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Altes Notebook stürzt immer öfter ab

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #1
Ich habe ein altes Acer Notebook (Aspire 5612-200) mit Intel Core Duo T2250, nvidia Geforce Go 7300 und 1 GB DDR2 RAM. Es ist permanent per VGA- und Audiokabel an den Fernseher angeschlossen und dient nur der Wiedergabe von Filmen und Serien mit Kodi. Doch in der letzten Zeit bleibt es immer öfter ganz plötzlich hängen, manchmal sogar schon kurz nach dem Hochfahren und einigen Minuten Stillstand auf dem Loginscreen von sddm, manchmal nach längerem Betrieb von kodi, in diesem Fall bleibt das Bild plötzlich stehen und es kommt ein starkes Brummen/Summen über die Fernseherlautsprecher, dann hilft nur noch ein dauerhaftes Drücken auf die Power-Taste, um direkt auszuschalten.
Ich hatte dem Teil kürzlich noch eine SSD verpasst, das Problem tritt aber weiterhin auf, manchmal nicht, manchmal doch, scheinbar unabhängig von der Betriebsdauer, völlig unberechenbar.
Eine Überhitzung kann ich durch Fühlen nicht feststellen, weder auf der Ober- noch auf der Unterseite.

Was kann das sein?
 

mr44er

Well-Known Member
#2
Acer :p

Scherz beiseite...

Überhitzung muss man nicht immer fühlen können. Ich würde es aufschrauben und mal reinlunzen wieviel Staub tatsächlich im Lüfter drinsteckt.

Hast du es testweise mal nur mit seinem eigenen Bildschirm betrieben? Gab Modellreihen, da sind die Displays wie die Fliegen gestorben und anhand deiner Specs passt es da rein.

Ohne Akku kannst du es mal versuchen...

Platte abklemmen, nomadBSD oder knoppix mal mal darauf testen.
 

holgerw

Well-Known Member
#3
Hallo @cabriofahrer

Und nach den Reinigungsaktionen, die @mr44er beschrieben hat:

Was läuft da für ein System drauf? Und ich lese sddm, also verwendest Du vermutlich Plasma5?
Ich würde bei einem HTPC-System zunächst mal ein aktuelles Linux installieren.
Und dann z B. Openbox mit Tint2, pcmanfm für das Zeichnen des Desktops, vielleicht xfe als Dateimanager (pcmanfm finde ich dafür grauslich) und dann Kodi.
Gerade bei mobilen Geräten aber auch bestimmten Cpu-Architekturen hat Linux meiner Erfahrung nach (zumindest zur Zeit) die Nase vorn hinsichtlich Energiemanagement und Performance (siehe meinen Thread zu HTPC, Gemini Lake und fbsd).
Und dann mal beobachten, ob der Fehler noch auftritt ....
 
#4
Ich würde auch zuerst auf überhitzung tippen!
Aufschrauben & nach Dreck schauen und dabei auch gleich schauen ob der Lüfter noch sauber dreht.

Wenns das nicht ist: Memtest laufen lassen, vill. hat der Ram einen weg.

Ansonsten würde ich aber auch weiterhin bei einem derart alten Gerät am ehesten auf einen Hardwareschaden tippen.
Ich glaub ich würde da eher nicht allzuviel Energie in eine Softwaeefehlersuche stecken ...evtl. mal nen knoppix, grml oder so booten und cpu, ram, gpu maximal auslasten und schauen ob nen Fehler auftaucht ist aber nicht sehr aufwändig und eine gute Möglichkeit das OS auszuschließen.

Was ganz banales: Läuft evtl Ram und Swap voll?
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #5
Ich hatte es neulich schon mal aufgeschraubt un Staub entfernt, um weiter in die Tiefe zu gehen, so dass ich an den Prozessor käme, müsste ich schon irgendwelche Platinen abschrauben, was mir dann schon gefährlich erscheint. Aber ich versuche es nochmal.
Es läuft 12.0 (i386), vorher hatte ich 11.2 und da trat das Problem schon mal auf, ich betreibe das Teil so schon seit Jahren (auch mit 10.x), aber das Problem tritt wirklich erst in der letzten Zeit auf. FreeBSD an sich scheint also nicht das Problem zu sein.

