Fehlerfreiheit OpenBSD & Updatezyklen, Schlankheit und allgemeine Diskusion zur Softwareentwicklung & Zyklen

Natürlich. Microsoft könnte heute zusätzlich den Markt für Browser (statt Google), Server (statt Linux), Tablets (statt Apple), Smartphones (statt Apple/Google) und vieles mehr beherrschen.
Das ist doch reine Spekulation.

Mal abgesehen davon, war man bei Servern nicht unerfolgreich. Microsofts Strategie war hat immer: "Wir haben die Windows-Plattform die auch stark ist und darüber versuchen wir in andere Bereiche zu kommen."
Und bei firmeninterner IT hat das auch gut geklappt, weil sich Windows Server und Windows-Clients eben gut ergänzen und Du über die Windows-Plattform Integration hast.
Bei Servern im Internet hast Du das nicht. Wenn Du beispielsweise einen Webserver betrieben hast, brachte Dir die Windows-Plattform keinen Vorteil. Und Du hattest halt Linux als Konkurrenz der Open-Source/kostenlos war. Zudem war der Server-Bereich schon immer recht UNIX-lastig gewesen. Dementsprechend gab es viel Leute mit UNIX-Know-How. Und Linux ist einem UNIX nun mal näher als Windows.
Logischerweise wurden dann im Internet eher auf Linux (und BSD) gesetzt als auch Windows.

Browser ist auch eher ein schlechtes Beispiel. Wie gesagt: Microsofts Strategie war ja immer über ihre Windows-Plattform das Rennen zu gewinnen. Sowas wie das Internet war da erst mal ein Fremdkörper (eigentlich wollte ja Microsoft ursprünglich ihr Microsoft-Network etablieren). Allerdings konnte man das Internet auch nicht ignorieren. Also entschied man sich mitzuspielen und holte sich Mosaic um daraus den InternetExplorer zu machen. Aber eigentlich machte es aus Microsofts Sicht nicht so viel Sinn ein Fenster zum Internet zu haben. Vermutlich war die Idee: "Wenn wir den besten Browser haben macht das die Windows-Plattform attraktiver und dann geht alles andere weg und wir haben das Microsoft Network dann doch noch irgendwie realisiert". Das ging dann halt nur nicht auf und dementsprechend war der Browser eigentlich keine wichtige strategische Komponente mehr. Dementsprechend kam auch lange Zeit nicht mehr rum, als ein wenig Produktpflege aber halt kaum echte Weiterentwicklung.

Anders als bei Google. Die hatten keine Plattform wie Windows. Die hatten "nur" Internetdienste. Die hatten also ein vitales Interesse an Browsern und deren Verbesserung. Einen eigenen Browser zu haben und zu pushen und darüber Weiterentwicklung zu haben ist da natürlich viel wichtiger.

Smartphones hat man schlicht verschlafen. Wie man auch andere Neuentwicklungen (Internet) verschlafen hat. Das hat nichts mit mangelnder Qualität zu tun!

Da fallen mir also auf Anhieb Erklärungen ein, die erst mal nichts mit der Softwarequalität zu tun haben.
Klar hat Qualität seinen Anteil. Aber Deine These a-la "Firmen die keine Qualität liefern, können einpacken" lässt sich so kaum halten.
Natürlich sollte die Qualität nicht total in den Keller gehen, weil sonst irgendwann wirklich die Nutzerakzeptanz leidet. Aber Qualität bedeutet halt auch immer Kosten und als gewinnorientiertes Unternehmen bist Du immer bestrebt, Kosten zu sparen. Du wirst also immer ein Trade-off haben: "Wie gebe ich nicht zuviel Geld für Qualitätssicherung aus aber halte trotzdem irgendwie die Kunden noch bei der Stange."

Schon allein das verhindert, das Du als User gute Qualität kriegst.

bzw. Qualität und Browser: Gerade Chrome/Chromium hat alle naselang Bugs (viel Spaß beim blättern). So von wegen Chrome hat gewonnen wegen Qualität und so.
Und Mangel an Geld und guten Entwicklern wirds bei Google ja kaum sein. Und die machen doch auch sonst alles, wie Du willst.
Also was ist da los mit der Qualität? Warum kriegen die es nicht in den Griff???

Das hätte man mal neovim oder Visual Studio Code sagen sollen. ;)
Du musst schon sagen, worauf Du hinaus willst.
Ich gebe mir hier wirklich Mühe meine Standpunkte ausführlich und nachvollziehbar darzulegen.
Wenn Du keine Lust auf Diskussion hast, sagt das einfach. Das erspart mir Arbeit.

Als Endanwender möchte ich doch auch möglichst zeitnah Fehlerbehebungen und vieles mehr haben.
NOCHMAL: Wenn ich sorgfältig entwickle, habe ich ja kaum Fehler.
Das hab ich jetzt irgendwie schon gefühlt 10x Mal erklärt. Langsam wirds mir zu doof.

Unnötig lange Release-Zyklen sorgen automatisch für mehr Verwaltungsaufwand.
Ich hab nichts davon gesagt, das man Release-Zyklen unnötig lang machen soll.
Einmal mehr bastelst Du Dir hier was zusammen, um dann darauf basierend zu argumentieren.
Ähm nee. Darauf hab ich keine Lust.

