BSD für Desktop auf alter, alter HW gesucht

medV2

Well-Known Member
Da wir hier im Forum ja einiges an KnowHow in Sachen alte SchrottHW haben, möchte ich mal darauf zurückgreifen :)

Ich soll ein Notebook, Jahr 2011, irgendwie nutzbar machen. Nein, neue HW ist keine Option, der Besitzer (guter Freund meiner Eltern) möchte keinen einzigen Euro für dieses "Dumme Computerzeugs" ausgeben, dass er eh fast nie nutzt.

Ein Windows scheidet aufgrund das Alters aus. Die CPU ist tatsächlich schon -v2, also kommen die meisten Linuxe in Frage, allerdings schaffe ich es da nicht, einen anständigen Grafiktreiber zu laden (Radeon HD 6450M). Das ganze muss natürlich auch automatisiert geupdatet werden können, irgendweche Compilierorgien fallen also aus. Allgemein ist die Performance grenzwertig. SSD hab ich schon verbaut, hab da eine alte aus meiner "Kiste" gesponsort.

Meine Frage, als jemand der *BSD eigentlich nie auf nem Desktop genutz hat ist, ob FreeBSD oder OpenBSD dafür besser geeignet wäre? Beide unterstützen den Grafikchip. Bei beiden sehe ich hier im Forum aber auch öfters Probleme bei der Desktopnutzung auftauchen.

Hier nochmal die Anforderungen:

Browser (am besten Chrom(e|ium))
Mailprogramm
Textverarbeitung (LibreOffice wäre gut)
USB Drucker

Benutzeroberfläche sollte Windowslike sein, dH KDE oder ev. Cinnamon

Der Updateprozess sollte am besten Automatisierbar und Rollbackfähig sein.

Gibts da Erfahrungswerte?
 
Ein Betrieb mit BSD steht und fällt halt damit, was an HW verbaut ist und vom BSD ohne großen Aufwand erkannt wird (WiFi Karte etc).

Ich hatte mal vor Jahren ein FreeBSD (müsste 9 oder dann auch 10 gewesen sein) auf nem X61S am laufen - 8 GB RAM, 64 Bit, SSD, das Laptop sollte ca. aus der selben Zeit gewesen sein, Bj um 2010 rum.
OpenBSD lief damals darauf auch, ich wollte aber ZFS.
Grafikkarte war halt cpu-integrierte Intel, ich betrieb das mit xfce4, für KDE sollte meines Erachtens schon nicht zu wenig CPU/GPU Leistung vorhanden sein, vermutlich wäre Cinnamon da die bessere Wahl.

Automatisierung des Updates - kann man ggf skripten bzw gibts da schon was fertiges, das entzieht sich meiner Kenntnis.

Rollback kannst mit FreeBSD und ZFS-Boot-Environments gut abbilden.
 
Also wenn es um alte Hardware geht, die Unterstützung vom Grundsystem ist solide! Ich hab hier ein Lappy laufen, der ist von 2009. Ohne Probleme laufen, hierzu meine Infos. Ich bin erst kürzlich wieder mit FreeBSD eingestiegen. Hab mir da auch ein Multiboot System aufgebaut. Aber was FreeBSD angeht. Hier ein paar Screenshots. Der Lappy ist wie hier beschrieben: https://www.bsdforen.de/threads/i-be-back.37550/
Bildschirmfoto vom 2026-04-12 20-47-58.webp
 
Ich würde es tatsächlich noch mal mit linux versuchen. Bei dem Alter der Hardware kann es passieren, dass aktuelle Linuxkernel die Grafik nicht mehr richtig unterstützen. Antix hat da immer noch einen Legacy-Kernel aus der 5.xxx Reihe am Start. Der kann auch mit live-System beim starten ausgewählt werden. Auf jemand Unbedarften würde ich BSD egal welches so schnell nicht loslassen wollen.
Außerdem habe ich mitbekommen, dass DAUs auch gut mit XFCE können, was einer alten Kiste auch auf die Sprünge helfen kann. Das müsste allerdings bei XFCE nachinstalliert werden und schon ginge die Fummelei los ...
 
