Bewerbungen....

Illuminatus

in geheimer Mission
versetzt euch mal in die Situation eines Personalchefs eines IT Unternehmens.

Würdet ihr Onlinebewerbungen oder klassiche Mappen bevorzugen wenn ihr diese sichtet? Oder macht das für euch keinen Unterschied, weil ihr beides gut filtern könnt und sowieso im Gespräch das meiste rausbekommt?

Was ist das Pro/Contra für das jeweilige Verfahren aus eurer Sicht?
 
Ist heutzutage nicht jedes Dokument erst elektronisch vorhanden?

Vielleicht erst elektronisch sammeln, dann bei Interesse in Hardcover anfordern.

Im Gespräch, angepasst auf die Bewerbung, Eignung rausfinden (Sprechen, Essen, Test).
 
die meisten firmen wollen mittlerweile online-bewerbungen, mit der bewerbungsmappe hinten als .pdf dran.
weil, dann koennen die am besten ihre datamining algorithmen anschmeissen

Code:
select * from bewerber where alter<22 and auslandserfahrung=true and fremdsprachen=13 and gehaltsvorstellung<50europrowoche;
(kann kein sql *g*)

spass beiseite: wenn du auf nummer sicher gehen moechtest machst du einfach beides. bewerbungsmappe verschicken kostet zwar geld, aber denk einfach an die viele kohle, die du hinterher verdienen wirst. und imho sieht die joblage in deutschland eigentlich auch ganz okay aus, du musst unter umstaenden vielleicht etwas reisen, aber das hat mir persoenlich nichts ausgemacht.
 
Schau mal auf www.arbeitsagentur.de, da hat das Arbeitsamt ein neues Jobportal eröffnet. Ist ganz nett. Habe auch schon Stellen gesehen (von der Telekom) die ausdrücklich nur Bewerbungen vom Arbeitsportal der Arbeitsagentur annehmen.
Das ganze ist auch seriös, nicht wie andere Anbieter im Internet. Die schicken dir per Post sogar so einen Freischaltcode zu! Ist wirklich gut.
Du kannst da sogar Kenntnisse im IT-Bereich angeben und dich selbst Bewerten. Und eins kann ich dazu sagen: Es ist nicht nur Windows zur Auswahl!
Dein Bewerberprofil kannst dann mit ein paar Klicks veröffentlichen, Foto und Lebenslauf hochladen und das ganze schaut nach was aus.

Achte mal auf das gewollte Passwort, auch richtig gut!
Leider streikt die Seite gelegentlich.

Naja für die paar Millionen die sie dafür ausgegeben haben, darf man schon was verlangen.

spass beiseite: wenn du auf nummer sicher gehen moechtest machst du einfach beides. bewerbungsmappe verschicken kostet zwar geld, aber denk einfach an die viele kohle, die du hinterher verdienen wirst. und imho sieht die joblage in deutschland eigentlich auch ganz okay aus, du musst unter umstaenden vielleicht etwas reisen, aber das hat mir persoenlich nichts ausgemacht.

Wenn du zum Arbeitsamt gehst, gibt es auch gewisse Unterstützung (bis zu 250 Euro im Jahr) wenn du Bewerbungen verschickst. Für Fotos, Papier und weiß der Geier noch was. Allerdings NICHT nachträglich für alte Quittungen.
 
Meine "Insiderinfos" kommen von Seiten des Arbeitsamtes, mit der DTAG kann ich nicht dienen :(
 
So sehr ich das Internet und die Möglichkeiten liebe, ich würde eine klassische Bewerbung via Post vorziehen.
Man kann mit dem Argument kommen das dies dann bei 100 und mehr Bewerbungen schwierig wird diese alle durchzusehen, welches ich aber als falsche ansehe:

(1) Ich muss mich auch überall durcklicken und am Monitor lesen (ich lese lieber von einem Papier und Leute in der Personalabteilung sind meist _keine_ Geeks/Nerds die alles elektronisch machen)
(2) Ich kann kaum eine Vorauswahl vornehmen, muss also alle Bewerbungen durchsehen am Monitor.

Vorteil der snai-mail:
- Ein Bewerber kann wirklich für sich _werben_. Ja, eine Bewerbung ist eine Werbung für sich als Person.
Da fallen von den 100 Berwerbungen schonmal die durchs Raster deren Mappe nicht schön aussieht, oder die nen schnellhefter mit der Bewerbung schicken (ja, sowas gibt es zu hauf). Diese Bewerbungen werden nichtmal angesehen.