Ich breche mal an der Stelle ab. Das heißt nicht, das ich grundsätzlich nicht mehr weiter diskutieren möchte. Aber wenn ich 90% damit beschäftigt bin mich mit solch halbgaren Aussagen und Wiederholungen rumzuschlagen, dann ist das nicht wirklich zielführend.
 
Bei Servern im Internet hast Du das nicht. Wenn Du beispielsweise einen Webserver betrieben hast, brachte Dir die Windows-Plattform keinen Vorteil. Und Du hattest halt Linux als Konkurrenz der Open-Source/kostenlos war. Zudem war der Server-Bereich schon immer recht UNIX-lastig gewesen. Dementsprechend gab es viel Leute mit UNIX-Know-How. Und Linux ist einem UNIX nun mal näher als Windows.
Logischerweise wurden dann im Internet eher auf Linux (und BSD) gesetzt als auch Windows.

Du hast vermutlich recht, selbst mit Microsofts 1993er POSIX subsystem hätte es nicht gereicht, auch nicht mit dem 1999er Windows Services for Unix, die leider allesamt nichts getaugt haben.

FreeBSD war ab 1994 brauchbar, Linux ab 1996. Damit hätte Microsoft genug Zeit gehabt, auch auf dem Markt Fuß zu fassen. Das POSIX-Subsystem war halt für Microsoft damals nur ein halbherziges Feigenblatt, um POSIX-Kompatibilität heucheln zu können, und qualitativ minderwertig.

Es hat erst eine neue Führungsriege und bis 2016 gebraucht, bis Microsoft mit Windows Subsystem for Linux erkannt hat, wie wichtig der Markt (zumindest für Entwickler) ist.

Das ging dann halt nur nicht auf und dementsprechend war der Browser eigentlich keine wichtige strategische Komponente mehr. Dementsprechend kam auch lange Zeit nicht mehr rum, als ein wenig Produktpflege aber halt kaum echte Weiterentwicklung.

Microsoft hat qualitativ minderwertige Arbeit abgeliefert. Der Internet Explorer hinkte dann ja nicht nur der Entwicklung hinterher, sondern fror regelmäßig ein und stürzte gerne und regelmäßig ab.

Anders als bei Google. Die hatten keine Plattform wie Windows. Die hatten "nur" Internetdienste. Die hatten also ein vitales Interesse an Browsern und deren Verbesserung. Einen eigenen Browser zu haben und zu pushen und darüber Weiterentwicklung zu haben ist da natürlich viel wichtiger.

Korrekt.

Smartphones hat man schlicht verschlafen. Wie man auch andere Neuentwicklungen (Internet) verschlafen hat. Das hat nichts mit mangelnder Qualität zu tun!

Microsoft hatte Windows Mobile schon im Jahre 2000 auf den Markt gebracht; sieben Jahre vor dem ersten iPhone. Qualitativ war es leider nur weit davon entfernt, gut zu sein. Kein Vergleich selbst zu dem Microsoft-eigenen Nachfolger Windows Phone.

Microsoft hätte den Smartphone-Markt in der Hand haben können, hätte es Qualität geliefert.

Klar hat Qualität seinen Anteil. Aber Deine These a-la "Firmen die keine Qualität liefern, können einpacken" lässt sich so kaum halten.

Es gibt natürlich Bereiche, bei denen Qualität eine untergeordnete Rolle spielt (der Enterprise-Bereich lässt grüßen). Ich habe aber oben auch Beispiele geliefert (Spotify, Figma, Slack), bei denen namhafte Unternehmen mangels Qualität gegen Klitschen verloren haben.

bzw. Qualität und Browser: Gerade Chrome/Chromium hat alle naselang Bugs (viel Spaß beim blättern). So von wegen Chrome hat gewonnen wegen Qualität und so.
Und Mangel an Geld und guten Entwicklern wirds bei Google ja kaum sein. Und die machen doch auch sonst alles, wie Du willst.
Also was ist da los mit der Qualität? Warum kriegen die es nicht in den Griff???

Chromium hat 36 Millionen Zeilen Quellcode und funktioniert verdammt gut dafür, dass es noch aus dem letzten Dreck invalidem HTML, CSS und Javascript in eine nutzbare Webseite darstellt.

Würde Chromium besser werden, gäbe nur ein Release pro Jahr mit einer riesigen Masse an Änderungen?

Du musst schon sagen, worauf Du hinaus willst.
Ich gebe mir hier wirklich Mühe meine Standpunkte ausführlich und nachvollziehbar darzulegen.
Wenn Du keine Lust auf Diskussion hast, sagt das einfach. Das erspart mir Arbeit.

Pardon, falls ich mich undeutlich ausgedrückt haben sollte.

Mit neovim sieht man, dass nicht mal der fast 50 Jahre alte vi ausentwickelt ist.

Visual Studio Code beweist seinerseits, dass das Konzept Texteditor an sich ebensowenig ausentwickelt ist.

NOCHMAL: Wenn ich sorgfältig entwickle, habe ich ja kaum Fehler.

Auch wer sorgfältig entwickelt, macht Fehler. Je kürzer die Feedback-Schleife zwischen Erzeugung, Entdeckung und Behebung (auch und erst recht, falls der Fehler es in Produktion schafft) des Fehlers ist, desto besser.

Einverstanden?
 
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