World Installation und konfiguration

lem77

Member
Bin ziemlicher FreeBSD Noob (vorher Gentoo Linux), aber hab jetzt mal ein paar Installationen gemacht, und ich bin echt begeistert.

Gerade habe ich eine neue Installation auf meinem Hauptrechner gestartet. Und dazu 2 Fragen:

1.
Habe jetzt nach der Grundinstallation und Gnome aufspielen erstmal die World geupdatet (läuft seit gestern Mittag :D)
Das mache ich über
Code:
portsnap fetch extract/update
portsdb -Uu
portversion -l "<"
portupgrade -arR
Ist das überhaupt der richtige Weg, World upzudaten? Man liest da so viele verschieden Sachen mit "make buildworld" / "portmaster -L" / etc.
(Habe mich viel eingelesen, und bin dementsprechend überfordert/verwirrt)

2.
Die Konfigurationen, die man zwischendurch macht, werden ja gespeichert, aber gibt es auch ne Möglichkeit, die im Vorhinein festzulegen? (damit die Installation / update der Ports "halbwegs automatisch" durchläuft).
Ich weiss, das man in der "/etc/make.conf" Einstellungen vornehmen kann, aber dazu muss man ja erstmal wissen, welche Pakete welche Einstellungen nutzen. Bei so nem initialen Update ist es doch etwas aufwändig, alle makefiles durchzugehen, zumal die variablen dort ja nicht die Variablen sind, die in "/etc/make.conf" gesetzt werden müssen, oder?

Vielen Dank schonmal vorab für die Hilfe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Also das was du gemacht hast mit,
portsnap fetch extract/update
portsdb -Uu
portversion -l "<"
portupgrade -arR

ist nix weiteres als dein portstree zu aktualisieren,
die portsdb(datenbank) zu aktualisieren und anschliesend alle veralteten ports neu zu bauen.

Mit WORLD hat das alles erst mal nix zu tun.
Die WORLD sind alle programme die nicht kernel und keine 3th party programme sind.
Also alle "Programme" welche mit FreeBSD ausgeliefert werden. z.b. adduser, tar, cp, chmod, mkdir, touch, usw....

Die WORLD muß im normalfall nicht partiell aktualisiert werden.
Du solltest portupgrade und portmaster nicht zusammen einsetzen, sondern dich für eines entscheiden.

Portupgrade und Portmaster sind beides "Programme"(die im übrigen nicht zur WORLD gehören) mit denen du deine ports also alles was du an programmen hast (Gnome, Firefox, KDE, usw..) kompfortabel installieren und auch updaten kannst.

Mit portmaster, werden am anfang alle configs abgefragt und anschliessend bis alles fertig ist kompiliert.
Alternativ kannst du auch ein "BATCH=yes" in die make.conf setzen um alle default einstellungen zu übernehmen.

Es ist eine gute idee als "beginner" erst mal alle default einstellungen zu übernehmen, weil man meisten eh noch nicht weiß, was man sonst damit bewirken kann.

nach einer Neuinstallation von FreeBSD sollte man sich als erstes den portstree besorgen: "portsnap fetch"
dann das ding entpacken: "portsnap extract"
dann nach /usr/ports/ports-mgmt/portmaster gehen und ein "make install clean" absetzen.
anschließend kann man, nach einem "rehash" mit portmaster alle weitern programme installieren. z.b. mit "portmaster www/firefox3" nen Firefox browser.

ausserdem sei dir diese seite noch mal nahegelegt.


"make buildworld" und das SYSTEM" updaten und upgraden usw.. sind jetzt wiederum eine ganz andere Thematik, in die du dich lieber etwas später erst einmal einarbeiten solltest.
 
portmaster -l teilt dir mit welche Ports upgedated werden können. Mit portmaster -L kannst du dir auch "überflüssige" Ports anzeigen lassen.
portsnap fetch extract nur einmal, zum initialisieren von portsnap verwenden, danach:
portsnap fetch update
Dadurch upgradest du nur die Ports Collection.
mit make buildworld baust du dir die Welt neu, also das Userland. (in /usr/src/UPDATING steht genaueres zum Update von FreeBSD)
Mit csup und dem dazugehörigen supfile kannst du auch noch den Ports-Tree upgraden
Dann gibt es noch die Möglichkeit über Binärpackete
Ob alle Angaben richtig sind weiß ich nicht, bin selbst erst seit kurzem mit FreeBSD unterwegs. So wie habs ich zumindest verstanden
 
Danke!
Bin halt Gentoo-geschädigt. Dort gibt es ja die WORLD (sprich alle zusätzlichen Programme, wie Firefox, OpenOffice, etc.) und das SYSTEM (Binutils, etc.), welches der FreeBSD-World entspricht.

Die World möchte ich jetzt tatsächlich nicht anfassen, sondern nur die installierten Programme aktualisieren.

BATCH="yes" kommt für mich nicht in Frage, da ich zwar Unix Neuling bin, aber schon ein bischen Plan hab, und gewisse (wenige) Pakete konfigurieren möchte (mache Grafikprogrammierung mit OpenGL/SDL).
Ansonsten werde ich Rolles Tipp beherzigen, die Default Einstellungen zu belassen.

Ist es eigentlich Usus, (alle) Konfigurationen in /etc/make.conf zu machen?
Habe da eine Beispiel-make.conf gesehen, wo für jeden Port ein Abschnitt steht. Das kommt mir allerdings etwas oversized und pflegebedürftig vor.
 
(/me kann nicht einschlafen)

Nein, eigentlich ist das nicht Usus. Es gibt jedoch Ports bei denen einige Knobs nicht über den Konfigurationsdialog eingestellt werden können. Da macht das unter Umständen Sinn.

Ich treibe diesen Aufwand nur für eine sehr begrenzte Anzahl Programme. Außerdem verwende ich dafür Buildflags (aus sysutils/bsdadminscripts), da ich das syntaktisch angenehmer finde (kein Wunder, ist ja meine Syntax).
 
Boh, super Tipp mit den BSDAdminScripts.
Hatte schon den ganzen Tag überlegt, wie man sowas (portconfig) in Bash selbst machen könnte.
Und das mit den Buildflags muss ich mir nochmal genauer anschauen. Raffe ich beim ersten überfliegen noch nicht ganz ;'(

Vielen Dank :)
 
Wenn es irgendwo Unklarheiten gibt, bitte Bescheid sagen. Ich versuche eigentlich in den Manual-Pages alles Relevante möglichst klar zu sagen.
 
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