• Diese Seite verwendet Cookies. Indem du diese Website weiterhin nutzt, erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Erfahre mehr

Ach, die Telekom...

PMc

Active Member
Themenstarter #1
... es ist immer dasselbe ...

Sie rufen mich ungefragt an, sogar mit offizieller Nummer (0800333wtf). Und die Lady fängt an zu erzählen... sie hätten jetzt VDSL in der Gegend, und sie könnten mich da anschliessen, und sie könnten mir das sogar günstiger geben, für drei Monate nur 19.95€, weil ich ja ein so guter Kunde bin... undsoweiter.

Ich hör mir also den ganzen Schwachsinn an (nicht dass es irgendwas neues wäre, und nicht dass es das hier nicht schon lange gäbe) - und dann kommts: "Was haben Sie denn für einen Router?"

Ich <überleg> "Keinen." (normalerweise sage ich an der Stelle "Berkeley" - aber das versteht scheinbar niemand; die denken alle, ein Router muss entweder Fritzbox oder Speedport heissen...)
Sie: "Keinen?"
Ich: "Keinen."
Sie: "Aber Sie müssen einen Router haben!"
Ich: "Nein, muss ich nicht."
Sie: "Haben Sie denn eine Fritzbox? Das ist DSL, da muss ein Modem sein."
Ich: "Ja, ein Modem hab ich."
Sie: "Was ist das denn für eins?"
Ich: "Kleinen moment... das ist ein ALLNET 0333CI".
Sie: "Ah. Warten Sie mal kurz, bleiben Sie bitte dran"
Ich: "Okay"
<pause>
Sie: "Hören Sie, Sie müssen da einen Router haben, das ist IP-Telefonie, wir telefonieren ja übers Internet."
Ich: "Gewiss tun wir das. Der Klang ist doch gut, oder?"
Sie: "Dann müssen Sie einen Router haben."
Ich: "Nein muss ich nicht."
Sie: "Aeh. Hm. Gut, dann muss ich das notieren."
Ich: "Nein, das müssen Sie auch nicht, weil das meine Sache ist, was ich hinter dem Endpunkt anschließe."
<undsoweiter>

Von irgendwas verkaufen war dann auch keine Rede mehr. (Wenn sie irgendwie sowas wie Kompetenz hätten, dann könnten sie rausfinden, dass das ALLNET nur maximal 16MBit kann.)
 

mr44er

Well-Known Member
#3
die denken alle, ein Router muss entweder Fritzbox oder Speedport
Business as usual, kann man der Support-Chantalle auch nicht übelnehmen. Die werden dafür bezahlt, dir mit lasziver Stimme was zu verkaufen, damit du gegenüber deinem Nachbarn 'besser' bist und nicht um dir noch was beizubringen.

Genau genommen ist dein 'Berkeley' aber als Router zu bezeichnen. Es ist eben nur kein Plasterouter. ;)

Warte mal ab, wie geil das noch in 5-10 Jahren wird.

Solange die Masse facebook-Empfang hat, kommt der ISP mit noch dümmeren Gedanken durch, den Anschluß zu verkrüppeln. (bestes Beispiel CGNAT, Pfui Daibel!)
 

Rakor

Administrator
Mitarbeiter
#4
Naja, klar reicht das eigene Empfinden das von Verwunderung bis Aggression.... Wenn man aber mal logisch drüber nachdenkt ist das ungerechtfertigt.

Denkst du, dass du einen gelernten IT-ler findest, der für das Geld ein erhöhtes Interesse daran hat Leute anzurufen und denen einen neuen DSL-Vertrag zu verkaufen? Ich denke eher nicht. Zumal ich glaube, dass auch nicht alle IT-ler nun direkt mit deiner Infrastruktur etwas anfangen könnten.
Und selbst wenn du da einen Fachmann dran hättest. Wofür? Der soll den Leuten ja was verkaufen und ein paar Fragen für die Statistik stellen und keinen 2nd Level Support liefern.
Für 95% der Kunden sind das die passenden Gesprächspartner.

Das ist wie wenn du dich drüber aufregst, dass im MediaMarkt keine gelernten Geräteelektroniker arbeiten. Die lesen dir dort auch nur den Text auf dem Karton vor... Aber für 95% der Kunden passt das.