Was die Grafikkarte angeht, kann es mitunter Probleme mit der Grafikbeschleunigung geben. War bei mir der der Fall! Die Grafikbeschleunigung funktionierte nicht und der Lappy-Lüfter war am dauerdurchdrehen und am Maximum.

pkg update && pkg upgrade && pkg install drm-kmod && kldload radeonkms

Danach überprüfe bitte, welche Stats verfügbar sind, einfach sysctl dev.cpu.0.cx_supported eingeben.
Ich hab dann mit "sysctl dev.cpu.0.cx_lowest=Cmax" und dauerhaft mit "sysctl dev.cpu.0.cx_lowest=Cmax" zur Ruhe gezwungen.

Danach sah das Theater dann so aus:
dev.cpu.0.cx_supported: C1/1/3 C2/2/205 C3/3/245# sysctl dev.cpu.0.cx_lowest=Cmaxdev.cpu.0.cx_lowest: C1 -> C8
# sysctl dev.cpu.0.cx_usagedev.cpu.0.cx_usage: 28.23% 5.24% 66.51% last 367us
#

Die GP hatte das System dann entlastet und nun läuft bei mir auch der Lüfter nur noch mit Vollgas, wenn ich Sauerbraten zocke oder durchs Internet Browse. Letzteres aber auch nicht permenant sondern nur, gelegentlich.

Aber diese Sache ist hier kein Muss, kann sein dass das System, was etwas jünger als meins ist, da schon besser funtktioniert.
 
Ähm, ich meinte in meinem Beitrag, dass XFCE bei Antix eingefummelt werden müsste. Antix hat ja nur Windowmanager. Naja nicht so wichtig ...
 
Ich denke auch, die folgenden Bilder sprechen für sich! FreeBSD in als Office-Rechner einzurichten, ist kein Problem. Drucker habe ich noch nicht eingerichtet,aber ich denke mal, dass da wie damals auch bei FreeBSD, die üblichen verdächtigen hier zum Zuge kommen, als da wären CUPS & Co.
Allerdings muss ich angeben, dass ich bis dahin noch nicht vorgedrungen bin, Ich wollte auch erstmals mein System absichern und so weite. War auch zwischen Ostern und heutigen Tag mehr bei meinen Eltern wegen Ostern und Geburtstag.
Bildschirmfoto vom 2026-04-12 22-27-15.webp
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Bildschirmfoto vom 2026-04-12 22-32-01.webp
 
Mhmm ich werds dann wohl mal mit FreeBSD probieren, da hab ich immerhin auch als Serversystem Erfahrung. Danke für die vielen Antworten erstmal.


Zum Linux-Vorschlag: Ich habs auch mit älteren LTS Distros mit älteren Kernels probiert, leider weigert sich auch der etwas ältere AMD Treiber mit dieser Karte. Und allgemein hätte ich auf eine etwas hörere "Responsiveness" gehofft.

Ich werde hier berichten.
 
Für einen User der mit Computerzeug nichts zu tun haben will, wäre beim erster Fokus wie solide läuft das System ohne, dass der Benutzer eingreifen muss. Natürlich gehört dazu auch das automatische installieren von Updates ohne Interaktion.
Bei Systemen die diese Art der Nutzung nicht im Fokus haben, und von einem Poweruser dazu vorbereitet werden, habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Irgendein Update braucht dann doch mal Eingriffe oder zerlegt das System.
Solltest du also nicht alle Admin für das System zur Verfügung stehen würde ich tatsächlich kein BSD installieren.
Entweder es geht eine Enduser-Distri oder das Gerät ist offiziell "Kaputt für Nichtnerds".
 
Versuch Mal ein puppy Linux. ja ich weiss - Läuft mit root Rechten. Man kann aber einen User anlegen. Das ist beim Einrichten ziemlich pfiffig. Und läuft auch mit 2GB.

