Euch ist schon klar das sich der Standarduser nicht mit irgendwelchen Configs herum plagen will? Irgendwelche Parameter verstellen und Haken setzen bis irgendwas funktioniert.
Deshalb verwenden die meisten Windows oder Mac. Das installiert man und es es läuft.
Würde ich so nicht sagen.
Ich hatte, als ich 2006 mit über 30ig als Schreibmaschinenersatz meinen ersten Laptop kaufte, kaum Ahnung von der Sache. Begann dann, mein eigentliches Hobby, die Fotografie auch damit zu nutzen und musste erst mal lernen was es damit so alles auf sich hat. Und wenn schon - denn schon.
Viele verfluchten W Vista, ich bin im Nachhinein dankbar darüber und sogar froh, dieses Vista mit einem schwachen Laptop betrieben zu haben. So lernte ich etwas.
Und noch heute verbringe ich nach einer Windows-Installation erst mal mehrere Stunden mit Anpassungen, also Konfiguration. Nicht mehr wegen der Leistung, sondern um ein System vor mir zu haben, wie ich es mir vorstelle.
Linux und auch BSD ist was für Serveradmins und Bastler, aber niemals für den Normaluser.
Umgekehrt erlebte ich das mit Linux und später in weiterer Steigerung OpenBSD. Auch bei Linux passte mir der Default-Zustand nicht so ganz. Und zudem kaum Distributionen, die trotz der Vielfalt kaum dem entsprechen, was ich gerne hätte. Bei Open BSD muss ich zwar einige Dinge auch tun, doch quasi "aufbauend" und nicht "abbauend".
Ein OS aufzusetzen ist nun wirklich nicht das Problem. Aber es ist immer eine Frage was man wirklich will.
Auch als Anfänger bzw jemand der in der Sache nicht sehr tief geht, leiste ich mir den Anspruch auf ein System nach meinen Vorstellungen.
Für mich sind PC's nach wie vor zentrale "HumanInterface" und keine Selbstzweckmaschinen.
Ein "FertigSorglos-OS" zeichnet sich halt dadurch aus, dass es dem Nutzer möglichst alle möglichen Funktionen erlaubt. Wiederum möglichst ohne Hürden, ohne den Nutzer also mit Tätigkeiten "aufzuhalten" die nicht ganz direkt mit der Funktion zusammenhängen. Aus seiner Sicht, versteht sich.
Und mit "möglichst alle möglichst alle Funktionen" ist die gesamte Bandbreite gemeint. Eben auch was Graphik, Klang, Konnektivitäten usw betrifft.
Aber "FertigSorglos" ist vlt nicht das was man wünscht. Nun hat sich die Branche so entwickelt, dass alles Proprietäre nur Erfolg haben kann, wenn obiges "Alles dürfen, alles können-Prinzip" zutrifft. Und diejenigen die sich ein OS wünschen, welches per default (noch) nicht viel zulässt, auf (kostenlose) OpenSource-Angebote zurückgreifen.
Es gibt also keine diesbezüglich "abgespeckte" Windows - oder OS X Version. Keine, die per default auf minimale Grafik beschränkt ist, praktisch keine AnwenderProgramme mitbringt usw.
Was wir hier über OS besprechen, könnte ebenso auf Anwenderprogramme zutreffen. Programme die sich auf ihren Kernbereich beschränken, können ja kaum merh Erfolg haben. Jeder InternetBrowser braucht zB ja "WischiWaschi-Notiz-MitallemSynchron"-Funktionen zu haben. "Einfach ein Browser" reicht halt eben nicht mehr.
OpenSource-Unixe wie die grossen, klassischen BSD's oder "schlankere" Pinguine können genauso ideal für den NormalVerbraucher sein. Zähle mich selber dazu

Es ist nur eine Frage der Aufgaben die man an den PC stellt.
Selbst als eigentlicher Laie kann man das also mal von einer ganz anderen Seite her betrachten
