Das Problem ist, dass Jails in ihrer derzeitigen Form ein reichlich primtiver Mechanismus sind. Technisch gesehen ist so ein Jail nichts anderer als ein "gepimptes" chroot, in die ursprüngliche Implementation von Poul-Henning Kamp hatte nur etwa 800 Zeilen C-Code. Mit der Zeit ist dies ein wenig gewachsen, aber es hat sich konzeptionell nichts geändert. Jails waren und sind lediglich ein Mechanismus, um Prozesse anhand einer Identifizierung in der Prozesstabelle in zueinander unabhängige Gruppen teilen zu können. Nicht mehr und nicht weniger. Dies Konzept berücksichtigt viele Dinge nicht, dazu gehören der Netzwerkstack und eben auch die SysV-Konzepte wie MSG (Messages), SHM (Shared Memory) und die SEM (Semaphoren). Auch die Integration der Jails on VFS ist, wie oben bereits gesagt, eher schlecht.
All dies ist bekannt und daher kommt nun im Zeitalter der Virtualisierung etwas neues: vimage. Ursprünglich war vimage eine Technik um den Netzwerkstack zu virtualisieren. Sprich mehrere Stacks auf einem System. Das war zu zeiten von 4.x. Man fand es interessant und die FreeBSD Foundation kaufte den Entwickler Marko Zec per Sponsoring ein, um das Konzept auf FreeBSD 6 zu portieren. Er tat es, aber die Netzwerkstack-Jungs wollten keinen Import des Ergebnisses, zu groß war die Angst etwas wirklich kaputt zu bekommen. Es folgte ein Review-Prozess, in dem sich andere Entwickler und auch Außenstehende zu Wort meldeten. Das waren Entwickler der Threading-Biblioteken (libthr), der Jails, usw. Gemeinsam entwickelten sie vimage weiter und es wurde viel mehr. Statt nur den Netzwerkstack zu virtualisieren, entwickelte es sich zu einem kompletten Framework für virtuelle Kernelsubsysteme.
Was im Moment in einem komplizierten Prozess in -CURRENT importiert und sicherlich erst in einigen Monaten vollständig enthalten sein wird, ist nur ein erster Ansatz. FreeBSD 8.0 wird vimage selbst enthalten, also virtualisierte Netzwerkstacks und das Framework dazu. Außerdem will man das von James Gritton geschriebene neue Jail-System importieren. Später, in weiteren Ausbauschritten, kann man dann aber praktisch alles virtualisieren. Das VFS, Ressourcenmanagement einbauen, den ganzen SysV-Kram... Die Möglichkeiten sind zumindest auf dem Papier praktisch unbegrenzt. Dazu kommt, dass der neue TTY-Layer eine ganze Reihe Probleme der jails entlich löst, z.B. die Zombie-Jails. ZFS wiederum erlaubt ein sauberes Dateisystemmanagement aus Jails heraus, dann sind dort die schon in 7.1 teilweise erhaltenen Arbeiten an NFS. vimages sind außerdem hierachisch, Jails in Jails werden möglich.
Kurz gesagt, dort ist viel im Kommen, was Jails grundlegend modernisieren wird. Was aber auch zu einem Problem führt, wie soll das ganze heißen? "vimage" wäre naheliegend, doch aus Marketinggründen wird das Ergebnis wohl wieder "Jails" heißen, im Userland repräsentiert durch neue Tools, welche jail(8), jexec(8), jls(8) und co ersetzen. Der Trend ist wohl, FreeBSD 8.0 mit alten Jails und vimage parallel auszuliefern und erst mit FreeBSD 9.0 in ferner Zukunft die alten fallen zu lassen,
EDIT:
Ein paar Info gibt es hier. Meines Wissen ist der Prozess im Moment irgendwo zwischen Stufe 2 und Stufe 3:
http://wiki.freebsd.org/Image/Notes200808DevSummit