Bad und wenn dann FreeBSD würde ich nur empfehlen, wenn du den Rechner nach dem Aufsetzen nicht mehr upgraden etc. willst. Auch FreeBSD geht mit der Zeit und legt auf unterstützung so alter consumer HW nicht viel Wert . Wenn geht gut, wenn nicht wird sich keiner kümmern.
 
Moin, vieles wurde hier ja schon geschrieben, update-fähigkeit für den Enduser ist wichtig.

Dazu muss man jemanden natürlich dann irgendwie in der Cli Schulen wenn mans nicht selbst machen kann, bei meinen Pappi läuft z.B. ein Debian Stable und da hab ich ihm und meiner mum (die ist etwas orientierter) das so grob beigebracht.

So sachen wie Puppy-krams lohnt sich meiner erfahrung wenig, da oft veraltet, 0,0 gut gewartet und mit nem schlank installierten Debian oder Archlinux hat man exakt den gleichen Effekt, manchmal sogar nen besseren, muss aber natürlich etwas Energie in die Softwareauswahl stecken - das muss man aber bei OpenBSD und FreeBSD auch machen und kann ja1:1 übernommen werden.

Da OpenBSD ja nunmal leider ne Idee langsamer ist als FreeBSD/Linux, wäre mein tipp erst FreeBSD zu probieren und wenn man da das Gefühl hat das etwas harkt einem Debian oder Arch mal ne Chance zu geben.

Debian kann man ggf. auch meine ich per GUI updaten. Je nach Person kann das aber über die cli genauso einfach sein.
 
OpenBSD wird vermutlich am wenigsten Aufwand sein, da wenn alles laeuft und eingerichtet ist, laeuft es. Aber automatische Updates werden vermutlich nur per script als cronjob funktionieren. Da muss man dann basteln. Ob die Arbeit dann spass macht, wage ich zu bezweifeln. Gerade moderne Webbrowser und auch LibreoOffice benoetigen heute schon viel RAM und OpenBSD hat noch viele Sicherheitsfeatures, die im Hintergrund arbeiten und das System auf schwacher Hardware noch weiter verlangsamen.

FreeBSD wird da vermutlich performanter sein, allerdings sind meine Erfahrungen mit Updates oftmals arbeitsintesiv. Nach einem Autoupdate fehlen ploetzlich Pakete oder werden geloescht, der Grafiktreiber funktioniert nicht und muss von Hand gebaut werden, usw. Evtl. ist GhostBSD da pflegeleichter? Ich weiss nicht. Ich selbst kann sowas relativ schnell fixen. Wenn das automatisiert ablaufen soll, sehe ich da schon Probleme.

Falls moeglich, wuerde ich auch auf ein Linux mit Langzeitsupport (LTS) setzen. Unattendet upgrades fuer automatische security patches sind da schon bei der Installation auswaehlbar. Mit Xfce sollte das dann auch recht fluessig laufen. Fuer Paketupdates vor allem fuer den Webbrowser usw. gibt es sicherlich auch automatisierte Loesungen. Evtl. ist dann sogar Flatpak eine Alternative, da hier die Browserupdates nur den Browser aktualisieren und nicht das ganze System und dann auch kein Neustart notwendig ist. Falls Du das Problem mit dem Grafiktreiber geloest bekommst, waere z.B. Debian meine persoenliche erste Wahl, wenns wenig Arbeit (fuer alle beteiligten) und performant sein soll.
 
ich möchte mal halb widersprechen, was meine Vorgänger so gesagt haben, aber im Grunde genommen doch bestätigen, vor allen Dingen den Beitrag von @Rakor https://www.bsdforen.de/threads/bsd-für-desktop-auf-alter-alter-hw-gesucht.37557/post-345375.

