QIC150 Bänder von Nixdorf Quattro/40 einlesen

Elwood

Naiver Mutmaßlicher
Ich habe QIC150 Bänder unserer alten Quattro/40 gefunden. Ich nehme an, dass es Komplettbackups der LUs sind. Wie kann ich so ein Band unter FreeBSD in eine Datei kopieren?

Mit

Code:
dd if=/dev/sa0 of=/usr/QIC150
0+0 records in
0+0 records out
0 bytes transferred in 0.000065 secs (0 bytes/sec)
komme ich nicht recht voran.

Code:
Streamer wird erkannt:
<TANDBERG TDC 3800 -04:>           at scbus0 target 1 lun 0 (sa0,pass1)

und

Code:
mt status
Mode      Density              Blocksize      bpi      Compression
Current:  0x10:QIC-150         512 bytes      10000    unsupported
---------available modes---------
0:        0x10:QIC-150         512 bytes      10000    unsupported
1:        0x10:QIC-150         512 bytes      10000    unsupported
2:        0x10:QIC-150         512 bytes      10000    unsupported
3:        0x10:QIC-150         512 bytes      10000    unsupported
---------------------------------
Current Driver State: at rest.
---------------------------------
File Number: 0  Record Number: 0        Residual Count 0
sieht auch erstmal gut aus.
 
Ein Schuss ins blaue. Sollte das nicht eine Aufgabe für tar sein? Dafür ist es doch schließlich mal geschrieben worden.
 
Danke für den Schuß ins Blaue... Leider auch kein Erfolg, was in sofern nicht verwunderlich ist, da das OS auf der Q/40 (wars NIROS?!) nicht wirklich viel mit Un*x zu tun hat(te).
Das Ganze ist - soweit ich mich dunkel entsinnen kann - auch alles in EBCDIC kodiert. Nichts desto trotz sollte m.E. einen 1:1 Kopie vom Band in eine Datei irgendwie machbar sein.
 
Mal ganz blind geraten. "dd if=/dev/sa0 of=/usr/QIC15" gibt ja keine Blocksize an. Brauchst du vielleicht eine? dd(1) unter BSD wählt sie - anders als unter Linux - normalerweise nicht automatisch und wenn das Gerät keine universelle Blöckgröße kann, gibt es schlicht keine Daten heraus... Schaue dir auch mal sysutils/sdd (unter FreeBSD) an. Dann ist ein etwas besser implementiertes dd, es ist schneller und etwas kompatibler, was Blockgrößen betrifft.
 
Ah, Danke für den Tip, sdd war noch nicht auf meinem Radar. Hatte es auch plump mit bs=10k und bs=512 probiert, ohne nennenswerten Erfolg.
 
Irgendwie nichts zu machen. Nen kleines C-programm gebastelt, welches byteweise das Band auslesen soll.. Bekomme kein einziges Byte vom Band.

Ich befürchte, das man das mit dem sa-Treiber nicht machen kann. Ich habe in alten Dokus der Maschine gestöbert und etwas von sogenannten GAPs gefunden. Damit wird das Band in Bereiche eingeteilt. Wenn der sa das nicht kennt, werd ich Trauer haben.

PS: Hab mal in die Maschine reingeguckt. Da steckt doch tatsächlich eine 5¼ Zoll Seagate SCSI (300MB) mit voller Bauhöhe drin. Hätte nicht gedacht, dass sowas noch Mitte/Ende der Neunziger verbaut wurde.
 
Das weckt Erinnerungen, aber bringt dir keinerlei Hilfe. Zu Zeiten, als die Quattro/40 und ähnliche gerade noch neu waren, habe ich die alte Nixdorf AG schon verlassen und hatte also nie einen Kurs auf diese gemacht.
Bei anderen Geräten, die ich heute noch so im Betrieb sehe, wird ähnliche Technologie verwendet und es ist nichts außergewöhnliches, dass es damals quasi keine Standard-Kontroller gab, sondern verschiedene HW-Kommandos direkt aus den Systemen erledigt wurden. So haben wir auch noch wenige Geräte, die auf diese riesen-SCSI-Platten bauen und genau diese auch wieder brauchen. Es kann weder ein anderer Typ (so einfach) eingebaut werden, noch können irgendwelche Daten ausgelesen werden. Es ist in diesem Fall sogar so, dass nicht mal ein bekanntes Dateisystem zur Speicherung der Daten genutzt wird, das waren alles anwendungsbezogene Lösungen.
Nach allem, was du sagst, wird also vermutlich nichts so einfach gehen.
Du könntest vielleicht irgendwie versuchen, direkt auf der Quattro/40 aktiv zu werden und ein File zu exportieren, vielleicht zu einem weiteren Gerät am SCSI Bus, das dann vielleicht ein PC mit einem Konvertierungsprogramm sein könnte.
Sicher schwierig. Und wie zuvor: Schuss ins Blaue, denn wie gesagt, die Quattro/40 kenne ich nicht mehr aus dem Betrieb und würde mich auch nicht mehr erinnern können. Kontakt zu den ehemaligen Kollegen besteht auch nicht mehr, aber vielleicht könnte ich irgendwie noch welche finden. Wieviel die dann wissen, ist natürlich fraglich. Kaum welche konnten ja bei Nixdorf bleiben und dort hatten sich dann die Aufgaben und Modelle ja auch stark gewandelt. Ich mache mir da eigentlich keine Hoffnung. Wenn es dir sehr wichtig ist, könnte ich aber mal in den nächsten Wochen auf die Suche gehen.
 
@pit234a:

Nein, ist nicht dringend. Vielmehr der Versuch sich die alten Daten mal etwas bequemer anzugucken. Hatte schon auf der 8870/M45 einige Programme in BBASIC gebastelt. Wer das mal gemacht hat, weiss wovon ich spreche. Zeilenbasic vom übelsten. Aber waren schon recht fix die Maschinen damals. Nur nen bisschen Stromfresser ... glaub die Verbrauch lag um die 2kW bei der M45.

Muss mal sehen, das ich den Masterport nochmal an die Quattro geklemmt bekomme und dem Teil noch mal Leben einhauchen. Werd dann berichten :D
 
Zeilenbasic vom übelsten
Wie gesagt, erinner ich mich selbst fast gar nicht mehr an diese Dinge, aber soviel ist klar: das war einer der Gründe, mir einen anderen Job zu suchen! Nächte in dunklen Zimmern vor diesen Bernstein-Monitoren und eckige Augen mit dunklen Ringen darunter: da musste ich weg und wollte nie mehr was mit Computern zu tun haben. Bin zwar von der Entwicklung eingeholt worden, doch ich springe nicht wieder auf. Der Zug ist auch schon abgefahren für mich.

Weil wir ja auch hauptsächlich den Umgang mit diesen alten Rechnern lernten und die Reparatur, glaube ich auch nicht wirklich, dass etwas bei der Nachfrage bei meinen ehemaligen Kollegen herauskäme. Wird ja auch mal Zeit, Schluss damit zu machen. Ha. Nebenbei. Da erinnere ich gerade, dass ich mal einen Kurs machte und lernte, wie die Köpfe für die damals neuen Platten-Laufwerke justiert werden. Unglaublich! Das lassen wir besser, bevor es noch nostalgisch wird.

Bin aber mal gespannt, wie du voran kommst. Bye.
 
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