Port - Anfängerfrage

Herrmann

Well-Known Member
Hallo,
ich habe gerade zum ersten Mal die FreeBSD Portsammlung installiert. Bisher habe ich alles ohne Port kompiliert und installiert. ***Bitte nicht hauen*** :) Da es jedoch mit fetchmail nicht klappt will es nun über die Ports versuchen.

Nun meine Frage: Warum muss ich diese gesamte Sammlung auf meinen Rechner spielen auch wenn ich nur ein einziges Programm daraus brauche? Gibt es eine Möglichkeit ohne diese zig-Megabyte große Port-Sammlung zu arbeiten? Meine BSD-System haben leider recht wenig Festplattenspeicher, was mich das etwas knauserig macht :)

Danke schon mal Voraus.
 
du kannst dir das portskellet vom ftp.freebsd.org server holen wenn du nur einen willst, aber da du evtl mehr als nur ein programm brauchst in naher zukunft kannst auch gleich komplett einen cvsuplauf starten
man kann auch mit cvs ports einzeln installieren ohne den portstree, steht in bsd-hacks beschrieben wie das einfach geht, habs aber leider nicht da

edit:
hab ich glaub ich geirrt, konnte man das nicht früher? da gibts nur packages unter ports
 
Zuletzt bearbeitet:
Herrmann schrieb:
ich habe gerade zum ersten Mal die FreeBSD Portsammlung installiert. Bisher habe ich alles ohne Port kompiliert und installiert. ***Bitte nicht hauen*** :)

An der Stelle ist es vielleicht sinnvoller ein Linux-kernel basierendes System wie z.B. crux oder LFS zu verwenden, denn wenn du alles selbst kompilierst und auch nicht auf Binärpakete zurückgreifst, liefert FreeBSD kaum noch Vorteile.

Nun meine Frage: Warum muss ich diese gesamte Sammlung auf meinen Rechner spielen auch wenn ich nur ein einziges Programm daraus brauche? Gibt es eine Möglichkeit ohne diese zig-Megabyte große Port-Sammlung zu arbeiten?

In deiner ports-supfile (*), mit der du deine Ports aktualisierst, kannst du explizit auswählen, welche Kategorien du gerne haben möchtest, so dass du auf große Teile verzichten kannst.

(*) unter der Überschrift "Installieren mit CVSup":
http://www.freebsd.org/doc/de_DE.ISO8859-1/books/handbook/ports-using.html
 
Björn König schrieb:
An der Stelle ist es vielleicht sinnvoller ein Linux-kernel basierendes System wie z.B. crux oder LFS zu verwenden, denn wenn du alles selbst kompilierst und auch nicht auf Binärpakete zurückgreifst, liefert FreeBSD kaum noch Vorteile.

und welche vorteile liefert mir linux wenn ich meine sachen aus den sourcen kompiliere im vergleich zu freebsd ? sorry aber dein statement kann ich nicht nachvollziehen :confused:
 
@Björn König,
bei FreeBSD würde ich schon gerne bleiben. Ich weiß nicht aber BSD gefällt mir besser als diese ganzen Linux Distributionen.
Und ich bestehe ja auch nicht darauf alles per Hand zu kompilieren. Nur habe ich es bisher immer so gemacht...ob sinnvoll oder nicht ist eigendlich egal :)
Dein Vorschlag mit dem "ports-supfile" werde ich mir mal anschauen. Klingt aber zumindest nicht schlecht.
 
[moR-pH-euS] schrieb:
und welche vorteile liefert mir linux wenn ich meine sachen aus den sourcen kompiliere im vergleich zu freebsd ? sorry aber dein statement kann ich nicht nachvollziehen :confused:
Keine. Aber wenn man sich der Vorteile von FreeBSD entledigt, dann tragen die Vorteile von Linux umso mehr: Einerseits unfangreichere Unterstützung seitens Software- und Hardwareherstellern und es gibt mehr Spielereien für den Kernel.

Der Grund weswegen ich FreeBSD benutze ist, dass es ein funktionierendes Konzept bezüglich der Installation von Software von Dritten gibt, was sehr auf das Basissystem abgestimmt ist. Beispiel Apache aus den Ports startet nur, wenn apache_enable="YES" in der /etc/rc.conf steht. Wenn man es selbst kompiliert, dann funktioniert das nicht, weil man selbst ein init-Skript schreiben müsste. Weiterhin ist vieles aus den Ports bereits sinnvoll vorkonfiguriert (postfix) oder bringt ein Konfigurationsskript mit (snmp), was oft unheimlich viel Zeit erspart. Dann kommt noch hinzu, dass kann man Selbstkompiliertes es nicht ohne weiteres einfach deinstallieren kann, eine Aktualisierung ist auch unschön. Weiterhin kopiert die Anwendung wohlmöglich Dateien nach /etc, wenn man beim ./configure das --prefix nicht benutzt. Das alles macht das FreeBSD-Konzept einfach kaputt; und wenn ich dieses Konzept nicht brauche, dann ist Linux oft viel geeigneter, weil man wesentlich mehr vom Mainstream profitieren kann. Aktuelles Beispiel: GMailFS.

Björn
 
@ Herrmann
Wenn Du Dir, gerade am Anfang, nicht alle ports mittels cvsup auf den Rechner spielst, kann es ganz schnell zu Konflikten kommen.
Am besten ist ports-base zunächst auf den neuesten Stand zu bringen, dann kannst Du ja auswählen: Spiele, Vietnamesisch (es sei denn, Du brauchst gerade das), sonstige Sprachports usw. ausklammern. Spart eine Menge Platz.
Schau mal unter /usr/share/examples/cvsup/cvs-supfile, da sind Beispiele drin.
Nach dem cvsup unbedingt ein portsdb -Uu machen, um den neuen Baum zu schreiben, sonst willst Du Sachen bauen und er sagt, die gibt es gar nicht.
pkgdb -F wäre auch ganz fein, damit Du Widersptüche bei den installierten Paketen ausschließt.
Wenn Du beim Installieren "make install clean distclean" jedes Mal eingibst, löscht er auch fein die entpackten Quellen im jeweiligen Arbeitsverzeichnis und auch die gepackten Quellen unter /usr/ports/distfiles. Wieder eine Platzersparnis.

Viel Spaß beim cvsuppen :)
 
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