Wer sich nicht für PC interessiert, wird mit Updates und erst Recht mit Upgrades überfordert sein, wenn die nicht gar so automatisch laufen, wie etwa bei einem Android-Smart-Phone. Die Überforderung meine ich hier gar nicht im Sinne von "Können", sondern eher im Sinn von "Wollen".
Deshalb würde ich es gar nicht erst versuchen, so etwas einzurichten.
Um bei FreeBSD zu bleiben: installieren, quarterly nehmen und alle drei Monate einen Update / Upgrade -Wartungstag einlegen, wo Du das dann erledigen kannst und dich auch um Konsistenz und Sicherheit der Daten kümmerst.
In der Zwischenzeit nur für automatische Backups der Arbeitsdaten auf möglichst einfach zu bedienender Basis kümmern.

Auf diese Weise bekommst du zwar einen Dauerauftrag und ein Sorgenkind mehr an die Backe, aber vier mal im Jahr ist doch überschaubar und zumindest nach meiner Erfahrung im Endeffekt mit weniger Problemen und Ärger durchzogen.

Was Windows-ähnlichen Desktop angeht, kann man sicher einige Vorschläge machen. Mir selbst kam LXQT recht ähnlich vor, einige User in meinem Umfeld hatten damit keine Probleme und es ist schonender gegenüber deinen Ressourcen, als ein KDE. Wie weit es allerdings in FreeBSD ist und ob es dort sogar Wayland-kompatibel ist, weiß ich nicht. Im Linux-Land ist es recht gut verfügbar und ich hatte mal eine LUBUNTU-Version irgendwo installiert, die recht gut gelaufen ist.
 
Für unterwegs auf Reisen (auf 2 oder 4 Rädern) nehme ich mein altes Thinkpad T410 mit OpenBSD. Hat 8 GB RAM, eine 500GB SSD, macht Wifi, Musik, Internet, einfach alles. Selbst Firefox und Chrome laufen noch erträglich schnell. Dabei OBSD-typich rock-solid. einfach bei Updates, Anwendungen gibts alls, was ich brauche. Passt genau für meine Zwecke.

Ich lass es mit Openbox laufen, aber OBSD hat ja quasi alle WM in den Ports.
Angeblich soll der T410 ja auch mit 16GB RAM laufen, aber mit meinen vorhandenen Riegeln klappt das leider nicht.
 
Mal etwas ketzerisch gefragt - wäre ein Pi-Paket mit irgendeinem alten Monitor nicht die sinnvollere und dauerhaft praktischere Lösung?
 
Für unterwegs auf Reisen (auf 2 oder 4 Rädern) nehme ich mein altes Thinkpad T410 mit OpenBSD. Hat 8 GB RAM, eine 500GB SSD, macht Wifi, Musik, Internet, einfach alles. Selbst Firefox und Chrome laufen noch erträglich schnell. Dabei OBSD-typich rock-solid. einfach bei Updates, Anwendungen gibts alls, was ich brauche. Passt genau für meine Zwecke.

Ich muss ehrlich sagen das ich unabhängig vom verwendeten Betriebsystem Chrome und Firefox für "echte" Nutzung auf allen unterhalb eines 4. gen i5 desktop oder 6. gen i5 Notebook unbenutzbar langsam finde und "gut verwendbar" bei mir erst ab i5. 8. gen bei Notebook losgeht.
Spätestens wenn man die üblichen 15-20 Tabs mit irgendwie leistungshungrigen Webseiten offen hat.
Zum "Ich schlag drei sachen bei Wiki oder der OpenBSD Man-Pages" nach reicht der i5-gen1 zugegebn aber durchaus aus - es kommt wie so oft drauf an was man so macht und was "Desktop" für einen ist.
In meinen normalen Desktopbetrieb hab ich 1x QHD und 1x 4K Monitore die befeuert werden wollen. Es ist immer offen: Elements (Electron), Discord (Electron), Spotify (Electron) , VS Codes (Electron) ein paar Terminals mit zuvernachlässigen krams, ein Browser mit WhatsApp Web, Instagram, BSKY, manchmal Mastodon oder X, ein gutes dutzend Tabs mit irgendwelchen Recherchen, Newsbeiträgen, Amazon oder sonst was, ein weiterer Browser mit 8-10 Youtubetabs (Da laufen natürlich keine Videos gleichzeitig), evtl. einer Streamingseite ala Amazon-Prime, Googlecalender, Nextcloudsync, 1,2 Libreofficedokumente, ein Dateibrowser , Claws-Mail und manchmal noch zusätzlich PDFs, ein Video per MPV, eine VNC-Session z.B. zum Fernsehpc und evtl. eine RDP Session usw.
Das ist "für mich" "normaler Desktopbetrieb" - und das ist bei allen unter i5. 8. gen und unter 16GB Ram recht träge, zumal schon allein ein Youtube oder Primevideo von FullHD auf die QHD Auflösung zu skalieren ganz ohne das andere gedöns CPU & GPU deutlich auslasten.
Ich will damit nicht sagen "nutzt keine ältere Hardware" sondern eher "Desktop ist nicht gleich Desktop, kenn die Grenzen"

