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Clear Linux von Intel

veloc

Well-Known Member
Themenstarter #1
Bin eigentlich erst über einen Phoronix performace Vergleich darauf aufmerksam geworden: ist mit Gnome rasend schnell im Vergleich zu voidlinux lxqt. Das Starten der Anwendungen, aber auch z.B. in firefox selber: unwahrscheinlich flott (i7 2620m, intel 3000hd).
Die Installation erfordert allerdings uefi und aes bei der CPU. Läuft besonders reibungslos unter einem Intel Chipsatz (habe ein Laptop mit Intel Chipsatz, Intel wlan, Intel Grafik, da wird alles sofort erkannt).
 
H

holgerw

Guest
#3
Ist unabhängig und hat nur einen Desktop: Gnome3. Gefällt mir!
Mir gefällt Gnome3 nicht. :)
Aber mir gefällt, dass Clear Linux eben doch nicht nur einen Desktop hat. Es gibt das Bundle desktop-kde, es gibt digikam, audacity, libreoffice ....

Auch für mich spannend, u.z. für mein neues HP Notebook mit Intel Grafik und Prozessor.

Wobei da bis auf rtlwifi auch FreeBSD ordentlich läuft. Usb-tethering ist da in Puncto wlan-Ersatz eine schöne Ausweichmöglichkeit.
 
H

holgerw

Guest
#4
Nachtrag: Werde mal auf einen USB-Stick das Live-System kopieren und das dann auf meinem neuen HP Notebook starten. Bin auch gespannt, wie die Entwickler das mit verschiedenen Sprach-Lokalisierungen handhaben.
Ich möchte schon, dass die von mir genutzte Anwendersoftware sich da nach meiner Muttersprache richtet und dass bekommen mittlerweile selbst verschiedene Wald- und Wiesen-Linuxe sehr gut hin.
Danke an @veloc für den Hinweis auf Clear Linux.
 
R

ralli

Guest
#6
Was ist Clear Linux? Guckst Du hier:

Clear Linux

Ist nur etwas für aktuelle oder moderne Hardware, Mindestvorraussetzung Intel Haswell Generation.
 

Vril

Well-Known Member
#7
Das klingt ja alles hochinteressant!
Wozu braucht man aber auf dem privaten Desktop ein OS, dass bei jedem Start alle Anwendungssoftware neu installiert?
Na gut - wie ich im Link von @ralli gelesen hab, kann man den „stateless grad“ soweit runter schrauben, dass es sich wie ein OS mit normalen ( /etc und /var nutzenden ) Dateisystem verhält - aber was ist dann noch das Besondere an dieser ( gefühlt zigtausendsten ) Distribution - abgesehen davon, dass neben gnome3 auch Plasma läuft?
 
R

ralli

Guest
#10
Dein Link verweist auf einen Bericht von Anfang 2016!
Ja und? Meine Absicht war, das sich Communitymitglieder einen ersten Überblick verschaffen können. Sicher ist es mittlerweile weiter entwickelt worden. Ob man es braucht, ob es einen wie immer gearteteten Mehrwert darstellt, darf jeder selbst für sich entscheiden.
 
H

holgerw

Guest
#12
Na gut - wie ich im Link von @ralli gelesen hab, kann man den „stateless grad“ soweit runter schrauben, dass es sich wie ein OS mit normalen ( /etc und /var nutzenden ) Dateisystem verhält - aber was ist dann noch das Besondere an dieser ( gefühlt zigtausendsten ) Distribution - abgesehen davon, dass neben gnome3 auch Plasma läuft?
Kann sein, dass es mir nach einiger Testerei als Live-System schon nicht zusagt ... mal schauen.
 

Lance

Well-Known Member
#13
Das war ja keineswegs böse gemeint aber bei Linux können halt 3,5 Jahre viel ausmachen.
2016 wars nicht grafisch (Installer, Desktop), jetzt ist beides vorhanden, das bedeutet schon viel. 2017 wars xfce , jetzt eben Gnome3. Die sollen aber bitte mal bei einem Desktop bleiben!
 
H

holgerw

Guest
#14
Es gibt ein Live-Image, was auf Stick geschrieben werden kann und zum Ausprobieren ist.
Wer ernsthaft Interesse hat, kann ohne großen Aufwand sich einen Eindruck verschaffen.
 

