BSD für Desktop auf alter, alter HW gesucht

Dafür wurden immutable Distributionen erfunden. Siehe z.B. Fedora Silverblue/Kinoite, Aurora oder Bazzite, um nur ein paar zu nennen.
KDE Linux werkelt da auch gerade dran, auf Arch-Basis.

Kinoite hab ich privat bei Familie/Freunde im Einsatz, wenn sie wenig technikaffin sind. Kann ich nur empfehlen.
 
Wenn es um möglichst breite Hardware-Unterstützung und Flexibilität geht, würde ich NetBSD in den Raum werfen. Das Projekt verfolgt ja schon lange das Motto „Of course it runs NetBSD“ – und genau das merkt man auch: Es läuft auf erstaunlich vielen Plattformen und bleibt dabei konsistent und schlank. Gerade für experimentelle oder ältere Systeme finde ich das ziemlich überzeugend.
 
Wenn es um möglichst breite Hardware-Unterstützung und Flexibilität geht, würde ich NetBSD in den Raum werfen. Das Projekt verfolgt ja schon lange das Motto „Of course it runs NetBSD“ – und genau das merkt man auch: Es läuft auf erstaunlich vielen Plattformen und bleibt dabei konsistent und schlank. Gerade für experimentelle oder ältere Systeme finde ich das ziemlich überzeugend.

NetBSD ist aber schon sehr betreuungsintensiv und weit von den Auto-Updates entfernt, die medV2 für seinen Anwendungsfall benötigt.

Zusätzlich ist es aktuell hochgradig fahrlässig, mit NetBSD im World Wide Web zu browsen. NetBSD hat es seit über zwei Wochen nicht geschafft, die aktuelle Firefox-Version 149.0.2 mit 47 Security-Fixes (davon 6 mit high severity) zum Laufen zu bringen.

Ich kann die NetBSD-Entwickler verstehen. Firefox verwendet Rust, dessen Toolchain kaum mehr auf 32-bit-Systemen läuft und viele obskure Systeme kaum bis gar nicht unterstützt. Das auf allen NetBSD-unterstützen Plattformen zum Laufen zu bringen ist jedes Mal viel Aufwand.

Bei Chromium sieht es unwesentlich besser aus; auch da sind selbst bei Zero-Day-Exploits die Wartezeiten auf die jeweils neue Version teilweise obszön lang.

Mangels sicherer nutzbarer Browser-Versionen disqualifiziert sich NetBSD damit aber leider völlig für den normalen Desktop-Betrieb.
 
Zusätzlich ist es aktuell hochgradig fahrlässig, mit NetBSD im World Wide Web zu browsen. NetBSD hat es seit über zwei Wochen nicht geschafft, die aktuelle Firefox-Version 149.0.2 mit 47 Security-Fixes (davon 6 mit high severity) zum Laufen zu bringen.
Wuerde vermutlich schon reichen, die LTS-Version anzubieten und dann zu patchen. Das sollte vermutlich weniger Aufwand sein.
 
Wenn es um möglichst breite Hardware-Unterstützung und Flexibilität geht, würde ich NetBSD in den Raum werfen. Das Projekt verfolgt ja schon lange das Motto „Of course it runs NetBSD“ – und genau das merkt man auch: Es läuft auf erstaunlich vielen Plattformen und bleibt dabei konsistent und schlank. Gerade für experimentelle oder ältere Systeme finde ich das ziemlich überzeugend.
Tatsächlich hängt NetBSD leider bei moderner Hardware von allen BSDs insgesamt am meisten hinterher und auch der Support von älterer AMD64-Hardware der 2010er aber auch teilweise ARM-Sachen usw siehts nicht immer besser aus.

Dazu ist es auf älterer Hardware performancetechnisch vermutlich irgendwo so zwischen OpenBSD und FreeBSD einzuschätzen - vermutlich wird man also mit dem Wald-und-Wiesen Linux oder zumindest FreeBSD in vielen (nicht in allen) fällen mit älterer Hardware da etwas mehr freude haben, es geht ja im Desktop letztlich darum wie schnell das OS dann schwergewichte wie Firefox ausführen kann und nicht wie viele ressourcen der Kernel oder das Init-System verbraucht. Natürlich kann man alle BSDs trotzdem oft verwenden, und es gibt gute gründe das zu tun, aber "NetBSD ist ein guter Deal um aus älterer Hardware die beste Performance im Firefox, Chromium, Libreoffice oä rauszukitzeln" ist halt faktisch nicht haltbar.

Der Bereich, in dem NetBSD noch dem Anspruch gerecht wird besonders viele und breit Hardware zu unterstützen ist inzwischen leider sehr schmal geworden.

