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Klassische Spiele unter FreeBSD

Vril

Well-Known Member
#26
Ich persönlich finde die Diskussionen um militante Computerspiele oder um Gewaltpotential in solchen Spielen komplett überzogen!

Wir hatten zwar früher keine Computer aber Kriegsspielzeug im Überfluss.
Das komplette Schulsystem war militant durchwirkt!
Es gab ab der 6. Klasse sogenannte Hans-Beimler-Wettkämpfe die reinen Wehrsport-Charakter hatten. Handgranaten-Zielwurf mit alten Stielhandgranaten war neben diversen Geländeübungen Standard!
Ab der 8. Klasse war es selbstverständlich, dass regelmäßig die NVA in der Schule auftauchte und MGs etc im Klassenraum aufbaute. Auch durften wir auf Panzerminen springen!
Nach Klasse 10 mussten alle für 4 Wochen in sogenannte GST-Lager. Dort wurden GST Uniformen getragen. Die Lager waren mit Stacheldraht eingezäunt. Es wurde nachts mit Luftgewehren Wache geschoben. Wir lernten exerzieren, lernten die Sturmbahn kennen, wussten danach was eine Eskaladierwand ist, lernten mit einer KK - Ausführung des AK47 das Schießen und konnten uns im Gelände mit Karte und Kompass zielgerichtet bewegen!

( das war übrigens zu einer Zeit, als hier in der BRD fast ein ganzes Volk „friedensbewegt“ wurde - von deren Aktivisten und Vordenkern aber die totale Militarisierung der DDR Gesellschaft - wenn überhaupt, dann nur achselzuckend zur Kenntnis genommen wurde. Denn der Feind hieß ja USA und NATO - und in der DDR war ja schon der Sozialismus - und in diesem Kontext musste man die Dinge einordnen und bewerten ;-). )

Tja - und ich glaube nicht, dass wir alle nun deswegen Militaristen geworden sind!
 

pit234a

Well-Known Member
#27
Ich persönlich finde die Diskussionen um militante Computerspiele oder um Gewaltpotential in solchen Spielen komplett überzogen!

Wir hatten zwar früher keine Computer aber Kriegsspielzeug im Überfluss.
Das komplette Schulsystem war militant durchwirkt!
Es gab ab der 6. Klasse sogenannte Hans-Beimler-Wettkämpfe die reinen Wehrsport-Charakter hatten. Handgranaten-Zielwurf mit alten Stielhandgranaten war neben diversen Geländeübungen Standard!
Ab der 8. Klasse war es selbstverständlich, dass regelmäßig die NVA in der Schule auftauchte und MGs etc im Klassenraum aufbaute. Auch durften wir auf Panzerminen springen!
Nach Klasse 10 mussten alle für 4 Wochen in sogenannte GST-Lager. Dort wurden GST Uniformen getragen. Die Lager waren mit Stacheldraht eingezäunt. Es wurde nachts mit Luftgewehren Wache geschoben. Wir lernten exerzieren, lernten die Sturmbahn kennen, wussten danach was eine Eskaladierwand ist, lernten mit einer KK - Ausführung des AK47 das Schießen und konnten uns im Gelände mit Karte und Kompass zielgerichtet bewegen!

( das war übrigens zu einer Zeit, als hier in der BRD fast ein ganzes Volk „friedensbewegt“ wurde - von deren Aktivisten und Vordenkern aber die totale Militarisierung der DDR Gesellschaft - wenn überhaupt, dann nur achselzuckend zur Kenntnis genommen wurde. Denn der Feind hieß ja USA und NATO - und in der DDR war ja schon der Sozialismus - und in diesem Kontext musste man die Dinge einordnen und bewerten ;-). )

Tja - und ich glaube nicht, dass wir alle nun deswegen Militaristen geworden sind!
Waren da Mädels und Jungs gleichermaßen beteiligt?
 

Vril

Well-Known Member
#28
Waren da Mädels und Jungs gleichermaßen beteiligt?
Mit Einschränkungen ja - die Anwerbungen der NVA in der Schule zielten natürlich hauptsächlich auf die Jungs - und teilweise mussten die Mädchen statt 4 Wochen GST Lager beim Roten Kreuz der DDR Zivilverteidugung üben - also zB Verhalten beim Atomschlag -nach dem Blitz hast du noch ein paar Sekunden um Deckung im Straßengraben etc zu suchen, bevor die Druckwelle kommt usw.

Finde ich persönlich übrigens gar nicht so schlecht - weil:
Als vor ein paar Jahren ein Meteorit in der Atmosphäre über Russland explodierte und dabei die Energie mehrerer Kernwaffen freisetzte, gab es sehr viele Verletzte durch die Druckwelle. Ich entsinne mich an die Aufnahnen einer überwachungskamera eines Fitness Studios mit meterhohen glasfronten.
Die Menschen im Studio sagen den Blitz am Himmel, hielten Inne und starten durch die Fenster nach draußen —- nach ca. 15s kam die Druckwelle ...
 

pit234a

Well-Known Member
#29
Mit Einschränkungen ja - die Anwerbungen der NVA in der Schule zielten natürlich hauptsächlich auf die Jungs - und teilweise mussten die Mädchen statt 4 Wochen GST Lager beim Roten Kreuz der DDR Zivilverteidugung üben - also zB Verhalten beim Atomschlag -nach dem Blitz hast du noch ein paar Sekunden um Deckung im Straßengraben etc zu suchen, bevor die Druckwelle kommt usw.

