Athaba schrieb:
Auch ich glaube kaum, dass es reine Nächstenliebe ist.
Hab schon oft was drüber gehrt, dass die restliche Welt mit Notebooks übersättigt ist und deshalb die Märkte kaum noch wachsen können. Also insofern züchten sie die zukünftigen käfer bzw. machen schon mit den 100$Notebooks ein Geschäft.
Allerdings muss jeder irgendwie sein Geld verdienen und ich glaube nicht, dass all die großen Firmen dabei unbedingt böse sein wollen.
So ähnlich sehe ich das auch. Das interessante daran ist, daß man nicht nur Käufer für dieses Produkt gewinnt, sondern auch für die Folge- und Komplementärprodukte.
Mal ehrlich, wie sieht's bei uns aus ? Irgendwie sind wir Computernutzer doch mehr oder weniger abhängig von diesen Kisten, soll heißen, wir müssen immer mal wieder updaten, weil wir sonst nicht mehr kompatibel zu einem wie auch immer gearteten Standard sind.
BSDler mögen solchen Zwängen tendenziell durchaus etwas weniger unterliegen, aber grundsätzlich ist es doch so, daß die Industrie durch entsprechende Strategien immer wieder versucht, uns in die Abhängigkeit zu drängen (TCPA-Horrorszenarien & Co lassen grüßen).
Ich habe es hier schon einmal kundgetan und wiederhole es gerne noch einmal:
1. Ich sehe hier durchaus den Versuch, die bisher noch schlecht kontrollierbare dritte Welt in eine digitale Abhängigkeit zu bringen. Nicht Wissen sondern Information und Manipulation sind Macht.
2. Man sollte nicht zwingend unsere Welt als Maßstab oder Ideal auf andere übertragen. Wer sagt denn, daß jemand mit Notebook und dem ganzen anderen Konsumgedöns wirklich glücklicher und zufriedener ist als ohne. Wir tun immer so, als ob wir (die westliche Zivilisation) die geilsten Wesen im Universum sind und per Definition alles in gottähnlicher Weise vorbildlich gemeistert haben.
3. Ich will niemandem etwas wegnehmen oder vorenthalten, aber die goldene Regel uns zum Vorbild zu nehmen, um ein besseres Leben führen zu können führt meiner bescheidenen Meinung nach in eine Sackgasse. Vielleicht sollten wir uns lieber etwas verändern. BTW, wer definiert eigentlich (allgemeingültig) was ein "besseres Leben" ist ?
Nur mal ein bißchen Stoff zum Nachdenken.