Oh, auch kein ganz unwichtiger Gedanke, wer wie ich Desktop etwas umfangreicher nutzt, da ist die Frage KDE oder XFCE4 oder fast völlig egal, weil das bisschen was KDE zusätzlich braucht da völlig Banane ist, ich hab das so lange mit xfce4 verwendet aber als die Monitore mit unterschiedlicher Auflösung dazu kamen brauchte ich Wayland und bin auf KDE gewechselt und hab fast 0 unterschiede beim sichtlich überforderten X270 das ich da anfangs für verwendet hatte gegenüber xfce4 bemerkt.

Mal etwas ketzerisch gefragt - wäre ein Pi-Paket mit irgendeinem alten Monitor nicht die sinnvollere und dauerhaft praktischere Lösung?
Meiner Erfahrung nach ist ein PI 4 mit 4GB bei Desktop-Apps mit X dtl. langsamer als ein T410 oder ähnliches Notebook, da hab ich mehrfach frustriert aufgegeben, aber da will ich nicht ausschließen etwas bei GPU-Beschleunigung oder so auch "falsch" gemacht zu haben.
 
Entweder es geht eine Enduser-Distri oder das Gerät ist offiziell "Kaputt für Nichtnerds".

Mal etwas ketzerisch gefragt - wäre ein Pi-Paket mit irgendeinem alten Monitor nicht die sinnvollere und dauerhaft praktischere Lösung?

Die Sache ist die: Die Alternative zu "Ich bastel da ein *BSD oder so rein" ist, ich bau die alte rotierende Platte wieder ein, sage da ist mit der HW nichts zu machen, und er wird das Notebook weiter bis ans Ende seiner Tage, so wie es derzeit ist, mit Windows 7 verwenden.

Wie gesagt ich werde sobald ich Zeit habe, mal gucken ob ein FreeBSD darauf vernünftig läuft. Eventuell richte ich nen Zugang für Updates ein, oder ich lasse es einfach, ist immer noch besser als Status Quo.
 
@CommanderZed: Da widerspreche ich nciht: Für intensive Internetnutzung sind die beiden dicken Browser auf dem T410 nicht geeignet, das nervt sehr schnell und das kann auch mal abschmieren. Aber mal was nachschlagen ist OK, und so war das auch gemeint.

Das gleiche gilt auch für @peterle, der eine Pi vorschlägt. Das aber auch erst ab dem Pi5, da kann man uch mal eine Chrome-Session wagen, siehe T410. Ich hab auch ein paar Pi4 hier laufen, die machen brave Serverarbeiten, aber mehr als Dillo oder Netsurf würde ich auf denen nicht machen.

Und apropos alte Hardware: Hier sind gerad einige Asus F2A85 in verschiedenen Versionen mit CPU und RAM frei geworden. Gibts für ganz kleines Geld. Wer Interesse hat, mag sich melden.
 
Die Sache ist die: Die Alternative zu "Ich bastel da ein *BSD oder so rein" ist, ich bau die alte rotierende Platte wieder ein, sage da ist mit der HW nichts zu machen, und er wird das Notebook weiter bis ans Ende seiner Tage, so wie es derzeit ist, mit Windows 7 verwenden.

