Ihr seid natürlich Profis und das merkt man auch in den letzten Beiträgen.
Für Profis spielen manchmal ja kleine Unterschiede in der Performance eine große Rolle.
Wenn ich mich aber frage, nur mal so als konstruiertes Beispiel, warum denn mein 10 Jahre alter 500€ Server nicht an die Leistung von Netflix und Co herankommt, spielt die Performance des Dateisystems sicher nicht "die" große Rolle.
Die Beiträge sind trotzdem für mich sehr interessant zu lesen und auch die Einschätzungen von Profis bekommt man ja ansonsten nicht so frei Haus geliefert. Lasst uns aber mal einfach auf die Bedürfnisse eines Heimanwenders beschränken und dann vielleicht noch voraussetzen, dass er ein neues Projekt auch mit neuer HW und ausreichend RAM beginnen möchte: glaubt ihr ernsthaft dass man da einen Performance-Unterschied spüren kann, der von der Wahl des Dateisystems herkommt?
ZFS habe ich auch auf meinem alten Dateiserver, weil es einfach cool mit der Frage der Redundanz umgeht. Ich brauche mir quasi keine großen Gedanken zu machen (wie früher), welches RAID und wohin die Platten zu verteilen sind, sondern ich nehme einfach ZFS, entscheide, wieviel Redundanz ich brauche oder will und den Rest macht mir das Dateisystem und ich bin nicht von irgendwelcher HW abhängig (RAID-Controller und co).
Ob da nun BTRFS etwas schneller wäre? Spielt bei mir keine Rolle.
Ich benutze ZFS aber nicht, weil ich glaube, damit keine Daten verlieren zu können!
Bei mir gibt es häufig Stromausfall, verglichen mit DE. Normalerweise hängt deshalb an allen PCs eine USV, aber am File-Server sind die Batterien schlecht und ich hatte noch keinen Bock, das zu ändern. Der Fileserver bootet von USB-Stick mit UFS(2), ein Klon des Sticks liegt bereit, die Daten liegen auf einem inzwischen veralteten ZFS-Pool. Aber alle wichtigen Daten (und Musik oder Filme gehören nicht dazu) liegen auch noch zusätzlich auf anderen Medien.
Und das hat sich in der Vergangenheit gut bewährt, denn einige Filme habe ich durchaus schon verloren, weil mal etwas schief gegangen ist.
Profis können mit solchen Verlausten nicht leben! Ich kann das schon und es macht mir auch keine Probleme, wenn ich mal ein paar Sekunden auf den Server warten muss (was ich real aber nicht wirklich muss).
Nach den Beiträgen hier, vor Allem der Erklärung von
@Yamagi zur Lage der BSD-Dateisysteme, halte ich die Eingangsfrage eigentlich für beantwortet. Für ausreichend beantwortet.
Ich leite daraus folgende Empfehlung ab: den Server bauen und testen, mehrmals Stecker ziehen und sehen, ob er danach wieder kommt und dann wieder bauen, mit neuen Einstellungen zum Dateisystem, wieder testen und sehen und schließlich Erfahrung sammeln und nachher auch berichten.
Jedenfalls habe ich das vor meiner Entscheidung für ZFS so gemacht. Echter Stress-Test unter meinen eigenen Bedingungen und Anforderungen.