@Martin
Das ist aber auch alles was es ist. Die Schlussfolgerung "Es kann von der Natur nicht gewollt sein" ergo kein "Normalzustand" ergo pervers ist an Einfachheit nicht zu unterbieten und auch Toleranz gegenueber Intoleranz toleriere ich grundsaetzlich nicht. Was aber nicht impliziert, dass hier irgendjemanden Intoleranz unterstelle. Man kann ja etwas pervers finden und es tolerieren, wenn andere Ihre Perversion ausleben.
@Sheep
Was die Natur anbelangt, so ist diese erstaunlich verschwenderisch mit Ihren Ressourcen und gerade deshalb so Effektiv in der Lebenserhaltung. Wie ist es anders zu erklaeren, dass die Samenmenge eines Menschen um so vieles groesser ist als die Anzahl der Eier die Schlussendlich befruchtet werden muessen. Homosexualitaet ist auch in der Tierwelt ist weit verbreitet. Zum Einen dient es der Aufrechterhaltung des sexuellen Antriebes, zum Anderen muss man wohl davon ausgehen, das es ein Mechanismus zum Erhalt der Psyche ist und damit des Lebenswillen dient.
Schafe, die dir zumindestens namentlich bestens vertraut sein duerften, weisen angeblich einen extrem hohen grad an Homosexualitaet auf.
Pinguine, ohnehin Psychopathen, sind monogame Zeitgenossen, die haeufig, wenn sie, wie man wunderbar am Bremer Zoo begutachten konnte, keine "abgekommen@, zur Homosexualitaet "uebergehen". Auch hier kann man davon ausgehen, das die Natur den Erhalt des Lebens vorzieht als es an Einsamkeit zugrunde gehen zu lassen.
Die statistische Normalitaet ist das Paar zwischen beiden Geschlechtern. Allerdings duerfte die statistische Normalitaet des Geschlechtsverkehrs zwischen zwei Menschen, inzwischen eher dem Vergnuegen als dem Zwecke der Reproduktion dienen. Deiner Argumentation zufolge ist eines der beiden Dinge pervers.
a) Das sexuelle Vergnuegen, da "sicher nicht von der Natur gewollt"
b) Die Fortpflanzung, da keine statistische Normalitaet.
Im Jahre des Herrn, also Einstein, erlaube ich es mir ihn auch zu zitieren:
einstein schrieb:
Die meisten Menschen haben einen Horizont mit dem Radius von Null, und den nennen Sie Ihren Standpunkt
Wer das jetzt persoenlich nimmt hat es nicht besser verdient.
In diesem Sinne warne ich davor allem Leben eine "Natuerlichkeit" abzusprechen, den das Einzige, von dem Sicher ausgehen kann, was die Natur verfolgt ist das Leben an sich, in all seinen Facetten.
Mir persoenlich ist dabei ohnehin lieber, das zwei Menschen sich lieben, anstatt zu masakrieren. Aber da sind wir wieder bei dem Standpunkt.
dr. phil. minus eins