Virtualisierung und FreeBSD

Schmatze

New Member
Hi,

ich habe mir vorgenommen mich ein wenig in FreeBSD (8.0) einzuarbeiten. Erfahrungen mit Linux habe ich. Nun kommt ein richtiges Unix an die Reihe ;-)

Ziel soll es sein eine virtuelle Maschine mit mehreren (Linux- / Unix-)Clients aufzusetzen.

Momentan schwanke ich zwischen einer Qemu Lösung und einer VirtualBox Lösung.

Gibt es hier Personen die damit Erfahrungen haben und mir vielleicht sagen können, was empfehlenswerter ist?

Danke schonmal.

EDIT: ein kleines Web Frontend wäre auch nicht schlecht. Es würde wohl dahin hinauslaufen, dass maximal 6 Maschinen gleichzeitig laufen würden. Daher müsste die Software auch nicht so überfrachten sein.
 
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Hallo!

Ich habe mit VirtualBox gearbeitet und recht gute Erfahrungen gemacht. Die Unterstützung des Systems ist in Ordnung und du kannst mehrere VMs parallel laufen lassen...

Man sollte jedoch bedenken, dass das Ganze irgendwann massiv auf den RAM geht und die Virtuellen Platten möglichst nicht auf einer Festplatte liegen... Sonst wirst du überrascht sein wie langsam dein System ist obwohl RAM und CPU sich langweilen.
 
Vielleicht kann ich hier gleich eine Frage zu VirtualBox anfügen: Was macht das Kernel-Modul, das es als extra Port gibt (emulators/virtualbox-ose-kmod)? Ist es notwendig, um virtualbox-ose überhaupt laufen zu lassen? Bietet es zusätzliche Features? Oder macht es die Zugriffe nur schneller?

Gruß
SolarCatcher
 
Erst einmal allgemein zu VBox. Es kommt darauf an. Du hast unter FreeBSD im Moment die Wahl zwischen zwei Lösungen. Die eine ist qemu, inzwischen leider ohne kqemu, da man ihn ja getötet hat. qemu ist also ein reiner Emulator, als solcher ist er vergleichsweise langsam. Seine Vorteile sind aber die Unmengen an Dingen für Kernel- und Systementwickler, man kann mit ihm Kernel direkt starten, man kann wunderbar debuggen und in den Rechner hineinschauen. VirtualBox hingegen ist ein umfassender Virtualisierer. Es ist deutlich schneller als qemu, er ist inzwischen auch stabiler. Es gibt diverse Frontends, von CLI über GUI bis hin zu Web, die Liste er unterstützten Gastsysteme ist lang. Also als Fazit, im Zweifel VirtualBox. Willst du keine Kernel oder Treiber programmieren spricht nicht mehr viel für qemu.

Zu den Modulen: Die Module sind pflicht. Es sind im Moment drei Stück. vboxdrv.ko braucht man auf jeden Fall, es ist der eigentliche Virtualisierer, ohne ihn geht nichts. Die anderen beiden sind für überbrücktes Netzwerk, man kann auf diese verzichten, muss dann aber entweder NAT zwischen Host und Maschine nutzen oder aber eine Brücke mit if_tap(4) bauen.

EDIT: Ach ja, es zu VirtualBox sehr zu empfehlen, eine CPU mit funktionierender(!) Hardwarevirtualisierung zu nutzen. Es wird drastisch schneller und SMP im Gast wird erst möglich.
 
EDIT: Ach ja, es zu VirtualBox sehr zu empfehlen, eine CPU mit funktionierender(!) Hardwarevirtualisierung zu nutzen. Es wird drastisch schneller und SMP im Gast wird erst möglich.
Das Feature muss übrigens bei vielen Rechnern erst einmal im BIOS freigeschaltet werden.
 
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