Wie gesagt ich werde sobald ich Zeit habe, mal gucken ob ein FreeBSD darauf vernünftig läuft. Eventuell richte ich nen Zugang für Updates ein, oder ich lasse es einfach, ist immer noch besser als Status Quo.

Dann wäre mein Tipp:
Wenn du es selbst regelmäßig administrierten kannst: FreeBSD, wenn das nicht rund löppt: Archlinux

Wenn du irgendwas mit Gui usw für updates möchtest: Debian, meine Debian-Erfahrungen der letzten 6 Jahre sind wirklich sehr gut, ser viel besser als in den 2010ern und die haben idr. diverse sachen die man auf so älterer Hardware möchte wie guten Community-Support usw.
Sollte man Widevine oder so für Streaming benötigen kann man auch SEHR easy den Google-Chrome (nicht: Chromium) direkt über google reinprökeln, das ist auch sehr update-stabil (Bei Arch übers AUR auch sehr angenehm verfügbar).

Theoretisch sollte Windows 11 25H2 auch drauf laufen wenns ein i5 gen 1 ist und du mit den üblichen Methoden die Hardwareanforderungen entfernst.

@CommanderZed: Da widerspreche ich nciht: Für intensive Internetnutzung sind die beiden dicken Browser auf dem T410 nicht geeignet, das nervt sehr schnell und das kann auch mal abschmieren. Aber mal was nachschlagen ist OK, und so war das auch gemeint.

Ja, das geht sogar auf nem X61 / Core2Duo mit 4GB noch halbwegs gut (Der Test ist nicht mehr gaaanz aktuell, ich denke das hab ich mit Windows 11 + Firefox zuletzt vor 2 Jahren oder so vertestet, dito unter OpenBSD, inzwischen hab ich das aber nicht mehr im Betrieb, mein ältestes Spielgerät ist ein X230 mit einem FreeBSD Desktop, anstelle der X61 sind jetzt drei X270 fürs rumspielen zuständig die mir mal zugelaufen sind.

Ich will da gerade dir und auch anderen nicht "auf die Füße treten" - ich hab nur so viele Diskusionen, zb auf auch SoMe erlebt wo so Linux-Jünger sagen: Quatsch, du brauchst dein 15 Jahre altes Notebook nicht ersetzen, nur Microsoft ist doof das es das nicht mehr supported installier einfach Linux und das ist dann genauso gut wie wenn du dir ein neues Windows-Notebook kaufst. Und natürlich steckt in beiden aussagen ein fünkchen Wahrheit. Aber die ist halt nicht das ein aktueller Browser - egal unter welchem Betriebsystem - auf 15 Jahre alter Hardware richtig toll und rund läuft wenn er ordentlich was zu tun kriegt.

Und dann sind natürlich Menschen zurecht enttäuscht und erzählen rum das OpenSource genauso scheisse ist und garnicht schneller - das ist kein sehr gutes Marketing wenn wir generell die Leute von Windows wegbekommen wollen.

Das gleiche gilt auch für @peterle, der eine Pi vorschlägt. Das aber auch erst ab dem Pi5, da kann man uch mal eine Chrome-Session wagen, siehe T410. Ich hab auch ein paar Pi4 hier laufen, die machen brave Serverarbeiten, aber mehr als Dillo oder Netsurf würde ich auf denen nicht machen.

Ich wollte da sonne art Fernseh-PC draus machen fürs Wohnzimmer, das ist krachend gescheitert, da hab ich nun sehr günstig einen passiv gekühlten i5. 8. gen ergattert und der werkelt sehr fröhlich mit Archlinux in dem Job.
Viele empfehlen da so Libreelec und Co bastelkrams für den Pi aber das hat mir 0,0 weitergeholfen da ich z.B. für manches halt nen richtigen Browser brauche

Und apropos alte Hardware: Hier sind gerad einige Asus F2A85 in verschiedenen Versionen mit CPU und RAM frei geworden. Gibts für ganz kleines Geld. Wer Interesse hat, mag sich melden.

