nun, vielleicht meine Bedenken dazu:
mein System läuft von USB-Stick, den ich in das Gehäuse verlegt habe. Die Performance des Sticks ist unter FreeBSD (7.4) nicht Welterschütternd, aber ausreichend. Dabei vermeide ich so gut es geht jeglichen Zugriff auf den Stick, er wird quasi nur zum Booten benutzt. Die Verzeichnisse, wohin ich interessante logs schreibe, sind nicht darauf, es gibt keinen Journal zu dem verwendeten Filesystem und es ist tempfs genutzt. Ich betreibe also einigen Aufwand, den Stick von allen Zugriffen während des Betriebs zu entlasten und nun soll ich genau das Gegenteil machen und einen Stick zusätzlich anbringen, der nicht nur immens wichtige Daten enthält, sondern auch noch die Geschwindigkeiten erhöht, weil nun reichlich darauf geloggt wird. Das steht doch im Widerspruch zu meinen bisherigen Bemühungen.
Ich habe eben mal einen beliebigen Sick aus meiner Kiste gegriffen, jener Kiste, wo die "guten" Sticks drin liegen. In einer anderen habe ich die sehr langsamen und trägen liegen, die eigentlich mal entsorgt werden könnten. Ich denke, der Stick war leer, nun ist er es jedenfalls. Er hat 4GB, ich schreibe mal 1G dorthin:
Code:
pit@syo ~:-> dd if=/dev/zero of=/dev/da0s1 bs=1g count=1
1+0 records in
1+0 records out
1073741824 bytes transferred in 152.691094 secs (7032118 bytes/sec)
Wenn ich das richtig lese, sind das ca 7MB/s schreibend. Dabei ist nicht irgendein Dateisystem berücksichtigt, ich schreibe ja direkt auf das Gerät, bzw in die Partition. Ich denke, das dürfte die Maximal-Geschwindigkeit sein.
Mein PC ist etwa Baujahr 2006, die ältesten Dateien finde ich seit 2007. dmesg sagt zum Stick:
Code:
ugen6.2: <USBest Technology> at usbus6
umass0: <USBest Technology USB Mass Storage Device, class 0/0, rev 2.00/1.00, addr 2> on usbus6
umass0: SCSI over Bulk-Only; quirks = 0x0000
umass0:3:0:-1: Attached to scbus3
da0 at umass-sim0 bus 0 scbus3 target 0 lun 0
da0: <Ut165 USB2FlashStorage 0.00> Removable Direct Access SCSI-2 device
da0: 40.000MB/s transfers
da0: 3856MB (7897088 512 byte sectors: 255H 63S/T 491C)
Mit meiner eingebauten SATA Platte (es sind zwei am eingebauten HW Raid als Raid0 zusammengeschaltet) komme ich auf etwas mehr, als das zehnfache dieser Rate!
Auf meinem Fileserver, der etwa gleiche HW hat, dürfte das nicht viel anders aussehen. Wir hatten verschiedene Tests hier schon mal durchgeführt und auch mit bonnie ergaben sich ziemlich gleiche Werte. Jedenfalls in der Größenordnung deutlich sehr viel schneller auf die Festplatten, als auf ein USB-Gerät.
Wenn ich mir das vor Augen halte und auch die Beschreibung, dass ein etwa 100MB großes Gerät genügt, frage ich mich, ob es nicht sehr viel besser wäre, ein Stück Speicher dafür zu verwenden und als ZIL-Gerät festzulegen. Ich habe mir nicht wirklich viele Gedanken darum gemacht, denke mir, ein Verzeichnis im /tmp, das auf tmpfs läuft, könnte bereits alles sein, was es dazu braucht. Im Zweifel halt ein md-Gerät, das noch gebaut werden müsste.
USB will mir nicht so recht eingehen. Dann schon eher eine SD-Platte, doch die wäre ja ziemlich verschwendet.
und vielleicht probiere ich später den gleichen Stick mal noch an einem anderen Rechner. Mit Betriebssystemen vom Stick erlebte ich, dass ein GNU/Linux in einen unglaublichen Geschwindigkeitsrausch kam und ein FreeBSD von gleichen Stick nur so vor sich hinkroch. Da gibt es offenbar Unterschiede und die ursprünglichen Empfehlungen bezogen sich ja immer auf ein Solaris, das vielleicht ja auch flotter mit Sticks umgehen kann. Meine Erfahrung ist nicht aktuell. Die Vergleiche machte ich mit FreeBSD 6er und 7er Versionen. Meine derzeit benutzte 8.2-RELEASE sieht mir aber ziemlich gleich aus.