FreeBSD testen in Virtualbox

Pilz88

New Member
Hallo an alle ,ich wollte eigentlich von Win7 weg zu FreeBSD,und es deshalb in Virtualbox testen.

Leider weis ich nicht welches image ich runerladen muss ftp://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/releases/amd64/amd64/ISO-IMAGES/10.2/

Mein System ist ein FX 6300,eine Nvidia gtx 650, ein Asus M5A78L-M/USB3 mainboard mit Bios 1503,8 GB Ram und eine Seagate Hdd.
Alle Linux images die ich vor ca einem halben Jahr getestet habe zeigten mir aber einen i386 Cpu an,obwohl ich einen 64Bit system habe,zudem habe ich kein einziges zum laufen gebracht :( .

Deshalb wollte ich halt jetzt nochmal einen "Neustart" wagen :)

Eine Datensicherung hab ich schon gemacht sollte etwas schiefgehen bei einer realen installation.

Lg,
Pilz88
 
Hallo,

wenn du nur erst mal testen willst solltest du dir mal PC-BSD anschauen, das basiert auf FreeBSD aber da ist schon alles fertig konfiguriert. Auch da gibts ein 64Bit Image, wobei auch x86 laufen sollte.

Gruß ré
 
Hallo,

wenn du nur erst mal testen willst solltest du dir mal PC-BSD anschauen, das basiert auf FreeBSD aber da ist schon alles fertig konfiguriert. Auch da gibts ein 64Bit Image, wobei auch x86 laufen sollte.

Ich weiß nicht, ob ich mir zum testen so eine aufgeblasene Kiste nehmen würde, aber da gehen die Geschmäcker sicherlich auseinander.
 
Danke an alle.Allerdings hat sich das Testen erledigt seit dem Update Skandal von M$ . Ich werde Freebsd als hauptsystem Installieren,anleitung für eine Installation hab ich schon angefangen zu lesen,aber Youtube videos sind auch ganz gut dafür(für ein absoluten frischling wie mich^^).Bin nur noch unschlüssig welches DE ich nehmen soll.
Gnome3 und KDE sind bei mir ein NoGo,Cinnamon mag ich auch nicht wirklich,da zu windows ähnlich.
Am ehesten würde ich Mate oder Xfce nehmen, andere DE die noch supportet und verbessert werden kenn ich gerade nicht.
 
Warum nicht einfach mal mit slim ( Loginmgr, x11/slim ) , Openbox ( WM, x11-wm/openbox ), rxvt-unicode ( Terminal Emulator, x11/rxvt-unicode ) und Firefox/Chrome je nach dem was man lieber mag. Als Dateimanager würde ich midnight commander ( misc/mc ) empfehlen bzw. ist gibt auch keine mir bekannte alternative ( mc == alternativlos! ). Als Graphischen Manager kann man auch Thunar nehmen wenn Du sowieso darüber nachdenkst XFCE4 zu installieren. Email Client gibt's auch mehr als nur Thunderbird z.b Sylpheed ( mail/sylpheed, mail/thunderbird ) oder halt mutt ( mail/mutt ) . Als Editor nutze ich persönlich editor/vim aber editors/nedit oder editors/gedit sind sicher auch alternativen zumindest am Anfang.
 
Funktioniert slim denn mittlerweile wieder?
Nach meinem letzten Stand tat es die Auswahl nicht mehr unter FreeBSD oder nur mit Verrenkungen und es wurde nicht weiterentwickelt.
Eine brauchbafre Alternative für den mc scheint mir xfe zu sein. Mir ist er zu bunt und aufgeblasen, aber er macht brav, was er soll.
 
Vor 2 Wochen habe ich slim via pkg auf einem 10.2 Release installiert, ich habe nur slim_enable="YES" in /etc/rc.conf eingetragen.
Slim liest dann $HOME/.xinitrc nach einem erfolgreichem login.
Die Auswahl von Sessions folgt über *.desktop Dateien, die Default in /usr/local/share/xsessions zu finden sind. Aber ich habe nur einen WM deshalb hab ich mich nicht weiter damit beschäftigt wie man Sessions für einen User erstellt.
 
Mmmh... einen Blick auf GhostBSD wuerde sich
auch lohnen, wenn's mal schnell gehen sollte. :)

"Update Skandal von M$"??!? Habe ich was verpasst???
 