Ich bin gut versorgt, aber ich hatte so eins mal in der Art und das war sehr ordentliche Technik und dtl. schneller je nach Prozessor als ein T410 ;)

/edit Kleines PS: Ich bin durchaus ziemlich orientiert was ältere Hardware usw angeht und das spielen damit macht mir auch immer mal wieder spaß.
 
Dann wäre mein Tipp:
Wenn du es selbst regelmäßig administrierten kannst: FreeBSD, wenn das nicht rund löppt: Archlinux

Wenn du irgendwas mit Gui usw für updates möchtest: Debian, meine Debian-Erfahrungen der letzten 6 Jahre sind wirklich sehr gut, ser viel besser als in den 2010ern und die haben idr. diverse sachen die man auf so älterer Hardware möchte wie guten Community-Support usw.
Sollte man Widevine oder so für Streaming benötigen kann man auch SEHR easy den Google-Chrome (nicht: Chromium) direkt über google reinprökeln, das ist auch sehr update-stabil (Bei Arch übers AUR auch sehr angenehm verfügbar).

Theoretisch sollte Windows 11 25H2 auch drauf laufen wenns ein i5 gen 1 ist und du mit den üblichen Methoden die Hardwareanforderungen entfernst.


Wie schon beschrieben, bekomm ich unter Linux leider die Grafikbeschleunigung nicht zum laufen. Klar ich kann den uralt Catalyst Treiber installieren - aber das gibt auch wieder Tränen bei jedem Kernelupdate.

Windows hab ich bisher ausgeschlossen, aber du hast natürlich recht, mit den üblichen Methoden die TPM2 Anforderung zu umgehen sollte das eventuell ne gute Möglichkeit sein! Ist dann was Updates und Co betrifft auch DAU-sicher.
 
Villeicht magst du ja noch ein paar mehr specs schreiben ;)

Radeon HD 6450M wird lt. https://wiki.archlinux.org/title/AMDGPU nicht vom normalen AMDGPU treiber unterstützt (AFAIK nutzt OpenBSD den übrigens auch)

Vermutlich brauchst du den anderen "ATI" Treiber https://wiki.archlinux.org/title/ATI - soweit ich das sehe wird die Karte sogar zu 100% von diesem Treiber direkt unterstützt.

Auch wenn du kein Archlinux verwenden möchtest, bei diesen Themen sind die eigentlich eine Top-Quelle und man kann sich gut an Arch lang hangeln. Ich vermute das du unter FreeBSD auch den passenden Treiber möchtest, bin aber nicht so Tief da im OS um da etwas sagen zu können. Ich wäre mir nicht sooo sicher ob due *BSD da einfacher zum laufen kriegst, tendenziell ist sowohl Open, Net als auch FreeBSD irgendwie von sehr ähnlichen Treiberthemen getrieben.

Du wirst immer treiber lt. https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_AMD_graphics_processing_units#Features_overview brauchen die die "Northern Islands" Chips unterstützen.

Sollte das ein Notebook mit irgend sonnem Dual-GPU Feature sein wäre mein erster versuch die Funktion auszuschalten oder dich da tief einzulesen, das war besonders damals ein großes Elend das wenig freude gemacht hat - auch hier helfen evtl. genauere Specs des Geräts neben der GPU.

/Edit ich würde evtl. wenn du zeit und lust hast dich damit zu beschäftigen zum start Archlinux empfehlen, das ist für solche sachen wirklich sehr gut gemacht, bietet ein hochwertiges Wiki und technisch idr. die mit abstand beste Packatierung + mit AUR unglaublich hilfreiche ressourcen.

Wenn dann noch nen update-entspannteres OS folgen soll kann man immer noch auf Debian wechseln.

Solltest du es unter Windows versuchen - es gab früher inoffizielles Treiber-Geprökel um ältere AMD-GPUS auch unter Windows 10 zum laufen zu kriegen, dafür wurde AFAIR ein Windows 7 oder sogar XP treiber sehr stark manipuliert, aber ob die unter 11 noch laufen ...
 