Vril

Well-Known Member
#15
...
2016 wars nicht grafisch (Installer, Desktop), jetzt ist beides vorhanden, das bedeutet schon viel. 2017 wars xfce , jetzt eben Gnome3. Die sollen aber bitte mal bei einem Desktop bleiben!
Aber dort wo stateless Systeme sinnvoll und üblicherweise eingesetzt werden, ist X entweder gar nicht notwendig - und wenn doch, dann sehr nebensächlich.
D.h. die Idee hinter Clear-Linux waren ursprünglich nicht die Bedürfnisse des Gnome- oder Plasma nutzenden Users am privaten Desktop.
Inzwischen scheint sich das ja geändert zu haben - und man bietet deshalb neben Gnome auch KDE an.
Deshalb hatte ich ja versucht zu hinterfragen, ob und welche Vorteile so ein OS auf dem Desktop haben kann bzw. Inwieweit wirklich stateless gearbeitet wir - und war vom inhaltlichen Verlauf der Diskussion hier ... etwas enttäuscht, da auf das IMHO wichtigste Merkmal von Clear Linux überhaupt nicht eingegangen wurde
 
R

ralli

Guest
#17
Wenn ich einiges richtig verstanden habe, dann ist Clear Linux eher Cloud fokussiert und optimiert für Intel Prozessoren, was angeblich die Performance verbessert. Interessant schon, was es alles gibt. Aber ich bin nur ein einfacher Desktop Benutzer, der surfen, mailen, Musik hören, an und ab mal ein Video anschaue. Für meine Schriftstellerei benötige ich LaTeX. Das alles kann mittlerweile jede Linux Distri, Windows und alle BSD. Alles andere ist Luxus. Dennoch verfolge ich die Entwicklung mit großem Interesse, damit ich sehe, wohin der Zug läuft. Centos 8 steht in den Startlöchern. Ganz sicher werde ich mir das mal ansehen, denn mal über den Tellerrand hinaus schauen, macht ja nicht dümmer. Ansonsten bin ich jetzt mit FreeBSD zufrieden und werde nichts mehr ändern. OpenBSD wird erst wieder ein Thema werden, wenn ich neuere aktuellere Hardware anschaffen muß. Danach sieht es im Augenblick nicht aus.
 

Lance

Well-Known Member
#18
@Vril:
Ich bin im Urlaub und kann das Linux leider nicht testen um evtl auch mehr auf die Stateless Funktion einzugehen.
Was ich aber gelesen habe, dass man diese Funktion anpassen kann, was ich sehr interessant finde. Da gibt es auch für mich oder meine Arbeit Möglichkeiten, das einzusetzen.
 

pit234a

Well-Known Member
#19
well well.
Während meines vorigen Beitrags lief bereits der Download und das iso habe ich zumindest mal in VirtualBox gestartet, aber bereits vor der Installation, verlor ich deutlich die Lust daran.
Für mich ist es nicht performanter, als meine Ubuntu-Systeme mit OpenBox und nicht mal irgendwie schneller, als mein entsprechend konfiguriertes FreeBSD. Ich leugne ja nicht, dass spezielle Konfigurationen und entsprechende HW-Unterstützung tatsächlich schneller sind, als Vergleichssysteme, aber da darf man eben auch nicht Äpfel mit Zwetschgen vergleichen oder so.
Wenn ich mich beharrlich weigere, überhaupt ein DE zu nutzen und ganz speziell schon gar nicht mit GNOME3 arbeiten kann, dann wird vielleicht klar, dass jedes System mir von Grund-auf zuwider sein muss, das genau damit daher kommt. Dass es ein alternatives KDE-System gibt macht das nicht eben besser!

Meine schnellsten und verlässlichsten Installationen basieren auf einem Lubuntu.
Wo auch immer FreeBSD funktioniert nutze ich das und zwar ohne ausuferndes DE und nur mit OpenBox (was ich aus Gründen der Kompatibilität auch auf meinen GNU/Linux-Installationen so mache und das dann nur in LXDE einbette, manchmal jedenfalls, wenn ich es einfach haben will). Dabei ist mir die Performance recht egal, denn die ergibt sich ja aus mehreren Faktoren und wenn ich als User ein System schon mal besser kenne, gelingen mir hiermit Sachen auch schneller und alleine dadurch steigt der Gesamt-Performance-Wert . Wenn ich mit OpenBox meine gewohnten Tastatur-Kürzel nutzen kann, bin ich alleine damit ja schon einen "Großfaktor" schneller.
Wie schnell ein System bootet, ist mir wirklich sogar auf dem Laptop vollkommen egal. Meine Systeme booten so gut wie gar nicht und sind einfach immer da.
"Schnelles Booten" ist auch niemals eine Entsprechung zu "schnelles Arbeiten". Das gilt natürlich auch für das Laden der Applikationen, denn, wenn ich die wichtigsten immer geladen habe, dann ist die Startzeit für einzelne Programme nicht wichtig.

Um es abzukürzen: mich begeistert Clear Linux in keiner Richtung. Aber ich bin auch purer Desktop-User.
 