P.S. Hab es mal ins Geplauder geschoben
 

PMc

Active Member
Themenstarter #5
Naja, klar reicht das eigene Empfinden das von Verwunderung bis Aggression.... Wenn man aber mal logisch drüber nachdenkt ist das ungerechtfertigt.
Ja, man gewöhnt sich an vieles ...

Denkst du, dass du einen gelernten IT-ler findest, der für das Geld ein erhöhtes Interesse daran hat Leute anzurufen und denen einen neuen DSL-Vertrag zu verkaufen? Ich denke eher nicht. Zumal ich glaube, dass auch nicht alle IT-ler nun direkt mit deiner Infrastruktur etwas anfangen könnten.
Sollten sie eigentlich schon. Das ist Strukturwissen - sogar ein Windows kann PPPoE aufdröseln, und jeder Computer, der IP kann, kann auch routen. Niemand braucht zwingend die Plastikdinger - sie sind halt praktisch, weil man sonst einen regulären Server betreiben müßte um telefonisch erreichbar zu sein.
Aber leider beobachte ich seit Jahrzehnten, dass Strukturwissen massiv vernachlässigt wird: auch in der gewerblichen IT lernt man kaum noch, wie die Dinge zusammenhängen, sondern nur noch Fachbegriffe und Routinen.

Und selbst wenn du da einen Fachmann dran hättest. Wofür?
Zum beispiel, um mir wennschon dann auch gleich ein VDSL fähiges Modem dazu zu verkaufen, denn sonst nützt das ganze nix. Und da wird es ziemlich eng.
(Man kann wohl auch einen Plastikrouter als blosses Modem betreiben -PPPoE durchreichen- das ist aber nicht zielführend, denn dieser Router bleibt dabei doch ein sicherheitsmäßiger schweizer Käse.)

Vor allem aber: ich hab ihnen ja nicht gesagt dass sie mich anrufen sollen. Der Anschluss ist erst vor einem guten Jahr auf VoIP umgestellt worden, und derweil haben sie jetzt schon dreimal angerufen ob ich nicht was schnelleres haben will. Nein, will ich nicht, weil ich kein Modem dafür hab.

Genau genommen ist dein 'Berkeley' aber als Router zu bezeichnen. Es ist eben nur kein Plasterouter. ;)
Das ist sogar die Mutter aller heute verbreiteten Router.

Warte mal ab, wie geil das noch in 5-10 Jahren wird.
Ich mag nicht dran denken...
 

medV2

Well-Known Member
#6
Für 99.9% der Menschen am anderen Ende der Leitung reicht die Dame mit der netten Stimme die eine 8-Stündige Schulung hatte. Technisch afine Leute lassen sich sehr selten was am Telefon verkaufen, die können über E-Mail oder sonstwas Infos einholen und bekommen gegebenenfalls einen Rückruf eines Technikers.
Für die Mehrheit anderen will man als ISP übrigends alleine wegen der Sicherheit schon "diese Plastikdinger", nicht auszudenken wenn deren PC ohne NAT am Internet hängt.

In Deutschland könnt ihr euch wenigstens euren Router aussuchen, ich habe hier ISP-Router (eig. cooler Cisco nur ohne Rechte) -> mein Router...
 
#7
Eben, da sitzen oft keine direkten Mitarbeiter der Telekom, sondern irgendwelche Outsourcer, die sich für knapp über Mindestlohn - wenn überhaupt - noch die letzten Jahre bis zur Rente sichern wollen.
Davon mal abgesehen, dass der Aufbau dieses Strukturwissen bei vielen Kunden nicht notwendig ist, wären viele Mitarbeiter damit schlicht überfordert.

Du kannst es übrigens auch einfach unterbinden, dass du angerufen wirst. Hat noch den netten Nebeneffekt, dass deine Daten für sowas nicht an Dritte weitergegeben werden.
 

Vril

Well-Known Member
#8
Eben, da sitzen oft keine direkten Mitarbeiter der Telekom, sondern irgendwelche Outsourcer, die sich für knapp über Mindestlohn - wenn überhaupt - noch die letzten Jahre bis zur Rente sichern wollen.
....
Das ist zwar alles richtig - mildert die Kritik an der Telekom jedoch keinesweges ab.
Denn diese Um-bzw. Missstände in den Callcentern - das Unwesen der Drückerkolonnen, die im Namen der DTAG auf die Menschen
losgelassen werden ... hat nur einer zu verantworten, nämlich die DTAG!