Also FreeBSD kann einen sehr guten Desktoprechner ergeben. Mit der AMD FX-6300 CPU, 8GB RAM und ner halbwegs aktuellen Nvidia GPU hast du auch gut unterstützte Hardware mit genug Reserven für ZFS und nen bloated Desktop. Ein frisch installiertes FreeBSD ist allerdings weit von einem bequemen Desktopsystem entfernt. Die Bauteile zum Desktop deiner Wahl findest du fast alle in den Ports (bzw. Packages). Du musst sie allerdings selbst zusammenbauen. Das ist eine sehr Steile Lernkurve und wird dich beim ersten mal viel Zeit kosten.

Das bereits empfohlene PC BSD ist ein vorkonfiguriertes FreeBSD mit graphischem Installer und einigen GUI Tools. Es ermöglicht sofern deine Hardware unterstützt wird (bis jetzt spricht alles dafür) einen schnellen Einstieg. Dabei lernst du zwar weniger, aber das ist vllt. auch nicht das primäre Ziel und nichts hindert dich dran FreeBSD mit einer fertig eingerichteten GUI zu erforschen sollte dir danach der Sinn stehen.
 
Meinen Vorrednern kann ich nur zustimmen und vor allem betonen, was Crest gesagt hat. Das möchte ich nur ein wenig dramatischer ausführen.
Die Wahl des DE ist eine wichtige Wahl. Man kann irgendeines nehmen oder auch vollkommen ohne leben. Das zeigt bereits ein wenig davon, welche große Freiheit man mit FreeBSD bekommt. Hier ist Freiheit aber im Sinne von Freiheit, etwas zu tun und die dafür notwendigen Entscheidungen zu treffen gemeint. Die Grundlagen zu den Entscheidungen kann man erlernen, denn das Wissen dazu ist Frei zugänglich. Das ist Freiheit im eigentlichen Sinn der Freien Software.
Meist wird heute Freiheit aber als Freiheit gesehen, nichts tun und keine Entscheidung treffen zu müssen. Das ist Freiheit im Sinne von Freizeit. Durchaus legitim, aber nicht kompatibel zu dem, was dich unter FreeBSD erwartet.
FreeBSD ist in diesem Sinn nicht mit einem Windows oder einem anderen Desktop-zentrischen Betriebssystem vergleichbar. Es gibt keine bevorzugte Anwendung, keine bevorzugten Erscheinungsformen und keinen zwingenden Aufbau eines Systems. Die Wahl fängt schon bei der Partitionierung einer Platte an, geht weiter mit dem Dateisystem, mit den dafür benutzten Optionen, der Frage nach SWAP, der Entscheidung über einen GENERIC oder einen individuellen Kern mit allen möglichen Modulen, die zur Laufzeit nach Bedarf geladen werden können oder einer festen Auswahl davon. Es gibt vielfältige Möglichkeiten der Optimierung hinsichtlich der verwendeten HW. Für einen Desktop kann ein anderes Setting sinnvoller sein, als für einen Server. Und so könnte ich eine ganze Weile fortfahren.
Bei all diesen Entscheidungen gibt es keine Systemabfragen. Du wirst nicht durch irgendwelche Hinweise auf deine Entscheidungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht. Die Youtube-Videos dazu kenne ich zwar nicht, aber ich bezweifele, dass es sich dabei um seriöse Tutorials handelt, die auch auf die Tiefe der Möglichkeiten eingehen. Ja, ich denke, eine ganze Reihe der vorhanden Möglichkeiten überlastet einen Anwender und es dauert Monate, wenn nicht sogar Jahre, bis man sie ausreichend kennen gelernt hat.

Natürlich ist es gerade der Reiz an FreeBSD, dass diese Möglichkeiten offen stehen und man derart viele Entscheidungen treffen kann. Diese spielen sich aber in der Unterwelt ab und bleiben nach außen zunächst verborgen. Was nachher sichtbar wird ist ja nicht FreeBSD, das ist ja ein DE und einige Programme, die darin dargestellt werden. Das geht, das kann man mit FreeBSD machen, aber es ist nicht dafür vorbereitet oder optimiert.
Im Unterschied zu manchen bekannten fertig-Lösungen muss in FreeBSD viel investiert werden und das Ergebnis kann mitunter trotzdem weniger brauchbar sein, als wenn so etwas von Leuten zusammengestellt wird, die bereits mehr Wissen und Fertigkeiten erworben haben. Das sollte man nie vergessen.
 
Nur mit Tastatur? Da greift man dann aber zu nem Tiling WM (und nutzt dennoch den X). Ohne X11 macht das Ganze ja eher keinen Spass... Ich mag z.B. den SpectrWM.

