Fragen zur GPL

darktrym

Fahnenträger
Ich beschränke mich auf die Version 2.
Angenommen Hersteller X vertreibt eine mod. Variante des Programms(gplizenziert). Der Käufer erhält nach dem Kauf den aktuellen Quellcode.

Können Dritte nun ohne zu bezahlen die Herausgabe des Codes verlangen(wegen Verbreitungsklausel)?
Kann nicht der Hersteller eine interne Richtlinie verfolgen, dass diejenigen die den Code weitergegeben haben, keine akt. Version mehr ausgehändigt bekommen?

Die Fragen kommen daher weil in einem Podcast geäußert wurde, dass die GPL lediglich dazu verpflichtet den Käufer den Quellcode auszuhändigen.
 
Dritte können nicht die Herausgabe verlangen. Der Käufer darf den Quellcode aber weiterverbreiten.

Der Hersteller wiederum ist nur bei Sachmängeln im Rahmen der Gewährleistung Updates anzubieten (so würde ich das in Deutschland zumindest sehen). Wenn er Updates verteilt muss er mit dem Update natürlich auch dem Empfänger den Quellcode zugänglich machen.

Disclaimer:
Ich bin kein Anwalt und kann keine Rechtsauskünfte geben Bla Bla Bla ...
 
Die zweite Frage zielte darauf ab, ob dann eine Geschäftspraktik möglich ist, Käufer an sich zu binden und die Offenlegung ggü. Mitbewerbern zu unterbinden. Nach den Prinzip, bist du lieb zu mir, bekommst du Updates oder warte bis einer den Quellcode leaked.
Ich glaube ähnliches ist doch bei den Service Verträgen von Red Hat der Fall.
 
Der Händler kann das machen. Aber er würde damit die GPL verletzen. Er sollte also vermeiden diese Bedingungen in irgend einer eindeutigen Form zu kommunizieren.
 
"Ohne zu bezahlen" übrigens nicht zwangsläufig. Die GPL schreibt nix von "kostenlos" vor.
 
Die zweite Frage zielte darauf ab, ob dann eine Geschäftspraktik möglich ist, Käufer an sich zu binden und die Offenlegung ggü. Mitbewerbern zu unterbinden. Nach den Prinzip, bist du lieb zu mir, bekommst du Updates oder warte bis einer den Quellcode leaked.
Ich glaube ähnliches ist doch bei den Service Verträgen von Red Hat der Fall.

RedHat veröffentlicht doch den Quellcode ihrer Software und Updates selbst. Wenn du aber Pakete haben willst, musst du entweder zahlen oder dir das ganze selbst kompilieren, siehe CentOS, ScientificLinux oder OEL, alle drei basieren auf RHEL source.
Bei den Serviceverträgen von RedHat geht es mehr um Zertifizierung und 24/ Support.
 
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