Ja, ich weiß dass es das heute auch gibt. In vielen Naturfilmen sieht man das ja teilweise.
Ich wollte ja nur meine Bewunderung dafür aussprechen. Damals waren aber auch generell die Umstände sicherlich schwieriger, weil einem zum einen die Technik heutzutage vieles einfacher macht und man nicht irgendwo ganz abgeschottet ist.
Ich denke einfach, dass man sich generell solche Forscher zum Vorbild nehmen sollte. Sie sind eine schöne Inspiration. Es ist einfach schön zu sehen, dass es Leute gibt, die sich Herausforderungen aus Neugierde stellen, weil sie es einfach interessant finden, hinter "Geheimnisse" kommen wollen und nicht, weil es ihr Job ist, man unbedingt die Anerkennung von Anderen braucht oder ähnliches.
Damit will ich keinesfalls sagen, dass es ansonsten böse, schlechter oder sonst etwas ist. Ich finde es nur sehr inspirierend zu sehen was ein Mensch leisten kann, wenn er es will.
Ich finde, dass man das heutzutage - in einer sehr stark kapitalisierten Welt - leider zur Nebensache verkommen lässt und es mehr darum geht viel Geld mit möglichst wenig Arbeit zu machen. Kann man auch gut im Vergleich Qualität und Quantität zählen oder auch wenn hinter allem immer gleich ein direkter Nutzen stehen muss.
Hinter all den Schund, der in den Medien ist, sei es nun irgendein Klatsch, die hunderte von Sitcoms und Seifenopern, die produziert werden oder sonst etwas steckt auch kein tieferer Sinn, genauso wenig, wie hinter Mode all dem anderen Zeug. Überall wird mächtig Geld in die Hand genommen, aber wenn irgendjemand etwas erforscht und nicht sofort ein fertiges Produkt daraus entsteht ist es eine Geldverschwendung und alles wird gekürzt. In der Bildung ist es ja auch nicht anders. Ich habe mal eine technische Schule besucht, wo immer gejammert wurde, dass kein Geld da ist. Das konnte ich ja verstehen, aber plötzlich stehen im Computersaal, wo hauptsächlich programmiert und mit Word gearbeitet werden lauter Rechner, die sicherlich deutlich mehr, als 1000 EURO gekostet haben. Alle mit Highend-Grafikkarten und "typische Spielerechner". In der selben Schule, war es auch so, dass der Englischprofessorin die Bücher nicht passten und deshalb jeder eine (einseitig bedruckte!) Kopie eines anderen Buches bekam. Natürlich musste man in dieser Schule für das ganze Papier bezahlen. Okay, das wird aber jetzt OT.
Jedenfalls wollen alle Innovation, aber das Geld fließt höchstens in die Hände von irgendwelchen Firmen, die wissen wie man möglichst viele Förderungen mit möglichst wenig Verlust abstauben kann. Am Ende ist dann noch alles Firmengeheimeis, die Wissenschaftsförderungen werden für Patente, Anwälte, Patentklagen und dem Ausschalten von Konkurrenten genutzt. Ich will jetzt nicht mit Verschwörungstheorien beginnen, aber man hört ja nicht selten, dass aus wirtschaftsstratägischen Gründen viele Dinge eine Weile zurückgehalten werden.
Dafür kann aber kein Anwalt, kein Konzernchef, kein Wissenschaftler und auch niemand, der Wirtschaft studiert hat, sondern nur die weltweite politische Entwicklung, die vielleicht gut gemeint war, aber leider oft daneben geht. Aber Wirtschaft und Politik sind Wissenschaften für sich und vielleicht hat ja jemand mal eine zündende Idee und die Situation verbessert sich.
Tut mir Leid, das ich so abdrifte, aber Politik und Wirtschaft haben auch Auswirkungen auf die Naturwissenschaft.
Ich bin zuversichtlich, dass sich in einer Gesellschaft, die sich selbst als Informationsgesellschaft bezeichnet die Wissenschaft einen Aufschwung erfährt. Auch der Anstieg an Studenten ist ja ein positives Zeichen.
Und wegen Religion und Kreationismus:
Man muss zwischen dem freien Glauben (Religionen, Ideolgien, Lebensansichten), die man ja unbedingt genauso, wie alle anderen Menschenrechte schützen sollte und dem Missbrauch um an Macht zu kommen unterscheiden. Das wirkliche Problem sind ja nicht Religionen oder die Idee/Theorie des Kreationismus. Eine (vorsichtig ausgedrückt) möglicherweise falsche Theorie schadet ja grundsätzlich niemanden. Genauso wenig, wie ein tiefer Glaube einem nicht gleich zum Terroristen macht. Es geht darum, dass sich nicht einfach eines über das Andere stellt. Das ist ja auch so mit Menschenrechten, Internetzensur, Pedophilen, .. was ja schon ausgiebig in diesem Forum besprochen wurde. Es geht einfach nicht, dass man das Eine einfach über das Andere stellt und das Andere dann jegliche Bedeutung verliert.
Was aber noch viel wichtiger ist, ist dass man es nicht zulässt, dass sich nicht jemand als etwas anderes ausgibt. Sei es Terrorismus als Religion, Internetzensur, als Schutz von Kindern, Religion als Naturwissenschaft. Auch umgekehrt ist es ja nicht richtig: Man kann die Wissenschaft nicht für Atombomben, Drogen, etc. verantwortlich machen.
Auch Schubladendenken sollte man vermeiden. Auch wenn ich selbst der Meinung bin, dass Kreationismus gefährlich sein kann halte ich die Tatsache, dass Leute versuchen einen wissenschaftlichen Beweis für Gott zu finden nicht für verwerflich, ganz im Gegenteil. Wissenschaft betreiben ist ja etwas gutes, solange es bei echter Wissenschaft bleibt. Selbst, wenn es sich für falsch herausstellt kann eine neue Theorie zu Diskussionen führen, die neues Leben in etwas bringt. Das selbst schadet ja nicht. Das Problem beginnt erst dort wo es unwissenschaftlich wird oder bei dem Punkt, wo etwas in die Praxis umgesetzt wird.
Was ich damit sagen will ist, dass man bei allem aufpassen muss, dass die Gedanken frei bleiben müssen, sonst schneidet man sich ins eigene Fleisch. Über die weiteren Folgen will ich gar nicht denken.
Ich hoffe, das war jetzt nicht alles zu weit hergeholt, aber ich halte es für eine der wichtigsten Herausforderungen der Wissenschaft für die Freiheit des Intellekts in jeglicher Form zu gewährleisten. Das geht aber über die Naturwissenschaften hinaus und betrifft auch die Geisteswissenschaften, denn was wäre der Mensch ohne diese? Wir könnten uns nicht mal über dieses Thema unterhalten.
EDIT: Achja, es wäre vielleicht noch gut anzumerken, dass das nur ein paar persönliche Ansichten, welche mir spontan in den Sinn kamen sind. Also völlig undurchdacht. Eshalb wundert euch nicht über möglichen Unsinn. Wobei die meisten hier wohl ohnehin nichts anderes von mir gewohnt sind
Gruß,
Athaba