Also, es ist ganz einfach. Wie immer im Leben.

Die FFS-Familie (vor allem UFS und UFS2 in verschiedenen Inkarnationen) benutzt einen linearen Aufbau. Sprich die Metadaten (die Index Nodes aka inodes, welche sagen wo die zur Datei zugehörigen Daten gespeichert sind, wie Datei heißt, etc.) werden nicht wie z.B. bei XFS oder dem legendären ReiserFS in einem Baum gespeichert, auch nicht wie bei FAT oder NTFS in einer Tabelle, sondern in regelmäßigen Abständen über die Platte hinweg. Dazu kommt eine Tabelle, welche den freien Speicher markiert. Dies Prinzip hat einige schlagende Vorteile gegenüber Bäumen, hauptsächlich ist es wesentlich robuster. Wirklich kritischer Datenverlust (mehr als ein paar Dateien) kommt bei FFS-Dateisystemen praktisch nicht vor, solange sie denn sauber implementiert sind. Kaum jemand (niemand?) in diesem Forum wird aufgrund von Softwareversagen jemals nennenswerte Mengen Daten die auf UFS oder UFS2 gespeichert waren verloren haben. Doch das Ganze hat auch Nachteile. Einmal die Geschwindigkeit von Metadaten-Operationen. Das das "Fast File System" auch nach 28 jahren dennoch eines der in der Praxis schnellsten Dateisysteme ist, liegt vor allem an sehr komplexer, intelligenter Algorithmik und Softupdates. Außerdem aber die Freispeicherverwaltung, sprich welcher Speicher ist frei und wo schreiben wir die Datei hin, ohne sie viel zu fragmentieren? Dieses Problem ist nur schwer zu lösen, die jetztendlich angewandte Lösung ist ganz einfach. Man garantiert, dass eine gewisse Menge Speicher immer frei bleibt. Unter dieser Bedingung kann man einige Grundannahmen treffen, die die Speicherauswahl sehr schnell machen.
So, was macht nun die Einstellung des garantiert freien Speichers? Sie gibt an, ab welchem Punkt UFS2 von schneller Speicherzuweisung aus langsame Speicherzuweiung umschaltet. Schnelle Speicherzuweisung fragmentiert mehr, was problemlos ist, solange genügend Speicher frei ist. Die langsame Zuweisung fragmentiert weniger, kommt auch mit wenig freiem Speicher klar, ist aber langsam. Da es langsam wird, kann nur root den garantiert freien Speicher füllen, nebenbei verhindert es, dass root durch mangelnden Speicher ausgesperrt wird.
Was ist der optimale Wert? Darüber kann man lange streiten. Kirk McKusick, der das FFS und seine neueren Reinkarnationen schrieb, sagte mal etwa 12% sollten garantiert frei sein. Dies ist nun aber recht viel. 5% wiederum bietet aus Nutzersicht genügend Geschwindigkeit und blockiert nur weniger Speicher. Die in der Praxis angewandten 8%(?) sind also ein Kompromiss aus beiden Standpunkten. Wenn du den Speicher unbedingt brauchst, senke es auf 5% ab. Aber besser wäre es eine weitere Platte ins RAID zu klemmen.