Libraries weren gelöscht?

Hallo,
Wie kann es sein das Libraries bei einer Installation gelöscht werden?
Ich habe Midnight Commander installiert (mc 4.6.1_6 mit allen Oprionen) und einen Fehler dabei gehabt:

>cd /usr/ports/misc/mc
>portupgrade -NRP
==> ! misc/mc (unknown build error)
Shared object "libintl.so.8" not found, required by "gmake"
Nochmal mit:
>make clean
>make install clean
Geht jetzt aber es war irgendwas schon vorhanden und deshalb ist die Installation abgebrochen. Ich habe sie dann fortgesetzt mit:
>setenv FORCE_PKG_REGISTER 1
und mit
>make install clean
=> gettext-0.16.1.tar.gz
=> pcre-7.6
=> glib-2.14.6
=>....u.v.m.
wurde alles installiert und der MC funktioniert auch!

Aber jetzt bekomme ich plötzlich bei anderen Programmen/Diensten Fehler - sie können nicht mehr starten:
Code:
>/usr/local/etc/rc.d/saslauthd start
Starting saslauthd.
/libexec/ld-elf.so.1: Shared object "libk5crypto.so" not found, required by "saslauthd"

>/usr/local/etc/rc.d/slapd start
Starting slapd.
/libexec/ld-elf.so.1: Shared object "libldap_r-2.3.so.2" not found, required by "slapd"
Warum sind die Libraries fort? SALS und OpenLDAP ist doch was ganz anderes als der MC. Ausserdem hießt es bei UNIX sollen verschiedene Versionen nebenaneinder exisitieren können: xxx-13.2.so.2, xxx-13.2.so.7, xxx-13.2.so.18 etc..?

Was müsste ich jetzt machen SASL und LDAP neu übersetzen?
Vielleicht fehlt auch noch mehr...wie bekomme ich das raus?


Vielen Dank!
 
Was gefunden: ldd (zeigt alle shard objekt die von einem Programm benötigt werden):
Code:
>ldd /usr/local/libexec/slapd
/usr/local/libexec/slapd:
        libldap_r-2.3.so.2 => not found (0x0)
        liblber-2.3.so.2 => not found (0x0)
        libltdl.so.4 => not found (0x0)
        libsasl2.so.2 => not found (0x0)
        libssl.so.5 => /usr/lib/libssl.so.5 (0x28155000)
        libcrypto.so.5 => /lib/libcrypto.so.5 (0x28196000)
        libfetch.so.5 => /usr/lib/libfetch.so.5 (0x282ef000)
        libcom_err.so.4 => /usr/lib/libcom_err.so.4 (0x282fc000)
        libcrypt.so.4 => /lib/libcrypt.so.4 (0x282fe000)
        libwrap.so.5 => /usr/lib/libwrap.so.5 (0x28317000)
        libthr.so.3 => /lib/libthr.so.3 (0x2831e000)
        libc.so.7 => /lib/libc.so.7 (0x28331000)

???
libldap_r-2.3.so.2 => not found (0x0)
liblber-2.3.so.2 => not found (0x0)
libltdl.so.4 => not found (0x0)
libsasl2.so.2 => not found (0x0)

Warum sind die jetzt nach der Installation von MC weg?
 
Mit pkg_libchk aus sysutils/bsdadminscripts kannst du feststellen, wo genau die Libraries vermisst werden und die entsprechenden Pakete neu bauen.
 
Hi fine!

Code:
pkg_validate gibt mir die Meldung "126 of 218 packages appear to be damaged."
pkg_libchk hat 853 Ausgaben "misses libxyz..."

Das halbe System ist also quasi hinüber. Ich frage mich nur wie das durch eine einzigste Installation (Midnight Commander s.o.) kommen kann?
 
Probier mal pkg_libchk -n, das ist nicht ganz so streng. Da du portupgrade verwendest linken wahrscheinlich noch Unmengen Pakete zu /usr/local/lib/compat/pkg, wo sie sich seit der Erstinstallation des Systems gesammelt haben. Das wird von pkg_libchk ohne das -n Flag auch als missing betrachtet. Die praxis einfach alte Libraries auf dem System zu lassen bringt natürlich das Risiko, dass obwohl aktuelle Libraries vorhanden sind, weiterhin alte mit Sicherheitslücken weiterverwendet werden.

Die pkg_validate Meldung sieht nach einem massiven Datenschaden aus. Einige Ports haben immer Dateien bei denen die die Prüfsumme nicht stimmt (Dateien mit Metadaten zum Beispiel) oder bei denen Dateien als fehlend gemeldet werden, weil die plist falsch ist (zum Beispiel gstreamer-plugins-ugly, PRs und E-Mails diesbezüglich wurden immer ignoriert). Aber bei meinem System mit ca. 750 Paketen sind das dann ca. 10 Pakete. 50% sieht nach einem echten Problem aus. Vielleicht ist auch einfach deine Paketdatenbank total hinüber.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
und Danke erst mal...
Die praxis einfach alte Libraries auf dem System zu lassen bringt natürlich das Risiko, dass obwohl aktuelle Libraries vorhanden sind, weiterhin alte mit Sicherheitslücken weiterverwendet werden.
..aber den Vorteil wenn man noch Installationen vor hat nicht immer wieder alles neu herunter zu laden. Die Paktete bei mir sollten erst 1-2 Monate alt sein.