Nun könnte man noch relativieren und sagen: ist bei den Mitbewerbern auch so!
Stimmt! Aber mein persönlicher Eindruck ist jedoch - die Telekom schiesst immer den Vogel ab!
 

Rakor

Administrator
Mitarbeiter
#9
Das ist zwar alles richtig - mildert die Kritik an der Telekom jedoch keinesweges ab.
Denn diese Um-bzw. Missstände in den Callcentern - das Unwesen der Drückerkolonnen, die im Namen der DTAG auf die Menschen
losgelassen werden ... hat nur einer zu verantworten, nämlich die DTAG!

Nun könnte man noch relativieren und sagen: ist bei den Mitbewerbern auch so!
Stimmt! Aber mein persönlicher Eindruck ist jedoch - die Telekom schiesst immer den Vogel ab!
Ich sehe die Kritik (an diesem Punkt) einfach nicht. Was ich sehe ist elitäres Geheule. Erwartet ihr wirklich, dass euer ISP (wer auch immer das sein mag) ausgebildete Netzwerktechniker in das Callcenter setzten um euch (hoch geschätzt 1% der Kundschaft) fachsimpelnd einen neuen DSL-Vertrag zu verkaufen? Sorry, das ist unsinnig. Wärt ihr dann auch bereit 20% mehr für euren Vertrag zu bezahlen (denn die Erwartungshaltung habt ihr dann ja nicht nur bei den Akquisetelefonisten - das wird teuer) .
 

PMc

Active Member
Themenstarter #11
Eben, da sitzen oft keine direkten Mitarbeiter der Telekom, sondern irgendwelche Outsourcer, die sich für knapp über Mindestlohn - wenn überhaupt - noch die letzten Jahre bis zur Rente sichern wollen.
Das ist es. Und das hat mich zuerst heftig irritiert - denn die Telekom bzw. ihr Vorgänger war mal seriös. Sicherlich auf ihre Weise schwerfällig und rückständig, aber eben auch verläßlich.
Callcenter sind eine moderne Form des Hausierens, und seriöse Unternehmen gehen nicht hausieren - das tun Teppichhändler (Zigeuner darf man nicht mehr sagen).

Dann: Internet ist Infrastruktur. Für mich ist ein Unterschied zwischen Dingen die man braucht (u.a. Infrastruktur) und Produkten die man konsumuieren kann. Stell dir vor, die Wasserwerke würden anrufen und dich bequatschen ob du nicht mehr Wasser verbrauchen willst - dann wird der Unterschied klar. (Dabei ist Wasser sogar ein physisches Produkt das man konsumieren kann - aber es ist eben auch Infrastruktur.)
Mit der Privatisierung von Bahn, Post und Strom haben die angefangen (und waren wahrscheinlich m.o.w. dazu gezwungen) ihr Zeug als angebliche "Produkte" zu verpacken. Ergebins: wenn ich mit dem Zug von Frankfurt nach München fahren will, dann werden mir dafür fünf verschiedene "Produkte" angeboten - aber der Zug ist immer genauso verspätet. Beim Strom dasselbe. Das ist Schwachsinn: ein Vertrag ist nicht das Produkt! (Wenn mich Stromhändler anrufen, frage ich die auch, ob sie mir ein "Produkt" mit 525 Volt anbieten können - 180 Hertz könnten auch interessant sein für mich...)

Die obenerwähnten 99.9% (@medV2) - es gab eine Zeit, da hatten diese 99.9% ganz einfach keinen Computer - und waren deswegen nicht unglücklicher. Ich finde, Technik sollte dem Menschen dienen, und nicht umgekehrt. Heute wird Technik, ob sie nun sinnvoll ist oder nicht, mit aller Gewalt in den Markt gepumpt, und die Leute haben das gefälligst zu kaufen, damit die Investitionen sich lohnen. (Und das erschreckende ist: das wird inzwischen als normal akzeptiert.)

