SCO will gegen BSD klagen

trebroN

pixies
[...]Begonnen hatte SCO mit einer Klage gegen IBM wegen angeblicher Vertragsverletzungen, weitete sein Vorgehen dann aber auf Linux im Allgemeinen aus und begann, Lizenzgebühren von kommerziellen Linux-Nutzern zu verlangen. Eine Klage gegen einen großen Linux-Nutzer hat SCO konkret angekündigt und auch SGI und Novell stehen auf SCOs Liste. Nun könnte auch das freie Betriebssystem BSD zum Ziel von SCOs Aktivitäten werden.[...]

http://golem.de/0311/28588.html
 
Luftnummer!
BSDi und die Uni Berkeley hatten doch genau diese Klage (sprich: Unix-Quelltext betreffend) schon mal am Hals, damals noch von "Mother Bell", auch genannt AT&T, woraufhin gerrichtlich festgestellt wurde das eben kein Unix-Quellcode mehr in BSD steckt.
Prinzipiell macht SCO ja einen guten Job indem es das Shareholder Value von einem Appel und einem Ei auf ungeahnte Höhen gesteigert hat, aber das sie es so laut machen müssen geht mir auf die Nerven.
Abgesehen davon entpuppt sich das Ganze immer mehr als die leere Drohung die es zweifellos ist, denn noch immer konnte SCO ausser Darl McBride's Rethorik nichts vorlegen, das die Anklage auch nur marginal erhärtet hätte.

Gruß
buebo
 
Sorry, aber diese penetranten FUD-Kampagnen dieser seltsamen Möchtegern-Softwarefirma verursachen nur noch Gähnreflexe bei mir. Unabhängig von der wahren Urheberschaft des Ganzen erachte ich Diskussionen darüber als ziemlich esoterisch, will nicht sagen nutzlos. Jeden Tag geistern wilde Spekulationen durch die Gazetten und an Substanz ist noch gar nichts gesichtet worden, weder von SCO selbst noch deren Widersachern, die sich teilweise in abstrusen Weltverschwörungstheorien vergehen. SCO soll seinen Börsenkurs durch Gerüchte nähren, Spekulanten soll ihr verdientes Schicksal treffen, die Rechtsanwälte sollen sich ihren Ruf ruinieren und das Personal darf sich neue Arbeitsplätze suchen. Diese Firma hat mangels konkurrenzfähiger Produkte oder Services keinerlei Überlebenschancen (vom zerstörten Vertrauen mal abgesehen) und der Zeitpunkt des Untergangs ist m.E. nicht einmal eine akademische Betrachtung wert. Lasst die Beteiligten ihr Karma erfüllen... Ich bin normalerweise kein Verfechter des "sacro egoismo", in diesem Fall plädiere ich aber dafür. Wenn nur 5% der Energie, die in all diesen threads und Publikationen stecken, in die Weiterentwicklung von *BSD gesteckt worden wären, dann wäre der Nutzen für die ganze Menschheit ungleich größer. In Anspielung auf Richard Wagner und die BSD-Lizenz sage ich:

"Ich bin frei, wirklich frei!!!".

Daniel
 
Was machen die eigentlich außer "rumklagen"??? Oder muss ich aufpassen was ich sage, weil ich sonst der nächste bin?
 
Tach auch!

Die Leute von SCO sind doch sehr erfolgreich, zumindest was den Aktienkurs anbelangt. Von deutlich unter 1$ auf aktuell 14$ (max. 52 WK > 22$)!
Da sie ihre Anwälte mit Aktienpacketen bezahlen, werden die ihr bestets tun um den Kurs noch weiter nach oben zu treiben.

Das hinter dem Ganzen nur heiße Luft stecken kann ist eine andere Geschichte und zeigt, meiner unbedeutenden Meinung nach, nur, das da irgend etwas im System nicht so richtig funktioniert.

Alles in allem sehr amüsant!

(das Leben schreibt doch die besten Seifenopern)
 
Daniel Seuffert schrieb:
... Wenn nur 5% der Energie, die in all diesen threads und Publikationen stecken, in die Weiterentwicklung von *BSD gesteckt worden wären, dann wäre der Nutzen für die ganze Menschheit ungleich größer ...

:D :D BSD entwicklung als dienst an der menschheit!!!
full ack
 
die firma ist ja momentan nur noch n klagenhaufen oder? oder gibts von denen noch was zu kaufen?
 
fanatic schrieb:
Wie ist eigentlich SCO als Betriebssytem?