Was für Probleme hast du denn mit dem Xorg? Evtl. kann dir ja geholfen werden ;)
 
Danke an alle,ich bin momentan aufgrund von Problemen mit dem x.org bei Ubuntu,nächste Woche gehe ich zu Opensuse Leap.
Suche gerade die Möglichkeit ob ich FreeBSD ohne GUI installieren kann(hab noch irgendwo einen alten laptop),dafür aber mit Lynx auf das Internet zugreifen kann und so ein OS besitze das nur mit Tastatur funktioniert,ungefähr so http://productplacementblog.com/movies/ghostbusters-ii-hewlett-packard-computer/

Das verstehe ich nicht richtig. FreeBSD ist ohne GUI.
 
zu pit234a : hast ja recht,ich meinte das ich danach ohne GUI noch was mit anfangen kann^^. Verwende gerade unter Ubuntu Links2 ,gefällt mir sehr gut.Werde wohl noch warten müssen bis Freebsd den anbietet,oder ich hab die Suchfunktion in den Ports von FreeBSD nicht richtig verstanden.

PS: mein "add" Symbol geht leider nicht,auch das Euro Zeichen nicht, weis jemand wie ich das ändern kann?(also strg und alt drücken und dann kommt leider nix.)
 
zum finden in den Ports nehme ich gerne find. Etwa:
Code:
 ~:-> find /usr/ports -iname "links*"
/usr/ports/www/links-hacked
/usr/ports/www/links
/usr/ports/www/links1
Jedes dieser Verzeichnisse enthält in der Regel zusätzliche Informationen in der der Datei pkg-descr.
Das mache ich deshalb, weil ich gerne die Ports nutze und mich so eingewöhnt habe.

Die Tastatur muss mit einem Zeichensatz zusammenwirken. Es muss also zunächst mal eine Taste richtig erkannt werden können und dann auch noch die passende Darstellung dazu bestimmt werden. Beides dann auch noch einmal für die Konsole und dann für X und möglicherweise für unterschiedliche Nutzer auch unterschiedlich belegt. Das ist also kein Thema für eine schnelle, kurze Antwort. Wahrscheinlich ist das im Handbuch auch erklärt und ich fasse nur mal ein wenig zusammen, was auf der Konsole gilt.

Allgemein ist es so, dass die Tastatur anhand eingebauter Kennungen als solche erkannt und behandelt wird. Tastendrücke sind dann Ereignisse, die einen bestimmten Code erzeugen und diesem kann dann wieder eine Aktion zugewiesen werden. Meistens geht es darum, Buchstaben zuzuweisen und die dann anhand eines Zeichensatzes darzustellen.
Für die Erkennung und Erfassung des Codes braucht es normalerweise keine Handarbeit, außer bei einigen Spezialtasten. Die üblichen Tasten werden durch Zuweisen eines passenden Tastaturtyps vollkommen erfasst. Dies geschieht durch einen Eintrag in der /etc/rc.conf, etwa:
Code:
keymap="german.iso.acc.kbd"
Wenn solch ein Eintrag nicht erfolgt, wird keine keymap benutzt und die Default-Einstellung bleibt erhalten, die auch im Single-user Modus gilt. Das ist dann eine amerikanische Tastatur. FreeBSD kennt einige Typen und etwa die folgenden "german"
Code:
 ~:-> ls /usr/share/syscons/keymaps/ | grep german
german.cp850.kbd
german.iso.acc.kbd
german.iso.kbd
swissgerman.cp850.kbd
swissgerman.iso.acc.kbd
swissgerman.iso.kbd
swissgerman.macbook.acc.kbd
Dazu passend dann fonts in /usr/share/syscons/fonts/ und eine Erläuterung kann man aus /usr/share/syscons/fonts/INDEX.fonts auslesen und finden, dass die iso15 für uns gut sind:
Code:
 ~:-> ls /usr/share/syscons/fonts/ | grep iso15
iso15-8x14.fnt
iso15-8x16.fnt
iso15-8x8.fnt
woraus sich dann in der /etc/rc.conf die Einträge ergeben:
font8x14="iso15-8x14"
font8x16="iso15-8x16"
font8x8="iso15-8x8"

Außerdem können in der /etc/login.conf auch lokalisierte Gruppen festgelegt und diesen bestimmte Eigenheiten mitgegeben werden. Für € und @ auf der Konsole sollte aber die Einstellung von oben schon genügen. Die lokalisierten Gruppen müssen dann in die Datenbank überführt und in der /etc/master.passwd eingetragen werden. Das führt mir nun zu weit. Sollte es mit dein Einstellungen für die Konsole so nicht genügen, wie oben erklärt, solltest du aber wissen, dass es noch nicht der Weisheit letzter Schluss ist und weitere Einstellungen sinnvoll sein können.
 
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