Und nein, kein plasma5 wegen sddm, ich nutze sddm nur als loginmanager für kodi-standalone, wahlweise könnte ich auch in xfce booten.
Ich bin mit FreeBSD super zufrieden, und es hatte wie gesagt in der Vergangenheit nie Probleme gegeben.

Vielleicht ist das kein Scherz....

Hast du es testweise mal nur mit seinem eigenen Bildschirm betrieben? Gab Modellreihen, da sind die Displays wie die Fliegen gestorben und anhand deiner Specs passt es da rein.
Verstehe nicht ganz, was ich damit testen/erkennen kann? Stellt das Anschließen eines externen Bildschirms etwa eine zusätzliche Belastung dar? Aber wie gesagt, ich hatte jahrelang kein Problem so.

Ohne Akku kannst du es mal versuchen...
Auch wenn es ständig an die Steckdose angeschlossen ist und ich es nie im Akkubetrieb habe (Stand-by Modus), was teste ich damit?

Platte abklemmen, nomadBSD oder knoppix mal mal darauf testen.
Warum Platte abklemmen? Da das Fehlerhafte Verhalten unberechenbar auftritt oder oft auch gar nicht, ließe sich so nichts beweisen.
Ich denke, ich muss doch mal in mehr Einzelteile zerlegen und an den Lüfter drankommen.

Was ganz banales: Läuft evtl Ram und Swap voll?
Wie kann ich das denn testen, wenn ich kodi-standalone betreibe (nur Vollbildmodus möglich)?
 
#6
Hmm ich kenne kodi nicht, ssh server aktivieren und von nem anderen Gerät immer mal schauen wäre mein Ansatz

Oder das über nen script mitloggen, da gibts bestimmt fertiges oder ist in zwei minuten auch selbst gebaut.

Memtest wäre bei dem Fehlerbild auf jedenfall sinnvoll.
 

mr44er

Well-Known Member
#7
aber das Problem tritt wirklich erst in der letzten Zeit auf.
Wenn sich das häuft, deutet es wirklich auf Hardwaredefekt hin oder eben Überhitzung.

Verstehe nicht ganz, was ich damit testen/erkennen kann? Stellt das Anschließen eines externen Bildschirms etwa eine zusätzliche Belastung dar? Aber wie gesagt, ich hatte jahrelang kein Problem so.
Das Laptop hat nur eine Grafikkarte für sein Display und den Ausgang. Angenommen das Display macht die Biege (was du ja nicht siehst, weil du es nie nutzt) und es passieren unglückliche Umstände (Kriechströme, Widerstände ändern sich, Elkos am blähen uswusf.) kann das defekte Display den Grafikchip mitsamt Restplatine eben abstürzen lassen. Wie gesagt, kann.

Auch wenn es ständig an die Steckdose angeschlossen ist und ich es nie im Akkubetrieb habe (Stand-by Modus), was teste ich damit?
Dieser Betrieb lyncht einen Akku. Laptops reagieren unterschiedlich auf tote Akkus. Z.B. auch mit Abstürzen, wenn kein Windows benutzt wird.
Acer ist eh manchmal...sagen wir exotisch.

Warum Platte abklemmen? Da das Fehlerhafte Verhalten unberechenbar auftritt oder oft auch gar nicht, ließe sich so nichts beweisen.
Einfach damit so wenig Geräte wie möglich im Test dranhängen. KÖNNTE ja auch die SSD ne Macke haben.

Es könnte eben auch das Netzteil so langsam den Hades langgehen. Aber wie schon gesagt wurde: Steck' nicht zuviel Zeit/Geld rein, gerade bei Acer nicht.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #8
OK, ich habe jetzt nochmal aufgeschraubt und wollte Euch ein paar Bilder hochladen, aber leider werden die hier wegen ihrer Größe nicht angenommen. Kurzum, auf den ersten Blick sah der Lüfter von oben nicht besonders verstaubt aus, ich hatte neulich schon mal etwas abgestaubt. Doch beim Entfernen waren auf der Innenseite der Gitter doch kleine längliche "Matten" aus Staub, die mit Sicherheit die Luftzufuhr eingeschränkt haben. Alles gesäubert, auch den Lüfter selbst auseinandergenommen und sorgfältig entstaubt, ich werde ab jetzt ja sehen, ob das die Ursache war (hoffentlich).