50% sieht nach einem echten Problem aus. Vielleicht ist auch einfach deine Paketdatenbank total hinüber.
Ich denke ich werde das meiste noch mal neu installieren müssen. Hoffentlich liegt es nicht an der Platte; siehe hierzu http://www.bsdforen.de/showthread.php?t=20658 Die einzelnen Shared Libs finde ich tatsächlich nicht mehr (zB bei s.o. SASL, Openldap, >ldd /usr/local/libexec/slapd)

@Ergänzung: halt stop - in /usr/local/info/lib/ habe ich welche gefunden. Was ist "../info/lib"?
Warum findet sie das System nicht mehr..?
Mein LD_LIBRARY_PATH: LD_LIBRARY_PATH=/usr/local/lib:/usr/lib:/lib:/usr/local/X11/lib:/


pkg_libchk -n bringt auch 853 Ausgaben

Warum sind eigentlich die Libraries gelöscht worden? Ich würde gerne zukünftig den mir noch unbekannten Fehler vermeiden.
Gruß - HL
 
Zuletzt bearbeitet:
Benutzt du vielleicht make -j? Das darf auf keinen Fall während make install verwendet werden.
 
Ich habe auch Probleme mit Libraries. Ich benutze als compiler unter FreeBSD7.0Ri386 den gcc-4.2.4_20080409. Als mögliche Ursache hat der maintainer mir Folgendes mitgeteilt:
Uhm, the base compiler on FreeBSD-7.0 is gcc-4.2.1 (20070719). If you are
using a different compiler, your libtool may not be aware of it and is
forcing the use of (subtly) different libraries.
 
Hallo
@Kamikaze: nein- ich habe nicht make -j benutzt. MC wurde installiert wie am Anfang beschreiben.

Eine Frage: gibt es tatsächlich das Verzeichnis: /usr/local/info/lib ?
Vielleicht habe ich lib verschoben ohne es zu merken (via FTP-Programm FileZilla).
 
Nee, das Verzeichnis sollte es nicht geben. Wahrscheinlich hast du das wirklich verschoben, aber welcher Teufel hat dich geritten filezilla mit root-rechten zu starten?
 
:D ich arbeite immer mit root rechten. Ich weiß sollte man nicht machen, aber das LAN müsste von aussen vom Internet aus geschützt sein, NAT etc...

Mit dem FTP-Programm habe ich ein Problem. Ich arbeite erst seit kurzem mit FileZilla Mein altes "gekauftes" WS_FTP zeigt das Datum von den Dateien jetzt nicht mehr an - allerdings fragt es mich, wenn ich was veschiebe nochmal ab!

Ich hätte gern ein FTP Programm mit dem man einerseits eine Baumstrucktur und gleichzeitig ein normales Verzeichnis-Fenster hat. Am besten sogar mehrere Verzeichnisfenster z.B. für '/etc' und '/usr/local/etc/openldap/' gleichzeitig. Und natürlich links die Explorerseite. Und das beim Doppelclick immer mein Texteditor aufgeht und sämtliche Kopier- und Verschiebeoperationen nochmal abgefragt werden. Kennst Du so ein Programm?

Nachdem ich /lib wieder zurück kopiert habe bringt mir
>pkg_libchk
nur noch 4 Einträge..mist..muß wohl mit der Maus ausgerutscht sein...
 
:D ich arbeite immer mit root rechten. Ich weiß sollte man nicht machen, aber das LAN müsste von aussen vom Internet aus geschützt sein, NAT etc...

Oh weh oh weh! Das mußt du unbedingt sein lassen, vor allem wenn du irgendwie durch die Gegend klickst ohne vorher genau zu wissen was das für Konsequenzen hat! Sonst zerballerst du dir das System immer wieder.

Im übrigen ist NAT kein echter Schutz. Wenn im lokalen Netz jemand so unachtsam ist wie du mit deinem Filezilla, dann ist es kein Problem da reinzukommen.
 
Willkommen in meiner Ignore-Liste. Danke, dass du unsere Zeit verschwendet hast. :mad:

Nun mal bitte nicht so hart. Fehler können jedem passieren und er lernt bestimmt auch daraus.

@HaraldLangner:
Das herrumpfuschen mit root-Rechten via FTP bringt wirklich keine Vorteile. Bedeutend mehr Schaden möglich als der Nutzen sein könnte. Denk bitte drüber nach wie du deine Aufgaben/Ziele besser und sicherer lösen kannst. User anlegen, Rechte der Verzeichnisse setzen usw.
 