Davon mal abgesehen, dass der Aufbau dieses Strukturwissen bei vielen Kunden nicht notwendig ist, wären viele Mitarbeiter damit schlicht überfordert.
Ich finde, dass es gesellschaftlich wichtig ist - für alle. Wenn das Gros der Bevölkerung in einer Welt lebt, deren generelle Funktionsweise man nichtmal mehr im Ansatz versteht, die sozusagen "magisch" ist, dann hat das Folgen. (In einer magischen Welt muss man den Göttern Opfer bringen. Die CO2-Steuer ist ein solches Opfer.) Bedenke: noch vor gut 100 Jahren konnte man fast alles, womit man zu tun hatte, nicht nur verstehen sondern größtenteils sogar selber herstellen!
Wenn man in einer Welt lebt, von deren Zusammenhängen man keine Ahnung mehr hat, dann läuft man als Fremder herum - man kann nichts entscheiden und für nichts Verantwortung übernehmen.
Und genau das beobachten wir ja täglich. Das ist ein viel größeres Thema als irgensodein Plastikrouter - und ich wünsche mir gerade unter Computer-Nerds ein bischen Bewusstsein für diesen Effekt.
 

PMc

Active Member
Themenstarter #12
Ich sehe die Kritik (an diesem Punkt) einfach nicht.
Dann hoffe ich, dass ich sie Dir im vorstehenden Post etwas erklären konnte.

Was ich sehe ist elitäres Geheule. Erwartet ihr wirklich, dass euer ISP (wer auch immer das sein mag) ausgebildete Netzwerktechniker in das Callcenter setzten um euch (hoch geschätzt 1% der Kundschaft) fachsimpelnd einen neuen DSL-Vertrag zu verkaufen?
Nein. Ich erwarte, dass mich niemand anruft um mich zu bequatschen, ich solle doch mehr Wasser, mehr Strom oder mehr Internet verbrauchen.

Sorry, das ist unsinnig. Wärt ihr dann auch bereit 20% mehr für euren Vertrag zu bezahlen (denn die Erwartungshaltung habt ihr dann ja nicht nur bei den Akquisetelefonisten - das wird teuer) .
Ich brauche überhaupt keine "Aquisetelefonisten". Aquisetelefonisten brauchen nur die Leute, die an mir ihren Reibach machen wollen. So einfach ist das.
 
#14
Naja, deine Kritik an der Werbesache selber, also "ideal" fände ich es auch wen der "Standard" wäre das man diesen Werbeanrufen explizit zustimmen muss.

Allerdings konnte ich, als ich Telekom Kunde geworden bin, beim Online-Antrag irgendwo son "Ich wünsche keine Werbung" Haken (o.ä.) setzen und habe in den 5 Jahren oder so die ich da jetzt Kunde bin weder irgendwelche Anrufe erhalten noch irgendwelche Werbung per Post oder Mail erhalten. Hast du den auch ausgewählt oder bei dem Telefonat darum gebeten dich da raus zu nehmen?

Den restlichen Teil deiner Kritik kann ich Rakor nur zu 100% zustimmen. Elitäres geheule. Wenn ich als Konzern Kunden anrufe um etwas zu verkaufen, werde ich da 9EUR Kräfte die nen Standardtext abspulen hinsetzen, bestimmt keine Techniker - selbst bei nem echt Seriösen Konzern ist das unrealistisch.

Ich bin bei dieser Marktöffnung und Privatisierungskram auch sehr skeptisch, wenn ich das kritisieren möchte kritisiere ich aber auch das, und nicht das die betroffenen Unternehmen nunja ... wie ganz normale Unternehmen handeln :)

Zu dem "Die Menschen wissen nicht mehr was nen Router" ist, was wieder noch mal nen komplett anderes Thema ist und weder mit der Werbung, dem Anruf noch mit dem Privatisierungskram so wirklich zu tun hat, hab ich eine etwas diversere Meinung:

Auf der einen Seite finde ich es schon unglücklich wie du ganz richtig schreibst das sehr viel allgemeines Basiswissen fehlt, sowas wie "Was ist eine Datei", was ist ein "Programm, eine App", was ist eine eMail und wie hängt das so gob zusammen finde ich sollte 2019 schon zum Basiswissen gehören.
Ähnlich wie man auch mal so "grob" gehört haben sollte wie ein Verbrennungsmotor funktioniert oder mal was von Naturkreisläufen gehört haben sollte, wissen sollte was ein Vertrag und ein Kredit ist und mal vill auch gehört haben das man Gas verbrennt und dann ne Flamme kommt und es dadurch warm wird zuhause und das es sowas wie Strom, Kraftwerke, Strommästen gibt und viele andere Dinge.