Angenommen das Display macht die Biege (was du ja nicht siehst, weil du es nie nutzt)
Stimmt nicht ganz, sddm erscheint auf beiden Bildschirmen.

Dieser Betrieb lyncht einen Akku. Laptops reagieren unterschiedlich auf tote Akkus.
Wußte ich nicht. Was wäre also zu empfehlen? Den Akku immer draußen lassen und wieder rein, wenn man mal "auf Wanderung" geht?
Hat man da nicht das Problem einer möglichen Tiefentladung?

Es könnte eben auch das Netzteil so langsam den Hades langgehen. Aber wie schon gesagt wurde: Steck' nicht zuviel Zeit/Geld rein, gerade bei Acer nicht.
Interessanter Gedanke, das Netzteil ist immer das woran man nicht denkt...

Aber jetzt wollen wir erstmal sehen, wie es sich nach der Reinigung verhält. Und welche Notebookmarke ist grundsätzlich (selbstvetsändlich für den Betrieb mit FreeBSD) zu empfehlen? Nur so für die Zukunft gefragt.
 

mr44er

Well-Known Member
#10
Alles gesäubert, auch den Lüfter selbst auseinandergenommen und sorgfältig entstaubt
Sehr gut, wenn da 'Menge' rauskam, dann ist das doch schon verheißungsvoll!

Stimmt nicht ganz, sddm erscheint auf beiden Bildschirmen.
Ah, ok. ;)

Den Akku immer draußen lassen und wieder rein, wenn man mal "auf Wanderung" geht?
Genau so! ;)
Und ja, die Tiefentladung sollte auch arg vermieden werden. Je nach der verbauten Chemie ist die Selbstentladung stärker resp. schneller. Die Daumenregel für Lithium-Ion? (wenn ich mich korrekt erinnere) ist bei 2/3 Kapazität lagern, um die langsamste Selbstentladung zu erreichen. Dann ist noch die Temperatur ausschlaggebend, aber ab da kann man ja aus allem reinen Selbstzweck machen. :p
Ich achte da aber einfach nicht mehr drauf, weil es im Leben wichtigere Dinge gibt. Wenn ich weiß, dass ich in 45 Minuten aus dem Haus muss, lade ich das Mobilfon und auf den Füllstand achte ich nicht. Wenn der Akku kaputt geht, ist es halt so, dann kauf ich einen neuen. Mein Mobilfon habe ich jetzt seit Ende 2013 und gefühlt hat der Akku noch 75% Kapazität.

Da die Mobilgeräte auf zwei Jahre Lebensdauer ausgelegt werden und man Akkus nicht mehr ohne Aufwand tauschen kann, ist es sowieso egal.


Bei einem Gerät, wo ich weiß, dass es immer nur an der Steckdose hängt (Laptop in dem Fall), nehme ich den Akku natürlich raus. Vorsätzlich schrotten mag ich ihn dann auch nicht.

Und welche Notebookmarke ist grundsätzlich (selbstvetsändlich für den Betrieb mit FreeBSD) zu empfehlen? Nur so für die Zukunft gefragt.
Lenovo

Bist Du da sicher? Woher hast Du diese Info?
Definitiv sicher.
Die Info habe ich aus Erfahrung/selbst erlebt/gesehen und auf einschlägigen Techie-Seiten dann mal nachgeschlagen. So wurde mir das bestätigt. Akkus und ihre chemische Zusammensetzung sind eine Wissenschaft für sich.

m.W. ist für die Lebensdauer nur die Anzahl der kompletten Entladungen/Ladungen massgeblich.
Das stimmt nicht mehr bzw. kommt darauf an, was für ein Akku es ist. Fast jedes Gerät hat mittlerweile Ladeelektronik, die die Kurve automatisch anpasst. Je nach Füllstand, Zustand, Zyklenanzahl usw.

Beispiel USV: Die Akkus sind nach spätestens 5 Jahren tot, egal ob es jemals einen Stromausfall (was nur ein Zyklus wäre) gab oder nicht.
 
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