Freier Fortrannachfolger von Sun

Athaba

Libellenliebhaber
Hi,

in letzter Zeit dürfte das Erstellen neuer Programmiersprachen modern geworden sein. Betriebssysteme, Dateisysteme und Windowmanager gibt's ja schon zu Hauf.

Nachdem vor kurzem der C-Nachfolger D erschienen ist gibt es nun den Fortran-Nachfolger Fortress. Glaubt ihr, dass sich solche Sprachen Fuß fassen und/oder durchsetzen können? Fortresss ist im Übrigen unter einer BSD-Lizenz verfügbar.

Bei Ruby, Haskell & Co scheint es ja einigermaßen zu klappen. Aber mit Fortran und D hat (bzw. tut man das natürlich noch) man ja doch Größeres programmiert.

Was mich diesbezüglich wundert ist, dass man auf der einen Seite über Altlasten beschwert und auf der anderen Seite trotzdem dabei bleibt. Vielleicht könnte mich da mal jemand aufklären.

Athaba

EDIT: Achja, noch die Links zu den Projektseiten (die oberen sind zu den Golen-Newsartikeln):

Fortress: http://research.sun.com/projects/plrg/
D: http://www.digitalmars.com/d/index.html
 
Meines Erachtens wird sich sowas wie D nicht sehr durchsetzen, denn man muss er ja erstma lernen. Das kann ich mir jetzt nicht leisten, mein Kumpel (Info-Student) auch nicht, davor müsstens auch erstmal die Profs können. Wird sich allein deswegen nicht durchsetzen, glaub ich. C tut es ja, wenn auch viele drüber mosern und es alt ist.

Ok, ich werde mir mal Fortress ansehn, da ich noch keine Erfahrung mit Fortran habe und es mich interessiert. Aber sonst denke ich nicht, das solche Sprachen die alten verdrängen, irgendwann vielleicht, aber nuja.
 
Naja, es ist ja bei Ruby auch nicht so, dass man es in der Durchschnitts-Schule lernt.
Trotzdem setzt es sich durch. Oder ist da nur Ruby on Rails schuld?
 
Glaubt ihr, dass sich solche Sprachen Fuß fassen und/oder durchsetzen können?

So wie ich das verstehe, ist Fortress sehr gut für numerische Berechnungen geeignet und unterstützt das Parallelisieren von Algorithmen wohl sehr gut. Da die Hardware sowohl im Desktop- als auch Small-/Midrange-Server-Bereich auch immer mehr "in die Breite" geht, müssen, meiner Meinung nach, in diesem Bereich auch die Software-Technologien "in die Breite" wachsen.

Paralleles Programmieren in C oder C++ erfordert sehr viel Aufwand vom Entwickler und das automatische Parallelisieren vom Compiler, z.B. für SIMD Einheiten funktioniert nur bedingt (noch?). Ich glaube daher, dass Sprachen, die das Entwickeln paralleler Anwendungen erleichtern, sich durchaus auch in Bereichen ansiedeln können, die für die meisten hier sichtbar sind.
 
Die Beschreibung von Fortress hat bei mir sofort Interesse geweckt. Sobald ein Compilier in den Ports ist und ich ein Beginners-HowTo finde, werde ich mir das mal ansehen.
 
Scheinbar habe ich was verpasst, denn von der Sprache D lese ich jetzt zum ersten Mal. Von Fortran habe ich leider keinen Schimmer von daher wäre wohl Fortress für mich eher uninteressant. Fortran soll ja im Maschinenbaubereich recht beliebt gewesen sein. Vielleicht gibt es ja bald für unsere Wirtschaftsfreunde ein neues COBOL? ;)
Aber mal im Ernst, ich finde es ja toll dass es Leute gibt denen die bisher vorhandenen Programmiersprachen nicht reichen und somit meinen neue Sprachen entwickeln zu müssen welche jedoch wiederum nichts wirklich Neues mit sich bringen. Mich persönlich würde eher eine rein aspektorientierte Programmiersprache reizen, oder gibt es sowas schon längst? Laut meines Wissensstandes muss man sich bisher mit "Sprach-Plugins" wie z.B. AspectJ oder AspectC++ begnügen. Gibts in dieser Richtung vielleicht schon was neues?
 
Ich habe auch keine Ahnung von Fortran, Fortress ist aber trotzdem interessant, weil es auf Parallelisierung getrimmt ist.
 
Ja, schön und gut, aber es gibt einige Sprachen die interessante Ansätze haben und trotzdem kaum verwendet werden. Wie gesagt ich beschäftige mich kaum mit Sprachen, aber ich bekomme mit, dass es jetzt mehr werden und dass eigentlich schon ältere Sprachen nun auch Nutzer bekommen. Der Hype um Haskell ist zwar schon etwas älter, verdeutlicht aber was ich meine. Mich würde interessieren, ob das ähnlich is wie bei den angesprochenen OSs und FSs: 100 Sprachen und nur ein oder zwei finden (breitere) Verwendung oder zumindest 50 Sprachen und 30 finden Verwendung.

Ich weiß, dass das übertrieben ist, aber meine Gefühle haben mich bei den OSs und FSs auch nicht getäuscht - das heißt nicht dass ich mir jetzt 100% sicher bin, dass wir nun mehr Sprachen als Linuxdistributionen haben werden. Ich hoffe ihr wisst aber ungefähr was ich meine.
 
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