pit234a said:
QNX habe ich lange nicht mehr besucht. Die Version, die ich mir seinezeit angesehen hatte, versprach einiges. Der letzte Blick zeigte: alles nicht mehr offen und deshalb verlor ich das Interesse.
Ja leider ist das so, gibt zwar die Gnu-Collection für Quick aber das ändert nichts an dem Faktum.
pit234a said:
Das letzte OS, für das ich Geld ausgab und akzeptierte, dass es nicht frei ist, war BeOS und das wollte ich eher durch den Kauf unterstützen .......
Mittlerweile gibt es Zeta, nach grossen Problemen wieder am Start, mal sehen wie lange.
pit234a said:
Das ist für mich, neben dem ethischen Aspekt nur Freie Systeme nutzen zu wollen, der wichtigste: die Anzahl der Anwendungen, die ich nutzen darf und der Umfang der Möglichkeiten, mein System zu beeinflussen.
Den Ansatz vertrete ich auch, allerdings nicht im vollen Umfange derzeit möglich schreibe dazu noch was weiter unten.
pit234a said:
Meinen Lebensunterhalt verdiene ich in einem technischen Beruf und da gibt es fast keine Möglichkeit, dem Einfluss von Computern zu entgehen......
Das ist nahezu schlicht unmöglich, wenn überhaupt dann verschwindend gering auch ein Taschenrechner ist ein Rechner

und nur mit Schieblehre denke das macht keiner/keine mehr.
pit234a said:
Nun lese ich deshalb etwas entspannt die Beiträge der BSD-Puritaner (nebenbei: vielen Dank für die rege Anteilnahme an diesem Thread, ich fühle mich nun schon viel besser!) denn, niemand hat bisher erklärt, dass er sogar den Quellcode hernimmt und umbaut, um seinen Bedürfnissen besser gerecht zu werden. Alle erklären nur, dass sie es schließlich gelernt haben, mit BSD zurecht zu kommen. HmmmH. Freiheit?
Das ist der Kompromiss den fast jeder/jede eingeht, vielleicht auch Bequemlichkeit, wer fragt schon so direkt nach dem Compiler - was für ein Compiler nutze ich, gibt es da Alternativen,wer geht so tief rein in die Materie ?
pit234a said:
Diese Puritaner (und verzeiht, wenn ich nun polarisiere, das ist rein didaktisch, nicht, weil ich wirklich so denke), schaffen sich keine eigenen OS und wenn sie was nutzen und kompilieren, dann läuft es doch über einen fertigen, nutzbaren Kompiler und niemand fängt überhaupt noch etwas unterhalb von C(wieviel plus auch immer) an.
Also ich habe der Sprache C nie etwas abgewinnen können egal wieviel ++ du dranhängst. Das fängt schon bei der Syntax an, grausam von hinten nach vorne lesen, damit ein normal denkender Mensch das wenn überhaupt versteht.
Da lob ich mir Pascal oder Oberon oder Ada (jo anderes Thema)
pit234a said:
Ich meine, wer sich wirklich frei bewegen will, kann das vielleicht mit Hilfe von GNU/Hurd oder GNU/Linux oder xx-BSD tatsächlich tun, doch in der Praxis lassen sich alle dazu zwingen, den Konventionen zu einem gewissen Grad zu folgen und nicht eigenständig was zu entwickeln.
Viele, die über die grafischen Lösungen schimpfen, fügen sich aber in ihr Schicksal und benutzen Befehle, die einfach unmöglich aussehen und dies auch in der Mehrzahl der Fälle tatsächlich sind: unmöglich für normal denkende Menschen zu erschließen. Sie alle unterwerfen sich den Zwängen, die irgendwelche System-Programmierer sich erdachten und sie fühlen sich den Nutzern der grafischen Oberflächen überlegen!
Das mag angehen, weil sie ein besseres Gedächtnis brauchen. Doch, mehrt es die individuelle Freiheit wirklich? Haben solche Menschen tatsächlich mehr Macht über ihr OS und den Rechner?
So gesehen keinesfalls, siehe meine Bemerkung zu C etc........
pit234a said:
Wird mancher fragen, warum ich dann so vehement bei freien, offenen Systemen bleibe. Ganz einfach: weil ich es richtig finde!
Volle Zustimmung, ohne Einschränkung !
pit234a said:
Es gibt keine Alternative, was nicht bedeutet, dass ich vieles nicht mag oder denke, dass es doch besser sein könnte und dabei schließe ich UNIX mit ein. Als ich vor nunmehr beinahe 20 Jahren erstmals mit einem UNIX zu tun bekam, mochte ich es gleich gar nicht! (Bin ich wirklich schon so alt? gezählt, wohl wirklich, gefühlt noch lange lange nicht!) und ich glaube, wenn ich mir das alles so ansehe, dass es nur deshalb heute noch UNIX gibt, weil niemand den Schneid hat, was anderes zu machen. Alle sind stolz darauf, es mit diesem System zu schaffen und deshalb loben sie es dermaßen.
Na ja der Versuch wurde ein paar mal gewagt, aber diese Projekte starben dann füher oder später aus den verschiedensten Gründen.
Da gab es zum Beispiel mal ein OS das komplett bis auf einen kleinen Anteil Assembler in der Sprache Python geschrieben wurde,zum Teil revolitionärer Ansatz des Dateisystems und wirklich objektorientiert, wird leider nicht mehr weiterentwickelt.
Dann gibt oder gab es HydrixOS, mittlerweile auch nicht mehr gepflegt, so gut wie Tod.
Dann gibt es noch BlueBottle in Oberon aber wird auch nicht mehr weiterentwickelt schade drum, ist aber schon teilweise nutzbar.
Dann gibt es noch jede Menge OS von Hobbyprogrammierer meistens in Assembler, auch hier sterben diese OS nach einer Weile.
Ja und dann gibt es noch ReactOS ein Windows Nachbau (nicht negativ gemeint) aktuelle Alpha Version 0.3. dieses OS wird auch noch weiterentwickelt.
adieu Rudolf