Genau wissen was ein Router ist, muss aber imho niemand. Ich weiß nicht soganz genau was das Steuergerät in meinem Auto macht, ich weiß das es in meiner Heizung einen Wärmetauscher gibt da der gerade getauscht wurde, aber auch nicht so genau wozu der gut ist, ich muss auch nicht ganz genau wissen wie die Post intern organisiert ist wenn ich einen Brief verschicke oder wie genau son Umspannwerk aufgebaut ist, was da für Schalter eingebaut werden e.t.c. wenn ich mir nen Toast mache.

Und so sehe ich auch nen Router: Als Verbraucher oder auch Hotlineverkäufer zu wissen "Das ist das ding das Internet und dieses WLAN macht, dadurch kommt auf mein Tablet dieses Internet fürs Netflix" reicht imho aus.
 

PMc

Active Member
Themenstarter #15
Naja, deine Kritik an der Werbesache selber, also "ideal" fände ich es auch wen der "Standard" wäre das man diesen Werbeanrufen explizit zustimmen muss.
Ich hatte ja gehofft dass sie das irgendwann bleibenlassen weils nicht funktioniert. Aber offenbar scheint es zu funktionieren - und dann kann die Telekom da nicht viel dafür, sondern dann ist das bestürzende, dass die Leute Computer kaufen, ohne dass sie Computer brauchen.

Allerdings konnte ich, als ich Telekom Kunde geworden bin, beim Online-Antrag irgendwo son "Ich wünsche keine Werbung" Haken (o.ä.) setzen
Ja, sowas hab ich auch auf dem Vertrag. Zwei Kreuzchen:
  • Ich bin widerruflich damit einverstanden, dass meine Anschrift der Deutschen Postreklame GmbH für Werbezwecke übermittelt wird.
  • Ich bin nicht damit einverstanden.
Keines davon ist angekreuzt, und soweit ich mich erinnere, betraf das den Telefonbuch-Eintrag.

Auf der einen Seite finde ich es schon unglücklich wie du ganz richtig schreibst das sehr viel allgemeines Basiswissen fehlt, sowas wie "Was ist eine Datei", was ist ein "Programm, eine App", was ist eine eMail und wie hängt das so gob zusammen finde ich sollte 2019 schon zum Basiswissen gehören.
Ähnlich wie man auch mal so "grob" gehört haben sollte wie ein Verbrennungsmotor funktioniert oder mal was von Naturkreisläufen gehört haben sollte, wissen sollte was ein Vertrag und ein Kredit ist und mal vill auch gehört haben das man Gas verbrennt und dann ne Flamme kommt und es dadurch warm wird zuhause und das es sowas wie Strom, Kraftwerke, Strommästen gibt und viele andere Dinge.
Genau das meine ich. Da ist auch nichts anspruchsvolles dabei - man kann all diese Dinge durchaus so erklären, dass sie leicht verständlich werden, auch ohne dabei übermäßig zu simplifizieren.
Nur scheint das Interesse daran nicht sonderlich groß zu sein - vermutlich weil wir ohnehin schon mit Informationen überflutet werden und in ständiger Saturierung leben ("noch hunderttausend mails checken").

Ich weiß nicht soganz genau was das Steuergerät in meinem Auto macht,
Das weiss ich auch nicht. Soweit ich Autos kennengelernt hab, hatten die kein "Steuergerät", sondern nur ein "Steuer" (üblicherweise als Lenkrad bezeichnet).
 

PMc

Active Member
Themenstarter #16
Dann leg doch beim nächsten Mal einfach auf und schone deinen Blutdruck. Es bringt doch nichts, sich über die mangelnde Kompetenz der Callcenter-Arbeiter aufzuregen.
Ich reg mich doch nicht auf. Ich hab der guten Frau eben erklärt, dass die Plastikrouter nur ein Marketinggag sind und man sie nicht unbedingt braucht. Ich engagier mich ja und tu was für die Volksbildung!