H

holgerw

Guest
#21
Hallo,

nun ja, ein Testen in VBox ist meines Erachtens überhaupt nicht hinreichend, um so ein System zu beurteilen.
@pit234a Warum startest Du das System nicht ohne Virtualisierung als Live-System von USB-Stick?
Du hast gegenüber umfangreichen DEs eine große Abneigung, Du testest Clear-Linux, was mit einem umfangreichen DE daherkommt halbherzig an, um dann zu dem Schluss zu kommen, eine große Abneigung gegenüber umfangreichen DEs zu haben. Daran an schließt sich eine Passage, in welchem Du die Vorzüge Deines Minimalismus breit erläuterst, was allerdings mit Clear-Linux herzlich wenig zu tun hat. Da wirst Du erstaunlich konkret, zu Clear-Linux hingegen kommt da wenig Konkretes. Was soll so ein "Test"?
Ich hatte beim Antesten mit dem Live-System schon das Aha-Erlebnis eines sehr agil reagierenden Gnome3-Systems.
Nach Umstellung auf deutsche Tastatur und Sprache und einem Restart von Gnome3 hatte ich einen komplett in deutsch lokalisierten Desktop samt Anwendungen.
Die Installation neben Manjaro - wichtig ist die Auswahl einer nicht destruktiven Partitionierung- verlief reibungslos.
Clear-Linux startet sehr flott, Gnome3 verhält sich sehr performant und das System lässt sich auch in Hinblick auf meine Seheinschränkung sehr gut optisch anpassen.
Die grafische Softwareverwaltung halte ich für gut, um zu stöbern.
Darüber etwas zu installieren macht leider wenig Freude. Es werden bei der Fortschrittsanzeige 0% angezeigt, auch wenn die ausgewählte Anwendung schon längst installiert worden ist.
Da werde ich doch mal den textbasierten Installer verwenden bzw. mich mit Flatpak befassen, um Sachen dazu zu installieren.
Noch eine Anmerkung zur Bootzeit: Sehr gut auf Intel-Komponenten angepasst heißt ja nicht nur, dass es schnell ist. Wenn dadurch ein Notebook deutlich länger im Akkubetrieb läuft, hat das eine andere Relevanz, als eine rasante Bootzeit.
Ich denke auch an meine doch eher nicht so starke Hardware des HTPC-Systems mit Intel Gemini Lake CPU und GPU. Je besser angepasst da das Betriebssystem auf die Hardware ist, umso besser läuft das Teil.
Ich werde weiter berichten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

-Nuke-

Well-Known Member
#22
aber was ist dann noch das Besondere an dieser ( gefühlt zigtausendsten ) Distribution - abgesehen davon, dass neben gnome3 auch Plasma läuft?
Clear Linux ist auch ein gewisses Forschungsprojekt. Durch Function Multi Versioning durch den Compiler werden bestimmte, kritische Systemfunktionen für diverse CPUs optimiert (SSE4, AVX, AVX2, ...). Zur Laufzeit wird dann die schnellste Variante geladen, je nach CPU-Features, die man hat. Normale Linux-Distributionen liefern hier meistens nur "Generic x86_64" Code aus, also maximal SSE2 wird benutzt. Dazu analysiert Intel dann die Funktionen wo GCC sagt, dass man da was optimieren kann, und liefert dann auch händische Optimierungen zum Upstream-Projekt.
Und im Gegensatz zu Gentoo spart man sich die stundenlange Kompiliererei und bekommt trotzdem optimierte Anwendungen.
 

veloc

Well-Known Member
Themenstarter #23
Mindestvorraussetzung Intel Haswell Generation
nicht korrekt: habe einen Sandy bridge 2620m, mit dem es funktionert. Edit: was bedeutet jetzt, "ab zweiter Generation verifiziert"?
https://docs.01.org/clearlinux/latest/reference/system-requirements.html

Instruction Set:
64-bit
Instruction Set Extensions:
Supplemental Streaming SIMD Extension 3 (Intel® SSSE3)
Intel® Streaming SIMD Extensions 4.1 (Intel® SSE 4.1)
Intel® Streaming SIMD Extensions 4.2 (Intel® SSE 4.2)
Intel® Advanced Encryption Standard New Instructions (Intel® AES-NI)
Carry-less Multiplication (PCLMUL)
The following processor families have been verified to run Clear Linux OS:

Intel® Core™ Processor Family (2nd generation or greater)
Intel® Xeon® E3-xxxx processor
Intel® Xeon® E5-xxxx processor
Intel® Xeon® E7-xxxx processor
Intel® Atom® processor C Series
Intel® Atom® processor E Series


For general Clear Linux OS desktop use the recommended minimum requirements include:
ComponentConfigurationProcessorCompatible x86 64-bit processor
Memory4GB RAM
Disk20 GB
GraphicsDevice with openGL support (e.g. Intel HD/UHD Graphics)
NetworkActive Internet connection
 
Zuletzt bearbeitet: