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PKG kaputt?

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #1
Seit heute bekomme ich beim versuch eines pkg upgrade nur noch folgendes:

Code:
Updating FreeBSD_latest repository catalogue...
FreeBSD_latest repository is up to date.
All repositories are up to date.
Checking for upgrades (159 candidates): 100%
Processing candidates (159 candidates):   0%
pkg: k3b has a missing dependency: lame
Processing candidates (159 candidates): 100%
Child process pid=2291 terminated abnormally: Segmentation fault
Habe schon ein pkg update -f; pkg install -f pkg gemacht, hat aber nicht geholfen ;'(
 
#2
Ich bin jetzt nicht so der Crack in Bezug auf pkg, aber anhand der Meldung würde ich daraus schließen, dass bei den Abhängigkeiten etwas schief läuft. Die Meldung: pkg: k3b has a missing dependency: lame, bringt mich drauf. Hast Du mal probiert, lame einzeln zu installieren / up-zu-daten (denglisch ist furchtbar)?
 

foxit

Well-Known Member
#3
Welche Version von FreeBSD und welche Paket-Quellen sind definiert? Oder baust du selber mit Poudriere oder Ports?
 

pit234a

Well-Known Member
#5
aber macht eine "missing dependency" da gleich einen Segmentation fault ???

Das sieht doch tatsächlich eher nach einem Problem mit der pkg-SW aus.
Wozu man aber natürlich die Version und das FreeBSD kennen muss, wenn es selbst mal probieren möchte.
Und weil viele Leute sehr oft pkg nutzen müssten derartige Probleme bekannt werden und im Netz auftauchen. Und wenn das nicht der Fall ist, ist vielleicht die HW defekt.
 

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #6
Also mit lame hat das nichts zu tun, die Nachricht kommt schon immer.

FreeBSD version ist 12.1-BETA1. Ich kann das bald mal auf RELEASE ziehen, aber ich denke nicht dass es daran liegt.

Repo ist "pkg+http://pkg.freebsd.org/${ABI}/latest"
 

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #7
Er verschluckt sich an dem Paket "texlive-texmf-20150523_4.txz", alle anderen kriegt er hin. Das habe ich jetzt erstmal gelockt, dann läuft auch ein upgrade durch.
 

pit234a

Well-Known Member
#8
FreeBSD version ist 12.1-BETA1
ich glaube nicht, dass es einen guten Grund gibt, diese Version noch zu nutzen einen Upgrade zu scheuen. Eine Lösung für dein Problem dürfte das aber kaum sein und ich denke, dass da noch andere Leute über texlive-texmf stolpern werden und deshalb ist das ja mal eine gute Info.
Wie bist du denn darauf gekommen?
 

Crest

rm -rf /*
Mitarbeiter
#9
pkg verlässt sich manchmal darauf von dem SQLite darunter kein NULL zu bekommen. Wenn sich die Repos zu stark verändert haben passt das nicht mehr. Da hilft es den kram zu deinstallieren und anschließend die neue Version zu installieren.
 

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #10
ich glaube nicht, dass es einen guten Grund gibt, diese Version noch zu nutzen einen Upgrade zu scheuen.
Ne, grundsätzlich gibts nichts was dagegen spricht, aber es brennt ja auch nicht an.

och andere Leute über texlive-texmf stolpern werden und deshalb ist das ja mal eine gute Info.
Wie bist du denn darauf gekommen?
Hab pkg in einen debugger geschmissen, der hat verraten, dass es in irgendwas mit package verify oder so abstürzt. Also habe ich mir die Liste der der 100 Pakete angeguckt, die er runtergeladen hatte und binärsuchen mäßig immer Teile davon versucht direkt mit pkg install zu installieren. Hat dann sehr schnell das eine Paket zum Vorschein gebracht.

Da hilft es den kram zu deinstallieren und anschließend die neue Version zu installieren.
Da ich momentan sehr stark auf ein funktionierendes TeX angewiesen bin werde ich eine Teufel tun das Paket zu deinstallieren :D
Der o.g. Fehler scheint ja auch offensichtlich nicht an etwas bereits installiertem zu hängen.
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#12
Das die Frauenhofer- und Sisvel-Patente ausgelaufen und damit das offizielle mp3-Lizenzprogramm beendet wurde, bedeutet nicht, dass mp3 im Umkehrschluss nun patentfrei ist: https://bugs.freebsd.org/bugzilla/show_bug.cgi?id=228441 Der Bereich digitales Audio ist sehr patentverseucht und es gibt fast sicher neuere Patente, die (theoretisch) auf mp3 anwendbar sind. Die hohe Verbreitung von mp3 und die juristische Vergangenheit des Formats machen es für Patenttrolle attraktiv. Selbst wenn man solche Klagen durch eine Argumentation über Prior Art (mp3 ist über 25 Jahre alt, damit kann es eigentlich kein valides Patent mehr geben) abwehren kann, bedeutet es langwierige, aufwändige und sehr teure Gerichtsverfahren, die das FreeBSD Projekt nicht stemmen könnte. Da FreeBSD in der Vergangenheit bereits mehrmals Ziel von in den USA zugestellten Cease und Desist Lettern wurde (vor allem die Chromium-Sache war haarscharf), spielt man in solchen Dingen lieber 100% sicher.