Was mich stört, sind die größeren Zusammenhänge (die aber offenbar kaum jemand wissen will): noch um 1990 musste ich meinen Internet-Zugang selber bauen, weil es keinen zu kaufen gab -
und jetzt sollen wir das, was wir eigentlich selber bauen können, als Plastikding kaufen.

Das ist im Grunde dasselbe wie mit den Altkleidersammlungen. Die werden ja bekanntlich nach Afrika gebracht und dort profitabel verkauft, um das lokale Handwerk brotlos zu machen, und das wird als Entwicklungshilfe staatlich gefördert, damit die Leute dort endlich das Wegschmeissen lernen.
Einen Plastikrouter kann man auch nach 3-5 Jahren wegschmeissen, weil irgendeine neue Technik kommt, die er nimmer unterstützt. Mein Berkeley Router ist Bj. 2001.
 

ralli

BSD Fanboy
#18
Ein Werbeanruf darf grundsätzlich nur getätigt werden, wenn ich bereits Kunde bin und dem nicht widersprochen habe. Einen "Drücker" von der Telekom hatte ich neulich auch in der Wohnung, den habe ich in zwei Minuten abgefertigt, der wollte natürlich einen DSL Vetrag für VDSL verkaufen .... er blieb aber freundlich, meine Frau hatte den rein gelassen, die hat immer Mitleid mit diesen na Du weißt schon.;)
 

mr44er

Well-Known Member
#20
meine Frau hatte den rein gelassen
Schlage ihr einen Kompromiss vor (Beziehungen sind immer Kompromisse, wissen auch die wenigsten selbst nach 5 Scheidungen ;)):

Wenn diese Personen ihr leid tun, soll sie denen 5€ für Alkohol zustecken und fertig. :D

Bedenke: noch vor gut 100 Jahren konnte man fast alles, womit man zu tun hatte, nicht nur verstehen sondern größtenteils sogar selber herstellen!
Wenn man in einer Welt lebt, von deren Zusammenhängen man keine Ahnung mehr hat, dann läuft man als Fremder herum - man kann nichts entscheiden und für nichts Verantwortung übernehmen.
Und genau das beobachten wir ja täglich. Das ist ein viel größeres Thema
Ich weiß, worauf du hinauswillst. Hier auch nochmal: Warte mal ab, wie schlimm das in den nächsten Jahren wird.
Es ist nicht gewünscht, dass du (der 'mündige' Bürger) selber zuviel nachdenkst und gar die Demokratie in Frage stellst. Du sollst konsumieren und verdummen.

Slavery gets shit done

https://www.welt.de/vermischtes/art...hirts-mit-Sklaverei-Spruch-in-der-Kritik.html
 
Gefällt mir: PMc

turrican

Well-Known Member
#23
Telekom? Hier aufm Land fast unmöglich, dran vorbeizukommen...

Ich weiss noch, als unsere liebe Gemeinde gerne mit DSL versorgt wollte, wurde das von der Telekom abschlägig beschieden da angeblich unwirtschaftlich.

Die Gemeinde nahm dann nach einiger Recherche und Abwägen von Möglichkeiten mit einem Unternehmen Kontakt auf, welches schon div. solcher Gemeinden im Landkreis mit DSL versorgt hatte und die führten das dann erfolgreich durch; der DSLAM im Ort kam dann von: genau, der Telekom!

Hab für Telefonie noch ISDN, mittlerweile wurde mir von der Telekom zum Dezember gekündigt - zwischenzeitlich, ca. 2 Wochen nach der Kündigung, kam noch ein Brief in welchem mir noch die nächste Preiserhöhung zum September angekündigt wurde... aber "sie würden mich ja gerne auch zukünftig als Kunden behalten"...

... das war meine private Story... "auf Arbeit" hab ich noch viele weitere (Kopf -> Tisch) erlebt ... und viele hier im Forum haben vermutlich so einige ähnliche und auch weitere Erfahrungen mit der Telekom gemacht/machen dürfen...

Leute, falls hier zufällig einer von der Telekom mitliest: wenn sich bei euch im Laden wider Erwarten tatsächlich mal einer wundern sollte, warum die Kunden euch hassen bzw zumindest nicht wohlgesonnen sind, dann treffen wir uns doch einfach mal auf ein gepflegtes Mittagessen mit Bierchen und Espresso hernach und dann erzähl ich euch gern mal was darüber...