Dual-GPU Feature sein wäre mein erster versuch die Funktion auszuschalten oder dich da tief einzulesen, das war besonders damals ein großes Elend das wenig freude gemacht hat - auch hier helfen evtl. genauere Specs des Geräts neben der GPU.
Das funktioniert nur unter Windows zufriedenstellend und vom Hörensagen (unter Linux) bei neuen Chips (ggf. auch nur Nvidia) gut. Keine Ahnung. Das Archwiki müsste da ne Seite haben.

Was ist denn die genaue Fehlermeldung/Effekt, wenn der Treiber geladen wurde? Vielleicht reichts ja schon, das abzuzwackende RAM-Limit für die GPU zu erhöhen bzw. irgendwas festes und nicht auto einzustellen. Auch wenns diese Option manchmal bei Notebooks im BIOS nicht gibt, ich weiß. :/

möchte keinen einzigen Euro für dieses "Dumme Computerzeugs" ausgeben, dass er eh fast nie nutzt.
Naja, das sind jetzt auch keine wirklichen Voraussetzungen die unter einem guten Stern zu verordnen wären. Fleischesser mit Gemüse quälen. :D
 
Die Radeon HD 6450M ist ein TerraScale 2, das war damals die Radeon HD 6000 Serie. Das ist für freie Systeme leider etwas das Niemandsland zwischen AMDs ersten offiziellen freien Treibern um und bei 2008 rum und bevor sie 2014 nach dem positiven Feedback - wohl nicht unbedingt von Nutzern, sondern mehr von OEMs im Embedded-Bereich - mit amdgpu richtig durchgestartet sind. Alles vor GCN war damals schon im direkten Vergleich zu Nvidias Blob eher kompromissbehaftet und dürfte inzwischen einfach zu weit runtergrottet sein. Sowohl radeon im Kernel, als auch r600 in Mesa.

Ich würde erstmal FreeBSD und OpenBSD, Reihenfolge egal, testen und schauen, ob das überhaupt funktioniert. Letztendlich ist das ja der gleiche Code wie unter Linux, nur etwas konservativer integriert und einige Versionen hinterher. Wenn ja, kann man immer noch schauen, wie man daraus ein System für unbedarfte Nutzer baut.
 
Ich musste bisschen was nachinstallieren und laden.

[odin@asgard odin] ᚦ pciconf -lv | grep -B3 display
vgapci0@pci0:1:0:0: class=0x030000 rev=0x00 hdr=0x00 vendor=0x1002 device=0x68c1 subvendor=0x104d subdevice=0x9071
vendor = 'Advanced Micro Devices, Inc. [AMD/ATI]'
device = 'Madison [Mobility Radeon HD 5650/5750 / 6530M/6550M]'
class = display
[odin@asgard odin] ᚦ glxinfo | grep "renderer"
GLX_MESA_copy_sub_buffer, GLX_MESA_gl_interop, GLX_MESA_query_renderer,
GLX_MESA_gl_interop, GLX_MESA_query_renderer, GLX_MESA_swap_control,
Extended renderer info (GLX_MESA_query_renderer):
OpenGL renderer string: AMD REDWOOD (DRM 2.50.0 / 15.0-RELEASE-p5, LLVM 19.1.7)
[odin@asgard odin] ᚦ kldstat | grep drm
3 2 0xffffffff8296f000 8a190 drm.ko
[odin@asgard odin] ᚦ
 
Das gleiche gilt auch für @peterle, der eine Pi vorschlägt. Das aber auch erst ab dem Pi5, da kann man uch mal eine Chrome-Session wagen, siehe T410. Ich hab auch ein paar Pi4 hier laufen, die machen brave Serverarbeiten, aber mehr als Dillo oder Netsurf würde ich auf denen nicht machen.

Ich will das nicht dringend weiter auswalzen, kann aber die paar Pi 400 hier völlig problemlos als Allerweltsdesktop mit dem PIOS nutzen. Das reicht für Mail, Web und Office völlig aus, um recht flüssig damit sinnvolle Sachen zu machen.
 
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