Finde ich persönlich übrigens gar nicht so schlecht - weil:
Als vor ein paar Jahren ein Meteorit in der Atmosphäre über Russland explodierte und dabei die Energie mehrerer Kernwaffen freisetzte, gab es sehr viele Verletzte durch die Druckwelle. Ich entsinne mich an die Aufnahnen einer überwachungskamera eines Fitness Studios mit meterhohen glasfronten.
Die Menschen im Studio sagen den Blitz am Himmel, hielten Inne und starten durch die Fenster nach draußen —- nach ca. 15s kam die Druckwelle ...
Ein bisschen mehr OT darf bei so einem Thema vielleicht sein.
Ich bedauere den Ablauf unserer "Wiedervereinigung" sehr und hätte mir wirklich gewünscht, aus beiden Systemen das Bessere zu wählen, anstatt den überheblichen Wessi raus zu kehren, dem der Ossi dankbar sein darf, dass er übernommen wird. Nun kann man über die Inhalte streiten, aber grundsätzlich war für mich das Bildungssystem der ehemaligen DDR inklusive frühkindlicher "Erziehung" durchaus weiter voran, als wir das selbst heute in der neuen BRD haben. Natürlich ist es fragwürdig, ob ein Staat hier die Hoheit haben soll, also Bildungs- und Erziehungshoheit. Dass es aber nicht gut ist, diese Hoheit auf Eltern zu verlagern und jedes Bundesland seine eigene Suppe kochen zu lassen, ist nur allzu offensichtlich.
Und Bildung nur auf die Bedürfnisse einer Industrie abzustellen und die Fragen des Lebens vollkommen außer Acht zu lassen, scheint mir sogar desaströs daneben zu liegen. Neben den Grundfertigkeiten, wie kochen, waschen, bügeln, nähen und aufräumen, fehlt es doch an Psychologie, Medizin, Kommunikation, Finanzlehre, Demokratie- und Philosophie-Kunde und etwa nach meinem Geschmack: Landwirtschaft und Nahrungsherstellung, um nur mal einige Beispiele zu nennen.

Da sind die Freiland-Kurse der DDR ja schon ziemlich nah dabei und es würde mich wirklich interessieren, ob diese unterschiedliche Bildung denn auch zu einem unterschiedlichen Konsumverhalten bei Video-Spielen geführt hat.
Wenn man sich verschiedene Wahlen ansieht, sind jedenfalls noch heute Unterschiede offenbar.

Der "Osten" ist übrigens eines der wenigen Ziele, die ich für Reisen überhaupt hätte, wenn ich denn reisen täte.
 

Vril

Well-Known Member
#30
yyyWenn man sich verschiedene Wahlen ansieht, sind jedenfalls noch heute Unterschiede offenbar.....
Tja ... nun, nach 30 Jahren - und nachdem nun immer noch 70% - 80% aller Schlüsselpositionen in ostdeutschen Landesregierungen und den größten Industriebetrieben durch „ High Potentials ;-) ” aus dem Westen besetzt sind
( Quelle: MDR https://www.mdr.de/heute-im-osten/wer-beherrscht-den-osten-studie-100-downloadFile.pdf )
wählen sie Ossis noch immer nicht so, wie unsere Eliten sich das wünschen.
shit happens LOL
 
#31
OK, Danke für den Hinweis, @mr44er ! Da BloodCM mit eduke32 läuft und ich zufälligerweise noch eine alte Duke Nukem 3D CD habe, wollte ich erstmal das ausprobieren. Nach über 20 Jahren mal wieder ein nettes Spielerlebnis mit verbesserter Grafik.

Doch wie bringt man BloodCM mit eduke32 zum Laufen? Auf dem angegebenen Link https://www.moddb.com/games/bloodcm/downloads/bloodcm-12-2016

kann man zwar eine Zip-Datei herunterladen, da steht auch Windows/Linux, es gibt aber nirgendwo (auch nicht in der Zip-Datei selbst) eine Anleitung, was man mit der entpackten Zip-Datei machen muss. Kannst Du da weiterhelfen?
 

mr44er

Well-Known Member
#32
Achtung: Lückenhafte Erinnerung incoming! :belehren:

Ich hab zuerst den eduke-Port installiert und geschaut, dass ich erstmal duke zum Laufen bekomme.

Dann hab ich mir die Verzeichnis/Dateistruktur von der zip angeguckt und passend rüberkopiert. Ich meine, das war recht ersichtlich, aber da mag die Erinnerung trüben.