Uralt-Laptop

mmwwgmx

mmwwgmx
Ich habe hier eine Nuss zu knacken.

Ich besitze ein altes absolut NO-Name-Laptop mit einem tollen Monochrom-Bildschirm, der satte 640x480 Punkte darstellen kann ;-))

Dieses Laptop läuft unter der Kombination IBM DOS 5 / Win 3.11 (würg). Bisher hatte ich es nur noch benutzt, um die Telephonanlage zu warten. Es kam, wie es kommen muss, die Telephonanlage ist kaputt und da steht es. Damit es keinen Schimmel ansetzt und ich nicht den Sondermüll bemühen muss, dachte ich an eine BSD-Installation. CD-Rom ist natürlich nicht, es sei denn, BSD unterstützt ein altes FREECOM-Paralell-Laufwerk. Das müsste ich noch im Keller haben.

Zuerst mal die Eckdaten, die ich kenne:
80486DX4 mit einem "Turbochip" von Kingston aufgebohrt (das waren noch Zeiten...) und tollem AWARD-Bios
RAM 640 und 3072 KB, also knapp 4MB
Monochrom-Display 640x480 EGA/VGA mit Graustufen (immerhin)
Diskettenlaufwerk
PCMCIA-Anschluss (vermtl. nur einer mit voller Höhe)
Legacy-Anschlüsse (paralell, COM1)
Trackball an COM2

Also probiert habe ich zuerst FREEBSD 5.21 und 5.3. Bei beiden dasselbe Phänomen, die Diskette startet, gibt eine Meldung aus (Text=.....) und sagt mir dann irgendwann, der Kernel könne nicht gefunden werden. Ist der zu groß für den Speicher? Könnte 4.11 funktionieren?

Dann dachte ich, ich bin schlau und probierte OpenBSD 3.5. Nach dem Einlegen der zweiten Diskette folgt ein unaufgeforderter Neustart.

Dann dachte ich an NetBSD. Was auch auf einem Toaster (dies ist ein Kompliment, ehrlich!!) läuft muss auf diesem Teil auch gehen. Nach dem Einlegen der bootlap2-Diskette auch ein Neustart. Also die normalen Disketten probiert. Es erscheinen auf dem Bildschirm viele, viele (wohl) bunte Herzchen und ein Neustart. Dann wollte ich schlau sein, habe meinen PSION eingestöpselt (als serielles Terminal) und die bootcom-Disketten verwendet. Allerdings initialisiert die zweite Diskette auch den Bildschirm, viele viele Herzchen und Neustart.

Der Bildschirm scheint wohl das Problem zu sein. Leider kann ich nicht sagen, welcher Chip drinne ist, da weder DOS noch 3.11 ordentlich Auskunft über Hardware geben können. Sehr nützlich, Bill.

Ich habe es mal geschafft, ein SuSE 6.2 bis ins YAST1 zu bekommen, aber mit 4MB Speicher ist dann nichts zu machen ;-))

Welches BSD sollte ich versuchen zu installieren?
Wie bekomme ich es gestartet?

Vielleicht ja doch per VT 100 (PSION), aber warum wird trotzdem der Bildschirm initialisiert? Kann man NetBSD komplett umbiegen? Bis nach der Installation?

Nicht, dass mich einer falsch versteht, ich will keine Groß-Workstation daraus machen, aber Spielen sollte mit dem Gerät erlaubt sein...
 
probier mal www.dettus.net/dettuxx

die ersten beiden disketten reichen aus, um die meisten systeme zum booten zu bewegen. die funktionierten sogar auf dem alten 486 mit 33-mhz(!) von meinen eltern.

der graphicchip duerfte imho irgendwas cga-maessiges sein. oder hercules. oder so. oder ein gnom, der die kaestchen schwarz anmalt.
 
ich hab mal einen gesehen, der hat auf so ein uraltteil minix installiert und sich über die serielle konsole dann immer bei anderen eingeloggt und über die gearbeitet
 
Ihr seid ja alle flott.....

Also die Linux-Disketten werde ich selbstverfreilich ausprobieren.

Ich hatte auf den NetBSD-Spiegeln gesucht und nix altes gefunden. Bin jetzt über ftp4.de.netbsd.org gestolpert und jetzt im Besitz eines NetBSD 1.3, 1.4 und 1.5.

Mein Gott, die drei passen mit den ISO-Images von 2.0 für Amiga, Mac, SUN und i386 auf eine CD- Respekt! Das nenne ich kompakt... Kein Wunder das BSD so flott ist.

Eins von denen könnte es ja sein ;-))

Ich probiere gerade 1.3 auf 'nem Virtual PC aus. Scheint auch da zu booten.
 
Also, die Zeit lief ins Land und ich habe Disketten bespielt, geflucht....

Ich bekomme mit viel Zwinkern und Beten eine NetBSD 1.3.3 zum Booten. Bis zu dem Punkt, an dem NetBSD die kleinen Männchen, die die Felder im Display anmalen sollen, dazu auffordert, einen Modus einzuschalten. Die verkrüppelte Karte kann aber nur 640x480. Daran bleibt er kleben. Das letzte, was ich sehe ist: ROOT FS type is FFS (oder so ähnlich).

Deshalb nochmal meine Frage:

Wie bekomme ich einen PC dazu, aufs serielle Terminal zu gehen? Und warum benutzen die keine OFW, bei der ich dazu 5 Buchstaben brauche? Verfl. Bios. Auf meiner SUN ist das alles etwas einfacher ;-))

Wenn Ihr übrigen mal Windows-Kollegen ärgern wollt, erzählt ihnen, dass es UNIX-Server ohne GraKa gibt. Das beschäftigt alle dann über Tage ;-))
 
hmm... wenn ich nach netbsd und stty suche, find ich nur anleitungen fuer openbsd...
aber egal....
probier mal aus, ob das klappt: um netbsd davon zu ueberzeugen, dass der die serielle console benutzen soll, musst du
Code:
set tty com0
auf dem bootprompt eintippen.

KEINE ahnung, ob netbsd einen bootprompt hat.
 
Zurück
Oben