EDIT:
Es scheint auch keinen richtigen Markt für "nur-Modem"s zu geben, zumindest war ich da recht enttäuscht, als ich mal die olle Fritz! mit einem separaten Modem und nem alten x86 Rechner mit damals pfsense (jetzt opnsense) ersetzen wollte...
Hab dann doch wieder Fritz! genommen, allerdings halt mit pfsense/opnsense dahinter...

Ausser Allnet scheints da ned viel zu geben, seh ich das korrekt? Also ne Box, welche nur Modem macht, ohne weiteren Schnickschnack...
 
#24
Ich hab letztes Jahr die Umstellung von ca. 40 Anschlüssen an ca. 30 Standorten vom klassischen ISDN+DSL auf die "neuen" hinter mir, und bei uns sitzt auch noch T-Systems dazwischen ...

Privat war auch sehr lustig, wir sind vor einigen Jahren vom lokalen Anbieter (Ewetel) auf die Telekom gewechselt da die Telekom hier den ausbau-zuschlag auf VDSL erhalten hat. Wir haben aber den alten Anschluss nicht gekündigt sondern einfach einen neuen bei der Telekom beantragt. Meine damalige Partnerin war beruflich auf den Anschluss "relativ" angewiesen, auf diese weise haben wir bei Problemen noch den "alten" gehabt, was sich im nachhinein als sehr kluge wahl herausgestellt hat.

Wir haben also einen Schalttermin bekommen, und irgendwann kam eine SMS mit der Info das der Anschluss nun da sein sollte. Allerdings kam kein Techniker um die "TAE-Dose" zu setzen was eigentlich zu einem Anschluss dazugehört.

Also ich bei der Hotline angerufen:
Telekom-Dame: "Neeee, sowas machen wir nicht"
Ich: "Doch, ganz sicher, das ist ja die abschlussdose, die darf nur die Telekom setzen, ausserdem habt ihr das neulich noch bei nem Anschlus gemacht, sogar ganz ohne extra anruf"
T: Das kann garnicht sein, ist bestimmt schon Jahre her.
I: Naja ... letzte woche?
T ... ... ... ... Stille .... ja gut, ich erstelle da nen Auftrag für.

Nach diesem Dialog kamen an unterschiedlichen Tagen 3 (!) Telekomtechniker die alle mit Aufgabe überfordert waren diese Anschlussdose nun zu setzen, (10 cm direkt neben dem APL) - alle sagten immer da wäre kein signal drauf, wohl Unterwegs was falsch geschaltet.

Letztendlich hab ich mir dann ne alte TAE-Dose genommen, den apl aufgeschraubt und gesehen: "Aha - an klemme 3/4 steckt unser alter, noch funktionierender Anschluss, an Klemme 1/2 ist nichts angeschlossen, aber ich glaube da war mal der anschluss vom vorbesitzer drann" - Zack TAE an die LSA+ Leiste drann, FritzBox ran, dsl mit 109Mbit ist verfügbar.

3 Telekomtechniker, alle ausgestattet mit Messgeräten und llen Pi-Pa-Po waren nicht zu diesem einfachen gedankengang fähig? Ein trauerspiel (Als ich bei der Hotline den 4. Techniker abbestellt habe, wurde mir auch noch vorgeworfen "Das das garnicht sein kann, ich könnte sowas ja garnicht selber machen")

Seit dem läuft der Anschluss aber erschreckend Stabil, der alte ist gekündigt.

Später hab ich im vertrauen von einem anderen Techniker gehört, das viele bei den Schulungen für die neue Technik und die passenden Messgeräte eher Quatschen als zuzuhören .... ...
 

SierraX

Well-Known Member
#25
Später hab ich im vertrauen von einem anderen Techniker gehört, das viele bei den Schulungen für die neue Technik und die passenden Messgeräte eher Quatschen als zuzuhören .... ...
Hat man häufiger... Leute die kaum Ahnung von ihren Werkzeugen haben.
Kennt noch jemand diese Szene aus Ghostbusters wo Venkman bei Dana Barrett in der Küche steht und sie ihn fragt "Sind Sie auch ganz sicher dass Sie das Ding richtig benutzen?" und er mit "Es ist nicht... ich denke schon!" antwortet?