Nachtrag: Die Chromiumsache war 2010 - https://lists.freebsd.org/pipermail/freebsd-hubs/2010-March/002177.html
 

lme

FreeBSD Committer
#16
Ein FreeBSD-Entwickler hat damals am Fraunhofer an MP3 mitgearbeitet und ratet dringend davon ab, lame etc. zu paketieren und vertreiben, auch wenn es alle anderen Projekte machen.
 

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #17
Bekomme dasselbe Problem mit demselben Paket übrigens inzwischen auch schon auf anderen Rechnern. Von euch niemand?
 

Crest

rm -rf /*
Mitarbeiter
#18
lme: Der Code ist älter als die Maximallaufzeit eines Patents. Wo sollen also noch Patente lauern?

Ich bin allerdings eh ein Freund des gepflegten Stinkefingers in die Richtung der angeblichen Monopolrechetinhaber, aber das kann halt nach hinten los gehen. Leider darf man ja Patenttrolle nicht aufm Marktplatz in den Pranger stellen bis sie ihre absurden Forderungen aufgeben. *seufz*
 

lme

FreeBSD Committer
#19
lme: Der Code ist älter als die Maximallaufzeit eines Patents. Wo sollen also noch Patente lauern?
https://lists.freebsd.org/pipermail/freebsd-ports/2017-May/108425.html

What you list here are the Fraunhofer/Technicolor patents. There are
at least 2 more parties involved. To what I was told the two other
known patent portfolios are currently in the hands of Nokia and
Sisvel. The later one being a very active party when it comes down to
their intellectual property.

I don't know anything about when patents from the other two portfolios
expire, nor what those patents would be, nor if they are expired or
not. My only knowledge is basically "there are more than those you
quoted".
 

-Nuke-

Well-Known Member
#20
Und egal wie man es dreht oder wendet, anscheinend gibt's immer noch mindestens ein pkg, dass eine Abhängigkeit an etwas hat, was nicht existiert und somit nicht funktioniert ;)
 

pit234a

Well-Known Member
#21
meine letzte Erfahrung mit einer Ubuntu-Installation ist nun auch schon wieder einige Zeit her, aber damals wurde lame auch nicht automatisch installiert, sondern man musste gezielt den Lizenz-Texten zustimmen oder zumindest erklären, dass man eben auch UnFree-SW benutzen will. So genau weiß ich das nicht mehr.
Nun hat Ubuntu einfach mehrere Repositries und ich glaube, dass ich das auch bei anderen Systemen so gesehen habe. Da landen dann die "UnFree" Pakete in einem eigenen Pfad und können von dort installiert werden, aber per Default sind sie nicht enthalten.

Der Unterschied zu FreeBSD ist klar.
Wir haben nur ein Repositrie und da gibt es nur Freie-SW. Ein eigenes Repositrie mit UnFree-Paketen ist nicht mal annähernd angedacht (?).
Bei Ubuntu liegen übrigens manche dieser Pakete auch nicht bei Ubuntu, sondern bei "privaten Anbietern", auf die dann verwiesen wird.
Ubuntu kann eine ganze Liste von Repositries bedienen, ich glaube, das geht gar nicht in FreeBSD (und es gibt ja auch nur ein (bzw mit Quarterly und Latest dann zwei, von denen eines gewählt werden muss) Repositrie).

Ich verstehe, dass FreeBSD nicht straffällig werden will und deshalb den Code nicht als Paket anbietet. Es ärgert mich aber immer, wenn ich alleine wegen dieser einen Abhängigkeit einen kompletten Portstree installieren und dann auch warten muss.
Da frage ich mich dann schon, ob man nicht endlich auch über andere Möglichkeiten nachdenken sollte. Was spricht denn aus technischer Sicht gegen ein Repositrie latest/unfree oder quarterly/unfree, wo dann eben Pakete angeboten werden, für die man erst eine Lizenz abnicken muss? Genau, wie das nun ja auch der Fall ist, wenn ich das eine benötigte Paket selbst aus den Ports baue und wie das im GNU/Linux-Umfeld offenbar erfolgreich umgesetzt wird.

Natürlich bin ich kein Rechtsgelehrter. Wenn es aber alle Anderen machen, ohne bestraft zu werden, erscheint mir die Vorsicht bei FreeBSD unnötig übertrieben.
 

h^2

hat ne Keule +1
Themenstarter #24
Ist ja auch alles spannend und so, aber könnte ihr für die Diskussion von lame und Mp3 einen anderen Threads aufmachen?

Es ging um abstürzendes PKG btw kaputte Pakete. Lame hatte damit nie etwas zu tun.