Fehler bei sshfs verbindungsabbrüchen

ath0

Well-Known Member
Moin

Ich habe wiedermal ein Problem.
Wenn ich einen Ordner über sshfs mounte
und der entfernte Rechner aus irgendeinem grund nicht mehr erreichbar ist,
bekomme ich die merkwürdigsten Phänomäne zu sehen,
kurz gesagt gnome krepiert teilweise und ich kann den ordner nicht mehr aushängen.
Kennt Ihr eine möglichkeit sowas abzu fangen?
 
Aus aktuellem Anlass möchte ich das Thema nochmal pushen.
Kann mir einer sagen was ich in solch einem Fall machen kann, oder was ich machen kann das solch einem Fall vor zu beugen?
 
Hast du noch mehr Probleme außer mit gnome? Ich würde vermuten, dass Prozesse die darauf zugreifen bis zu einem Timeout hängen bleiben.
 
Die habe ich tatsächlich, aber fast nie die selben. Manchmal stürtzt das system komplett ab, manchmal bleibt es hängen, natürlich bleiben wie du schon vermutet hast einige Programme bis zum Timeout hängen, es kann aber auch sein, dass nur gnome komplett hängen bleibt und ich den rechner noch halbwegs ordentlich runter fahren kann.

Ich habe das Problem eigentlich schon seit ich sshfs unter FreeBSD nutze, seit 7.2. Zur zeit habe ich noch 8.2 will aber bald ein update auf 9 auf meinem Laptop machen. Eben weil ich das Problem schon so ewig habe, denke ich, dass es eine schlechte Konfiguration ist die mir ein Bein stellt.

Ich hoffe die informationen helfen irgendwie.
 
Ich würde mal vermuten, dass gnome da irgendwie mit fam/gamin rumpfuscht und das irgendwie die Probleme verursacht. Bekommst du die Probleme auch mit einem genügsamen Fenstermanager wie twm oder wenn du bloß die Konsole verwendest (ohne eine Gnome-Sitzung zu starten)?
 
Ich habe das gerade mal getestet. Nachdem der Server kurz zeitig (neustart) weg war ging in der aktuellen Session nichts mehr, nichtmal ein ls in einem lokalen Ordner. Ich habe dann mal probiert, was passiert wenn ich mich mir Root anmelde, in dieser Session ging alles als währe nichts. Als dritten Test habe ich eine weiter Session des users, der über sshfs gemountet hat, geöffnet. In dieser ging aber garnichts, es ist gerade so der begrüßungstext erschienen.
Ich habe dann mal eine weile gewartet, ob irgendwann ein timeout kommt, der ist aber auch nach ca. 10min ausgeblieben.
 
Wie setzt du denn sshfs ein? Ist die Verbindung fest in der fstab? Benutzt du irgendwas von Gnome oder den AMD?
 
Ich mounte es bei Bedarf manuel über den User mit dem ich gerade arbeite, bzw in dessen Session ich es benötige. Ich brauche es nicht oft, daher lohnt es sich nicht das jedes mal zu mounten, schon garnicht mit diesem problem :)

Genauer, das gebe ich im terminal ein.
Code:
sshfs user@rechner:/verzeichniss/ /mount/point
 
Hmm, das klingt eigentlich recht ungefährlich. Ich benutze sshfs nicht oft, hatte aber auch noch nie Ärger damit.

Hast du mal HAL abgeschaltet?
 
Ich hab da evtl ein aehnliches Problem mit sshfs, jedoch ohne GNOME. Wenn die Verbindung ne zeitlang abgebrochen ist, haengen irgendwie saemtliche Versuche auf den mountpoint zuzugreifen, also zb "ls ~/mnt/foo" haengt einfach und laesst sich auch nicht mit kill -9 beenden. Das Problem hab ich auch schon laenger und kein Loesung dafuer. Bei GNOME nehme ich an, wird dann alles haengen, da nautilus/fam/wasauchimmer da noch offene Filedescriptoren hat (oder so).
 
Hmm, das klingt eigentlich recht ungefährlich. Ich benutze sshfs nicht oft, hatte aber auch noch nie Ärger damit.

Hast du mal HAL abgeschaltet?

Das Problem würde ja sein, dass gnome dann bockt soweit ich weiß.
Ich werde das aber mal Testweise machen, geht nur gerade nicht.
Ich gebe dann aber meine Erkenntnisse bekannt.
 
ich kenne das mit meinem KDE3 auch und auch mit NFS-mounts.
Allerdings sind meine NFS-Mounts sehr zuverlässig verfügbar, selten aber eben doch nicht.
Das Problem kann ich absolut auf KDE in der Form beschränken, dass es auftritt, sobald ich einen Zugriff auf einen nicht vorhandenen Inhalt während des Betriebs mache. Es hängt damit zusammen, dass KDE (konqueror) die Inhalte aktuell halten will und dies sehr ausdauernd versucht.
Ausweg ist es dann, die konqueror Sitzung zu killen und keinen neuen Zugriff auf die verlorenen Inhalte zu machen, dann einen umount -f, wenn es sonst nicht geht.

Es tritt kein Fehler auf, wenn ein Ordner bereits geöffnet ist aber auf einem Fenster in Hintergrund oder auf einer inaktiven Arbeitsfläche bleibt, es tritt überhaupt kein Fehler auf, wenn ich KDE komplett im Hintergrund halte und etwa auf der Konsole weiter arbeite, oder einen weiteren User anmelde, der nicht direkt auf die betroffenen Ordner schaut. Diese "zweit-User" melde ich dann allerdings nicht unter KDE an, weshalb ich nicht hundertprozentig weiß, wie das reagieren würde.

Ich nutze auch HAL und DBUS, beide brauchen keinen Neustart. Wenn ein umount gelingt und die "hängende" Anwendung gekilled werden kann, läuft das System meist stabil weiter.

mounten tue ich über ein startscript mit: mount -t nfs -o rw,soft
 
so ich habe jetzt endlich mal geschafft sshfs ohne hal zu benutzen. Das Ergebniss ist das selbe. Durch zufall bin ich mal wieder auf der ideen seite von FreeBSD gewesen und habe das gefunden. Für mich ist der Fall jetzt klar, fuse ist noch nicht fertig. Also werde ich mal nicht weiter meckern und wenn es mich doll genug nervt, sollte ich evtl selber mal Hand anlegen. Sofern ich dazu in der Lage bin :zitter:

Danke für eure Hilfe!

ath0
 
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