- Die mit den schönen, teuren Mappen (die man auch mehrmals verwenden kann) bleiben also hängen, geht es weiter zu der Aufmachung der Mappe und, dem Papier.
Billiges normales weisses Papier, ganz schlecht, ab in in Orkus. Es geht darum sich von den anderen abzusetzen, was bei einer elektronisch Bewerbung kaum möglich ist (jaja, der inhalt, bei 100+ Bewerbungen wird da nicht mehr viel gelesen, da wird schnell entschieden). Also nimmt man das gute, schwere Papier, _mit_ Wasserzeichen. Dieses ist nicht blendend weiss und fühlt sich anders an.

- Formales beachten. In dem Anschreiben muss man formales beachten. Abschlusssätze wie "Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich auf ein persönlich Gespräch" setzen sich von Sätzen wie "Ich würde mich auf ein persönliches Gespräch freuen" deutlich ab. Es mag nur ein kleiner Unterschied sein, der Personalchef "will" aber sowas.

Wenn die Firma aber unbedingt eine Email-Bewerbung haben möchte, dann muss man dies wohl tun.
Dabei sollte man den LL schön gliedern, ordentliche Schriftart und grösse wählen. Das Anschreiben ebenso mit der gleichen Schriftart schreiben (es gibt sachen, nene...).

Undsoweiterundsofort....

Ich will es mal so sagen, ich habe damals 4 Bewerbungen abgeschickt, und dabei wurde ich zu 4 Gesprächen eingeladen. Das kann Glück gewesen sein, oder aber, was ich mehr glaube, das es die Bewerbung an sich war die sie erstmal dazu bewogen hat mich überhaupt einzuladen, denn zwei Personalchefs fragte mich wo man denn so eine schöne Mappe herbekommt und ob ich das Papier auch so zum schreiben verwende...).
 
@asg: full ack. und dazu noch zusaetzlich (wie gesagt) eine online-bewerbung (die mappe als .pdf) --> doppelt so hohe chancen fuer deine bewerbung.
 
Danke asg für deine Vorschläge. Werde ich alles beachten. Bei mir gehts nämlich bald ums Bewerben!
Wenn man einmal mehr Zeit und Geld opfert, erspart das einem am Ende mehr Ärger und Frust als wenn man mal schnell die alte Bewerbung vom großen Bruder nutzt.
 
asg schrieb:
Ich will es mal so sagen, ich habe damals 4 Bewerbungen abgeschickt, und dabei wurde ich zu 4 Gesprächen eingeladen. Das kann Glück gewesen sein, oder aber, was ich mehr glaube, das es die Bewerbung an sich war die sie erstmal dazu bewogen hat mich überhaupt einzuladen, denn zwei Personalchefs fragte mich wo man denn so eine schöne Mappe herbekommt und ob ich das Papier auch so zum schreiben verwende...).

Nun erzähl schon, welches Papier benutzt Du genau ??? Wie heißt das ??? Wo gibt's das ??? ... ??? ;)

Ich muß das auch haben, bin nämlich jüngst freigesetzt worden.
 
Na ja, am Ende helfen handgeschöpftes Papier und teure Mappe auch nur bedingt weiter. Irgendwann musst du doch die Hose runter und Fakten sprechen lassen.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ein kurzer Anruf Wunder wirken kann. Du bekommst raus wen du anschreiben sollst und kannst sogar mit einer Referenz aufwarten. Und mit ein bisschen Glück bekommt man sogar schon was über die Stelle oder gar eine Alternative raus.

Dass deine Bewerbung in Material und Form 1A sein muss, ist natürlich Voraussetzung. Und zwar egal ob per Brief oder E-Mail.

Eine, wie ich finde, super Website zum Thema Bewerbung ist übrigens:
http://www.jova-nova.com
 
Ich werfe noch kurz eine persönliche Erfahrung hier mit rein.
Als ich vorher beim Personalchef noch anrief, sagte er mir dass ich bloß nicht eine teure Bewerbungsmappe schicken solle -da verdienen nur andere dran-.
Das zweigleisige Vorgehen scheint also bei manchen absolut nicht auf Gegenliebe zu stoßen. Ein Telefonat wirkt manchmal Wunder.
 
@Camisolite
Irgendeines mit Goldrand und den üblichen Dingern. So eines was eben pro Blatt 1000 Euro kostet. Wobei, dann könnte man die Bewerbung auch gleich auf Geldscheine drucken...
Ansonsten, eines mit Wasserzeichen reicht auch ;)

@falschparker
Sicher helfen diese "Werbungs"-Dinge bei einem Fachgespräch nicht weiter, aber man ist schonmal drin, und das fachliche sollte auch immer gut sein so es eine Stelle ist bei der gesuchte Profil auf einen passt.
 
also ich hab meine bewerbung durch meinen 08/15 laserdrucker gezogen. das papier hatte 120g/quadratmeter und gabs nur im hunderterpack. trotzdem fuehlte es sich etwas besser an, als meine ueblichen 80g.

meine bewerbungsmappe hatte pro stueck 5 euro gekostet, der briefumschlag (din a4) einen, und die marke auch noch etwa einen. das photo vom photographen kostete etwa 2 euro (13 euro fuer 6 bilder, noch ein abzug haette 60 cent gekostet...)

mit anderen worten: ich lag so bei etwa 9 euro fuer eine bewerbung. wobei die mappe auch jedes mal wieder zurueckkam (je edler die aussieht, desto pfleglicher wird die auch von der personalstelle auf der anderen seite behandelt). also eigentlich waren es weniger als 4 euro die ich jedes mal ausgegeben hab.

bei den einladungen zum vorstellungsgespraech war sogar ein flug von hamburg nach stuttgart, plus uebernachtung im 3-sterne-hotel drinne. UND DAS waren mir die 4 euro dann auf jeden fall wert!
 
@asg
Ich bin ja wie du der Meinung, dass die Form ungemein wichtig ist. Allerdings hätte ich eher auf den "Gebrauchswert" der Bewerbung gesetzt, als auf ein schickes Wasserzeichen. Schließlich ist deine Bewerbung ja das tägliche Arbeitsmaterial des Personalers und nicht etwas das er sich einrahmt und an die Wand hängt.

Meine Werte einer Bewerbung wären z.B., dass das Anschreiben nicht eingeheftet ist, sondern auf der Mappe liegt, denn das soll ja später zu den Akten. Die restlichen Papiere sollen dem Personaler nicht gleich aus der Mappe entgegenfallen wenn er blättert, er darf sich aber auch nicht die Finger brechen wenn er doch ein einzelnes Blatt in der Hand haben möchte. Der Leser soll sich nicht unwohl fühlen mit meiner Bewerbung. Also, dass keine Tabakkrümel auf deinem Foto sein sollen, ist sicher klar aber als Raucher sollte man daran denken, dass Nichtraucher es sogar riechen wenn die Bewerbung in einem Raucherzimmer gedruckt wurde. Außerdem muss das Foto stimmen (Rasieren, Krawatte um, freundlich gucken), und so weiter...
 
In Österreich bzw. in Wien werden in der IT-Branche Bewerbungen im PDF-Format bevorzugt, finde ich auch besser da der Personalbeauftragte diese einfach schneller durchlesen kann.

Wäre ich Chef einer großen Firma und würde Personal einstellen und bekäme Bewerbungen in einer Mappe wären die sofort im Mistkübel, ist ja schade um das ganze Papier, man möchte meinen wir leben im 21. Jahrhundert.
 
da hier gerade davon geredet wird hat hier zufällig jemand beziehungen in heidelberg oder umgebung ? ich siche eine praktikumsstelle
 
So das mir dem Papier wäre geklärt.

Habt Ihr denn auch einen Tip für mich, wo ich denn nun meine Bewerbung(en) hinschicken soll ?
 
Ich war schonmal in der Lage, Bewerbungen zu sortieren und auszuwerten (es ging darum, einen Azubi einzustellen), und ich muss sagen, dass ich mich viel mehr dafür interessiert habe, was der Typ kann und was er bis jetzt so gemacht hat als dafür ob das Papier oder die Mappe jetzt besonders teuer oder ausgefallen ist. Wenn sich jemand gut verkaufen kann, heisst das ja noch lange nicht, dass er auch wirklich gut ist. Im Gegenteil haben mich zu aufwändige Bewerbungen eher abgeschreckt als angesprochen. Aber das ist meine persönliche Meinung, das sieht natürlich jeder Personalchef anders.

Zur ursprünglichen Frage: Ich persönlich bevorzuge Bewerbungen auf Papier, da ich diese schneller und einfacher durchsehen kann. Aus Sicht der (Ex-) Firma ist (war) es allerdings eine immense zeitliche und finanzielle Belastung, die etwa 200 eingetrudelten Bewerbungen zurückzuschicken. Aber das hat wenigstens dazu beigetragen, den Arbeitsplatz der Sekretärin für eine Weile zu sichern :D

Habt Ihr denn auch einen Tip für mich, wo ich denn nun meine Bewerbung(en) hinschicken soll ?

Leider nicht, der Arbeitsmarkt ist auch und gerade in der EDV-Branche total im Allerwertesten. Ohne irgendwas schlechtreden zu wollen, es ist einfach so. Wie wageck schon andeutete, brauchst du Beziehungen (und wenn du die hast musst du in der Regel keine Bewerbung schreiben), und wenn du die nicht hast, brauchst du sehr viel Glück.
 
falschparker schrieb:
@asg
Ich bin ja wie du der Meinung, dass die Form ungemein wichtig ist. Allerdings hätte ich eher auf den "Gebrauchswert" der Bewerbung gesetzt, als auf ein schickes Wasserzeichen. Schließlich ist deine Bewerbung ja das tägliche Arbeitsmaterial des Personalers und nicht etwas das er sich einrahmt und an die Wand hängt.

Das meinte ich mit "schöner Mappe". Es gibt da wirklich richtig gute (etwas teurer) und schlechte (billige).
Es sieht nur komisch aus in einer "edlen" Mappe billiges Papier zu haben, und andersrum. Es sollte also aus einem Guss erscheinen, und das sollte sich auch in der Bewerbung selbst (wie geschrieben) und in der Darstellung dieser zeigen.
 
Joshua schrieb:
Ich war schonmal in der Lage, Bewerbungen zu sortieren und auszuwerten (es ging darum, einen Azubi einzustellen), und ich muss sagen, dass ich mich viel mehr dafür interessiert habe, was der Typ kann und was er bis jetzt so gemacht hat als dafür ob das Papier oder die Mappe jetzt besonders teuer oder ausgefallen ist. Wenn sich jemand gut verkaufen kann, heisst das ja noch lange nicht, dass er auch wirklich gut ist. Im Gegenteil haben mich zu aufwändige Bewerbungen eher abgeschreckt als angesprochen. Aber das ist meine persönliche Meinung, das sieht natürlich jeder Personalchef anders.

Ich lege Wert auf eine gute und schöne Bewerbung der man ansieht, die sich liest, das der Bewerber Geld und Zeit investiert hat.
Das sehen Personalchefs in der Regel auch so. Eine Bewerbung muss für einen werben (inhalt und aussehen), der Personalchef sieht darin das der Bewerber sich Mühe gibt, alles gibt. Ein Bewerber gibt in der Bewerbung immer alles, oder sollte es machen, soviel wird er nie mehr geben (ausser in dem halbe Jahr Probezeit). So sehe ich das, und auch die meisten Personlchefs die ich kenne, mit denen ich zu tun habe.

Wenn man 100+ Berwerbungen bekommt, dann kann man diese nicht alle durchlesen und nachsehen was der Typ als letztes gemacht hat,.... Der Personalchef entscheidet daher schon nach dem Aussehen. Der erste Blick zählt.

Ob jemand ein Blender ist oder nicht, das wird sich dann spätestens beim Fachgespräch herausstellen. Gute Interviews machen das schnell sichtbar.
 
Ich lege Wert auf eine gute und schöne Bewerbung der man ansieht, die sich liest, das der Bewerber Geld und Zeit investiert hat.
Jein. Ich kenne beide Seiten und weiss eben auch, dass es sehr schwer fällt, nach 100 Absagen immernoch viel Zeit und viel Geld in Bewerbungen zu investieren. Das hat nichts mit mangelnder Motivation oder mangelnder Eignung zu tun ("der hat nach 100 Bewerbungen noch nix gefunden weil er nix kann"), sondern der Markt ist im Moment halt so.

Wenn man 100+ Berwerbungen bekommt, dann kann man diese nicht alle durchlesen und nachsehen was der Typ als letztes gemacht hat

Stimmt schon auch. Also ich habe als erstes einen Blick auf das Foto und den Lebenslauf geworfen, damit ich ungefähr weiss mit wem ich es zu tun habe. Dann auf die Zeugnisse, wobei viele Zeugnisse imho nicht aussagefähig sind. Im Extremfall kann ein Bewerber mit guten Zeugnissen eine totale Niete sein und umgekehrt. Es gibt nunmal ebensoviele Gefälligkeits- wie Rachezeugnisse (gilt für einzelne Schulnoten ebenso wie für Arbeitszeugnisse). Aber es lässt sich ein gewisser Trend ablesen, d.h. man sieht, ob nun alle Zeugnisse eher gut oder eher schlecht sind.

Erst danach habe ich mich dem Anschreiben zugewendet, und dieses meistens auch nur überflogen, weil letztendlich lesen sich doch alle ähnlich. Solche Feinheiten (wie das vorhin genannte "Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit ....") wären mir vermutlich gar nicht aufgefallen.

Vielleicht sind meine Methoden ja auch etwas unkonventionell, aber ich wäre bestimmt ein SEHR guter Personalchef :D

Eins noch, was mir sehr unangenehm aufgefallen ist: Nur etwa 5 % der Bewerbungen waren ohne Rechtschreibfehler und sonstige Stilbrüche (plötzlicher Wechsel der Schriftart, sehr "interessanter" Tabellenaufbau im Lebenslauf, .... )

Wenn mich dann doch einmal eine ortographisch korrekte Bewerbung erreicht hat, dann hat mich dies viel mehr beeindruckt, als das schönste Papier und die aufwändigste Mappe.
 
Hallo,

erstmal "People are People" - will sagen, was dem einen Personalchef gefaellt, taugt
dem anderen ueberhaupt nicht.

Papier oder PDF? Nun, da geben eigentlich entweder die Stellenausschreibungen oder
die entsprechenden Online-Angebote schon etwas den Weg vor. Bleibt es trotzdem unklar
oder wird Richtung Job/Karriere garnichts angeboten ist der Griff zum Telefon auf jeden
Fall die erste Wahl - "blind" einfach beides zu schicken halte ich fuer fragwuerdig - und
wenn, dann ausdruecklich auf "doppelten" Zugang in *beiden* Formen hinweisen.

Fuer beide gilt: Anschreiben ist extra - schon rein formaljuristisch; das Anschreiben "darf"
die Firma behalten, die anderen Unterlagen *muessen* zurueckgegeben werden. Das Anschreiben also "lose" beilegen, bzw als den reinen Mailbody, die weiteren Unterlagen
geheftet (IMHO am besten Klemmordner) oder als moeglichst einen Mailanhang (siehe
da auch den Spiegel.de-Artikel von zuletzt).

Zur Form (Papierart etc) kann ich nur sagen: "angemessen" -- wer sich auf eine IHK
Ausbildung mit Wasserzeichen-Papier bewirbt.. also ich weiss ja nicht. Sehe ich auch so,
was den Klamotten-Faktor angeht. Wer sich als "IT-Krauter" in einer kleinen Firma auftaucht
und (einmalig) bessere Klamotten als der Chef anhat ....

Aus dem Personaler-Naehkaestchen plaudert uebrigens Heiko Mell schon seit Jahren:
http://www.vdi-nachrichten.de/vdi_nachrichten/aktuelle_ausgabe/heikomellindex.asp - dort
mal nach Schlagwort 'Bewerbung' suchen; das kann sehr aufschlussreich sein.

Nicht zuletzt hilft auch schon ein gutes Deutsch (und Englisch, ...); in welcher Rechtschreibung-des-Jahres ist "fast egal", nur sollte es konsistent sein. Man kann
da immer falsch liegen -- wobei auch da die potentielle Stellenanzeige schon ein Anhaltspunkt sein kann. Sich da aber extra zu "verstellen" bei einem IT-Job - hm.

Abschliessend noch der Punkt "erstes Gespraech": das kann schneller kommen, als
einem lieb sein kann und dann ist eine Vorbereitung auch auf die jeweilige Firma sehr
essentiell. Fragen nach "Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?" sind nicht
unueblich und sollten ernsthaft beantwortet werden koennen.

So, das muss erstmal reichen :-)
 
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