Willkommen in meiner Ignore-Liste. Danke, dass du unsere Zeit verschwendet hast. :mad:

Hallo, und nicht gleich verzweifeln ;) Immerhin habt Ihr mir schon sehr geholfen den Fehler zu finden, hierfür ein Dickes Danke!

Leider hast Du mal wieder nicht auf die eigentliche Frage geantwortet:
Ich hätte gern ein FTP Programm mit dem man einerseits eine Baumstrucktur und gleichzeitig ein normales Verzeichnis-Fenster hat. Am besten sogar mehrere Verzeichnisfenster z.B. für '/etc' und '/usr/local/etc/openldap/' gleichzeitig. Und natürlich links die Explorerseite. Und das beim Doppelclick immer mein Texteditor aufgeht und sämtliche Kopier- und Verschiebeoperationen nochmal abgefragt werden. Kennst Du so ein Programm?

@seven0fx: Danke für Deine Unterstützung. Besser wären mal ein paar Beispiele wie den die FTP-Verbindung von Aussen misbraucht werden kann (mal ausgenommen der Windows-PC in LAN wäre infiziert - was ich jedoch nicht hoffe :) )

@.mp: vielleicht um Mißveständnisse zu beseitigen: Mit "arbeiten" meine ich nicht nicht das ich den root-FTP zur regelmässigen Arbeit mit den freeBSD-Rechner nutzte, sondern nur für Konfigurations- und Installationszwecke. Wenn ich Conf-Dateien ändere will ich mich nicht jedesmal bei jeder kleinen Änderung einloggen, mich in den Pfad /../../../my.conf begeben >su machen die root rechte checken und gegebenenfalls setzen...

Und bezüglich Administration via Internet habe ihr alle Recht. Da ist FTP mit root Rechten sicher schlecht und falls ich auch noch Verantwortung für andere UserAccounts haben sollte, sicherlich sträflich und so wie ich es gerade mache, zu unterlassen - aber dem ist hier nicht so.

Und was die Arbeit mit FTP angeht: ich nutzte dieses OpenSource Program FileZilla jetzt ca 1 Monat. Mit der Optik bin ich eigentlich zufrieden, aber bei der Bedienung hatte ich schon immer Bedenken. Und wie ich jetzt gemerkt habe fehlen u.a. einfach ein paar Sicherheitsabfragen. Auch das beim Doppelcklick immer die Datei übertragen wird statt das mein Editor aufgeht ist schlecht, weil nicht einstellbar. Der Kommentar im FileZilla-UserForum hierzu war in etwa: "Wir machen das halt ebenso wie das beim Microsoft Explorer gemacht wird.." Und Gut - da wird auch nicht nach gefragt. Aber beim MS-Explorer gibt es zumindest ein "Rückgängig" - Ich werde bis ich was gefunden habe, wieder mein altes WS_FTP-Program benutzen.

Gruß - HL
 
Zuletzt bearbeitet:
@.mp: vielleicht um Mißveständnisse zu beseitigen: Mit "arbeiten" meine ich nicht nicht das ich den root-FTP zur regelmässigen Arbeit mit den freeBSD-Rechner nutzte, sondern nur für Konfigurations- und Installationszwecke. Wenn ich Conf-Dateien ändere will ich mich nicht jedesmal bei jeder kleinen Änderung einloggen, mich in den Pfad /../../../my.conf begeben >su machen die root rechte checken und gegebenenfalls setzen...

Tja das macht man ja normalerweise auch nicht so. Ich glaube es konfiguriert niemand mit einem FTP-Client an seinem System herum. Dafür gibt es ssh und sudo. Man muß zwar duch die Pfade "navigieren", aber das ist doch mit auto-complete kein Problem. Das geht schneller und bequemer als mit der Maus irgendwelche Bildchen anzuklicken.

Ich würde übrigens auch empfehlen vom Login als root Abstand zu nehmen. Das ist nicht nur unnötig, sondern führt wegen Faulheit usw. dazu, daß man Kommandos absetzt, für die root-Rechte garnicht notwendig wären. Und das führt wie du bemerkt hast zu fiesen Problemen.
Richte lieber einen Account ein, dessen Zweck ist das System zu konfigurieren. Diesen Account lädst du in die Gruppe wheel oder alternativ eine eigene Administrator-Gruppe ein. Und dann konfigurierst du sudo so, daß Mitglieder dieser Gruppe die Rechte zur Konfiguration am System haben. So vermeidest du, daß du dir dein System nochmal so unnötig zerballerst.

An der Shell jedoch kommst du zumindest beim Konfigurieren nicht vorbei. Wenn dir das schon zu umständlich ist, dann wirst du mit FreeBSD nie wirklich glücklich werden.


Gruß
 
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