Spezielle Inferface-Bündelung mit TRUNK?

Master One

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Ich bin ein OpenBSD Newbie, und habe vor, in naher Zukunft einen Firewall Router damit einzurichten. Es geht dabei um ein Setup mit 4 Netzwerkkarten und zwei verschiedenen ADSL Leitungen:

rl0: ADSL 2048/512
rl1: ADSL 4096/768
re0: DMZ
re1: LAN

Beide ADSL Leitungen sollen gebündelt werden, um damit die Down-/Upload-Bandbreiten zu kombinieren. Soweit ich bisher lesen konnte, sollte TRUNK dafür in Frage kommen.

Das Problem ist nun folgendes:

Ein Rechner in der DMZ soll dazu gezwungen werden, ausschließlich die ADSL Leitung mit 4096/768 zu benutzen, die anderen Computer in der DMZ oder dem LAN sollen über das virtuelle Trunk-Interface auf das Internet zugreifen können, und somit von der kombinierten Bandbreite profitieren zu können.

Mein Hauptfrage ist nun: Kann auf das physikalische Interface rel1 überhaupt zugegriffen werden, obwohl dieses ein Teil des virtuellen Trunk-Interfaces ist?

In OpenBSD 3.8 gibt es ja nur den Round-Robin Algorithmus, der für diese Trunk-Anwendung in Frage kommt, und dieser scheint ziemlich einfach zu sein. Wird es damit dennoch möglich sein, die zwei ADSL Leitungen mit unterschiedlichen Bandbreiten auch bei hoher Auslastung problemlos zu benutzen, und wie wird es es sich auswirken, wenn auf rl1 von dem einen Rechner in der DMZ direkt zugegriffen wird?

Kann vielleicht jemand ein Beispiel für ein passendes PF-Firewall Ruleset geben, wie man diese Situation handhaben könnte?

Oder gibt es überhaupt einen besseren Ansatz für den gewünschten Einsatz?

Ich meine, "Round-Robin" scheint keine Analyse der Auslastung oder Bandbreite auf den beiden physikalischen Interfaces vorzunehmen, um jenes Interface zu bevorzugen, das die höhere Bandbreite bzw. geringere Auslastung aufweist, da es die Pakete ja einfach nur nur zirkular auf die verfügbaren Ports verteilt, richtig? Wäre in diesem Fall irgendeine Form von zusätzlichem Traffic Shaping sinnvoll, oder bedeutet dies, daß Trunk überhaupt keine gute Idee für diesen Einsatzzweck ist?

Jeder Input ist herzlich willkommen.
 
ich denke mal, ein trunking wird zuallererst daran scheitern, dass der provider da mitspielen muss, oder tut er das?

ansonsten kannst du nur bestimmte dienste ueber eine bestimmte leitung jagen und so in kombination beide leitungen komplett nutzen, aber halt nicht mit nur einem dienst..
 
Eine andere Möglichkeit wäre, über route-to- oder rdr-Rules ebenfalls den Traffic zu verteilen. Trunk arbeitet auf Layer 2, du brauchst also einen Switch zwischen den beiden Interfaces und den ADSL-Leitungen, der auch Trunking unterstützt. Auch hier steht allerdings nur Round-Robin als Pooltyp zur Verfügung.
 
uwerler schrieb:
Trunk arbeitet auf Layer 2, du brauchst also einen Switch zwischen den beiden Interfaces und den ADSL-Leitungen, der auch Trunking unterstützt.
und dann? so funktioniert das trotzdem nicht.
 
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