Dass die Firma nicht nett ist, weiss man ja
Den Erzählungen zu Folge waren die SCO Unixe überteuerte SYS V PC Unixe, bei denen man für mehr Benutzeraccounts oder gar einen TCP/IP stack teuer blechen mußte.
 
Ja, die verkaufen jetzt schon Lizenzen fuer Linux, obwohl das Verfahren noch laeuft.
Naja, frueher war das mal Caldera-Linux, bis sie dann gemerkt haben, dass
man vielleicht mit einer Horde von Anwaelten mehr Geld verdienen kann.
Schlimmer finde ich eigentlich nur den derzeitigen Disput um Softwarepatente.

Mal gespannt in die Zukunft schauen.
 
fanatic schrieb:
Wie ist eigentlich SCO als Betriebssytem?

hat baystar (oder wie der geldgeber heisst) nicht von denen gefordert, dass die sich auf ihr "kerngeschaeft" konzentrieren sollten - die klagen gegen IBM und konsorten?
 
Ich hab hier zwei komplette Sätze SCO Unix liegen.
Hab zweimal versucht es zu installieren und bin gescheitert.
FreeBSD und NetBSD sind da die bessere Wahl, denke ich *g*

Der Indy
 
.mp schrieb:
hat baystar (oder wie der geldgeber heisst) nicht von denen gefordert, dass die sich auf ihr "kerngeschaeft" konzentrieren sollten - die klagen gegen IBM und konsorten?
Genau so ist es, siehe http://www.heise.de/newsticker/meldung/47203:
Baystar hatte in der jüngsten Vergangenheit mehrfach gefordert, dass die SCO Group sich auf das Kerngeschäft der vor Gericht anhängigen Klagen um ihr geistiges Eigentum konzentrieren soll. Diese Forderung dürfte jetzt noch dringlicher von Baystar gestellt werden, nachdem die SCO Group zu zögerlich mit den Entlassungen von Programmierern und Support-Technikern begonnen hatte.
Von denen ist also nichts mehr zu erwarten, Software schon gar nicht. Support für ihre bisher ausgelieferten Produkte werden die wohl noch an die Kunden leisten müssen. Wobei ich mich schon immer gefragt habe, wer eigentlich SCO-Software einsetzt. Ich kenne keinen. Außer den einen, der mal Caldera Linux benutzt hat. Aber von der Caldera-Vergangenheit will SCO ja heute nichts mehr wissen. Na und selbst wenn ich Kunde wäre, würde ich mir nun genau überlegen, ob ich mir nicht lieber einen anderen Geschäftspartner suche. Wie die Ratten und das sinkende Schiff...

Denn eines ist klar: SCO wird es nicht mehr lange geben. Das ganze ist nur eine große Show, bei der einige Leute, die jetzt schon mehr als genug Geld haben, versuchen, sich noch mal dick zu bereichern. Einen anderen Sinn kann ich nicht sehen. Ich mein, die glauben doch nicht im Ernst, daß die mit ihren zweifelhaften Gerüchten vor Gericht durchkommen. Und die "Antidot-Lizenzen" laufen wohl auch nicht sonderlich gut.

Wie bei den meisten Schlammschlachten dürfte wohl der gewinnen, der die größere Rechtsabteilung hat. Und da dürfte IBM auch nicht schlecht aussehen.
 
SCO: Ärger mit der Berkeley-Connection

http://www.dignatz.de/d/spotlight/artikel/sco_ucb_linux-mag_20040505_001.html

Wenn man nicht den ganzen Artikel lesen mag, hier der Schluß:

Und noch einmal Berkeley: Sollte SCO wider jede Wahrscheinlichkeit obsiegen, dann gucken IT-Hersteller und Linux-Anwender noch lange nicht in die Röhre. Auf den DVDs einer typischen Linux-Distribution sind geschätzte 10% wirklich "Linux", der Rest aber andere Open Source Software. Der eigentliche Linux-Teil ließe sich problemlos ersetzen, beispielsweise durch FreeBSD, und der Anwender würde den Unterschied nicht einmal bemerken.

So lästig eine erzwungene Umstellung für die heutigen Linux-Distributoren auch wäre, so sehr hätte sie ihren Charme in Hinblick auf SCO: Wem sollte SCO dann noch seine Linux-Antidot-Lizenzen verkaufen?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wenn ich an SCO denke, dann erscheint mir sofort dieses Bild :D

8892-1.jpg
 
hmhm in der nachricht stelt SCO das dar, als waere das gut fuer SCO aber damit haben die ihren letzten geldgeber verloren, oder? soll heissen wenn die nicht beizeiten den prozess gewinnen sind sie geschichte? na dann hat sich das wohl geschissen. ehrlich waehrt am laengsten... ;)
 
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