Und selbst wenn wir von 90er-Jahre Plattformen wie Alpha usw reden sind die oft nicht oder erst sehr viel später nach neueren Releases funktionsfähig, Alpha z.B. ist (Ich verfolge da die Liste da ich noch ne nicht mehr funktionsfähige Maschine hab) in einen sehr schlechten Zustand AFAIK dtl. schlechter als unter OpenBSD.

Zu den Sicherheitsproblemen usw haben die vorposter schon sehr treffend was geschrieben. Auch wenn das garnicht so der Kernfokus ist, ist OpenBSD da inzwischen im Gegensatz z.B. sehr ordentlich und Firefox und Chromium Pakete sind nur selten merklich später als unter Archlinux oder Debian da.
 
90er-Jahre Plattformen
Ich reaktiviere gerade meine alten Biester und musste leider feststellen, dass 32-bit Sparc nur noch von NetBSD unterstützt wird und bei Sparc64 ist das wohl auch fast das einzige lauffähige Betriebssystem (mein geliebtes OpenBSD kommt da nicht mit der Grafik zurecht und Gentoo Linux will ich mir nicht antun). Naja, Zeit etwas Neues zu lernen - produktiv einsetzen werde ich die eh nicht.
 
Tatsächlich hängt NetBSD leider bei moderner Hardware von allen BSDs insgesamt am meisten hinterher und auch der Support von älterer AMD64-Hardware der 2010er aber auch teilweise ARM-Sachen usw siehts nicht immer besser aus.

Dazu ist es auf älterer Hardware performancetechnisch vermutlich irgendwo so zwischen OpenBSD und FreeBSD einzuschätzen - vermutlich wird man also mit dem Wald-und-Wiesen Linux oder zumindest FreeBSD in vielen (nicht in allen) fällen mit älterer Hardware da etwas mehr freude haben, es geht ja im Desktop letztlich darum wie schnell das OS dann schwergewichte wie Firefox ausführen kann und nicht wie viele ressourcen der Kernel oder das Init-System verbraucht. Natürlich kann man alle BSDs trotzdem oft verwenden, und es gibt gute gründe das zu tun, aber "NetBSD ist ein guter Deal um aus älterer Hardware die beste Performance im Firefox, Chromium, Libreoffice oä rauszukitzeln" ist halt faktisch nicht haltbar.

Der Bereich, in dem NetBSD noch dem Anspruch gerecht wird besonders viele und breit Hardware zu unterstützen ist inzwischen leider sehr schmal geworden.

Und selbst wenn wir von 90er-Jahre Plattformen wie Alpha usw reden sind die oft nicht oder erst sehr viel später nach neueren Releases funktionsfähig, Alpha z.B. ist (Ich verfolge da die Liste da ich noch ne nicht mehr funktionsfähige Maschine hab) in einen sehr schlechten Zustand AFAIK dtl. schlechter als unter OpenBSD.

Zu den Sicherheitsproblemen usw haben die vorposter schon sehr treffend was geschrieben. Auch wenn das garnicht so der Kernfokus ist, ist OpenBSD da inzwischen im Gegensatz z.B. sehr ordentlich und Firefox und Chromium Pakete sind nur selten merklich später als unter Archlinux oder Debian da.
 
Ich bin seit FreeBSD 11 eigentlich komplett bei FreeBSD unterwegs, habe aber damals auf einem Raspberry Pi 3 und einem älteren No-Name-Laptop auch NetBSD ausprobiert.

Was mir dabei wirklich positiv aufgefallen ist, war die Netzwerkeinrichtung und generell, wie rund und effizient sich das System angefühlt hat – gerade auf eher schwacher oder ungewöhnlicher Hardware. Auch pkgsrc fand ich ziemlich angenehm, gerade was Portabilität angeht.

Klar, das ist inzwischen ein paar Jahre her, und ich würde auch zustimmen, dass NetBSD bei moderner Hardware und klassischem Desktop-Usecase (Firefox, Chromium, LibreOffice usw.) nicht unbedingt die erste Wahl ist. Da ist man mit FreeBSD oder auch Linux oft besser aufgestellt.

Aber gerade für experimentelle Setups oder spezielle Hardware hatte NetBSD für mich definitiv seine Stärken.
 
Ich reaktiviere gerade meine alten Biester und musste leider feststellen, dass 32-bit Sparc nur noch von NetBSD unterstützt wird und bei Sparc64 ist das wohl auch fast das einzige lauffähige Betriebssystem (mein geliebtes OpenBSD kommt da nicht mit der Grafik zurecht und Gentoo Linux will ich mir nicht antun).
Trotzdem war es um FreeBSD/sparc64 schade. Ich verstehe voll und ganz, dass man es nicht mehr weiter pflegen wollte und vielleicht mangels ausreichend potenter Hardware auch nicht mehr konnte, aber SPARC war durch seine strikten Anforderungen an Memory Alignement gut darin subtile Bugs zu finden. Außerdem war es eine echte Big Endian Plattform, davon mindestens eine zu haben ist auch nicht verkehrt.
 
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