Warteschlange" auf dem Drucker selbst (der kann lp1 bis lp8 und denen unterschiedliche Eigenschaften geben).
sd=/var/spool/lpd/kyocera soll meine lokale Warteschlange sein.
Code:
files# mkdir /var/spool/lpd/kyocera && chmod -R 777 /var/spool/lpd/kyocera
was hinsichtlich der Rechte eher Unsinn ist, ich wollte aber nicht lange damit rummachen.
Code:
files# whereis lpd
lpd: /usr/sbin/lpd /usr/share/man/en.ISO8859-15/man8/lpd.8.gz
zeigte mir, daß lpd installiert ist und nun startete ich den mit Aufruf lpd. Das würde normalerweise automatisiert durch einen Eintrag in der /etc/rc.conf erfolgen.

Anschließend setzte ich die Filterfunktion des Druckers auf ASCII zu PS und sendete eine Textdatei:
files# lpr -Pkyocera /etc/rc.conf
dann änderte ich den Filter auf keinen Filter und sendete eine PS Datei, die ich gerade zuvor aus einer anderen Anwednug erzeugt hatte:
files# lpr -Pkyocera /raid1/Exports/Pit-Filme/output.ps
Beide Ausdrucke kamen an und waren korrekt.

Dazu brauchte es also überhaupt keiner weiteren Eingriffe oder Filter.
Du mußt nun, wenn dein Drucker solch eine Möglichkeit nicht hat, die printcap entsprechend ändern und anpassen. Evtl brauchst du mehere Einträge für Text und PS Dateien. Dann solltest du diese einrichten können, unter dem KDE-Menü zum Beispiel als Standard und ohne weitere Filter.
Solch ein LPD kann auch von einem Windoofs geliefert werden, vermutlich ist das, was du da gelesen hattest.
Alle Informationen kannst du, denke ich, aus dem Handbuch entnehmen und entsprechend übersetzen, evtl einfach ein wenig damit spielen.
 
Danke, laut www.bsdforen.de/showthread.php?p=155807 gehört das PPD-file in
/usr/share/cups/model/. Es soll auch noch eine Möglichkeit geben, über Samba einen auf einem anderen Rechner (Windows-Host-Rechner, auf dem Virtual PC läuft) Druckertreiber anzusprechen. Da der Winsdowsrechner immer läuft, sollte das kein Problem sein. Das geht angeblich, indem man ein paar Zeilen in irgendeine Datei schreibt. Leider kann ich die Quelle im Moment nicht finden.

Nochmal deswegen: in dem Thread, den du oben zitierst, geht es um einen nicht PS Drucker und um cups.
in der Beschreibung zu cups steht:
CUPS adds network printer browsing and PostScript Printer Description ("PPD") based printing options to support real-world printing under UNIX.
Ich bin ziemlich sicher, daß es genau darum geht, solche Dateien nicht unbedingt zusammen mit einem PS-Drucker haben zu müssen.

Wenn cups, dann geht das zwar auch über KDE-Menü, doch ich halte sehr viel mehr von der direkten Einrichtung über das Cups Interface.
Einfach in einem Browser http://localhost:631 sollte genügen und die Möglichkeiten sind sehr schön selbsterklärend. Alle Einstellungen werden von KDE übernommen.
Dieser Eintrag ist im K-Menü falsch belegt und sollte geändert werden. Unter System/Druckerverwaltung steht ein untauglicher Eintrag.
Code:
konqueror http://localhost:631/
zum Beispiel ist hier viel besser.
 
Danke, werde ich morgen ausprobieren. Allerdings habe ich ja die PPD-Datei vom Mac, da läuft der gleiche Drucker auch über CUPS.

Später: Ich habe nachgeschaut, CUPS ist nicht installiert. Damit brauche ich auch das PPD-File nicht. Ich werde es daher mit lpd versuchen. Allerdings ist meine VLC-Installation gerade steckengeblieben und ich muß dies vorher klären. Ich werde dann später weiter berichten.
 
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