asg schrieb:
Die Polizisten machen ihren Job, nicht mehr nicht weniger,
wenn du die kommentare und zitate aus dem forum gelesen hättest, würdest du wissen, dass einige ganz wesentlich von ihrem auftrag durch den staat abweichen oder gehört "einen tatverdächtigen mehrmals mit dem kopf den wagen schlagen" neuerdings zu anerkannten verhörmaßnahmen?
ich bleibe dabei: das volk in einem demokratischen rechtstaat sollte alle teile des staatsapparates (also die legislative, die iudikative
und auch die exekutive) kontrollieren können.
das problem in diesem konkreten fall ist, dass die grenzen zwischen der funktion und der person des polizisten nicht leicht zu ziehen sind. ähnliches ergibt sich wenn man überlegt wie transparent ein politiker sein muss. sollte ein mdb seine einkommen offenlegen müssen, damit die bürger wissen welchen zweitinteressen er vielleicht dient? oder wäre das eine unrechtmäßige einschränkung der bürgerlichen rechte der person?
natürlich könnte man bei einem polizisten sagen, dass alles was er tut, wenn er gerade nicht im dienst ist, z.b. das posten in irgnedwelchen foren zu seinem privatleben gehört und nicht kontrolliert werden sollte. andererseits ist - glaube ich - ein polizist in deutschland auf eine gewissen weise immer im dienst. er kann sogar außerhalb seiner dienstzeit waffe und uniform tragen und repräsentiert somit auch den staat.
es würde z.b. jeden bürger empören wenn er besoffen gegen eine laterne pisst, auch wenn man das (zumindest hier in berlin) schon von anderen leuten gewohnt ist.
insofern ist das ausüben eines öffentlichen amtes schon mit einem kleinen rechteverzicht verbunden. (was jetzt nicht heißen soll, dass ein polizist deswegen nicht seine meinung frei äußern können soll)
ich will nur klarstellen, dass es sich hier um eine andere situation handelt als wenn man ein unixforum hackt.
athaba schrieb:
soul_rebel schrieb:
aber ich denke die zielsetzung des hacks war mehr die wirkung in der öffentlichkeit, also "den bullen zu zeigen, was es heißt überwacht zu werden", wobei es da wirklich besser gewesen wäre jemand aus der legislative zu nehmen....
Und genau deshalb denke ich, dass der Weg nicht gerade gut gewählt war.
darauf wollte ich damit auch hinaus.
athaba schrieb:
Spätestens dann sollte man sich die Frage stellen für und gegen was kämpft man eigentlich?
mein aussage war wirklich wertfrei gemeint, ich meine nicht, dass das gut ist. natürlich macht es eindruck in den medien (und ist vielleicht auch das moralisch richitge), wenn man von polizisten verprügelt wird, nicht zurückzuschlagen, aber dazu gehört ziemlich viel.
auf der anderen seite sollte man überlegen, ob es überhaupt möglich ist mit "100% korrekten" methoden ein "100% unkorrektes" system zu retten. ich persönlich glaube zwar, dass wir noch nicht soweit sind und dass der rechtstaat noch chancen hat/hätte, aber wenn erstmal parteien, die nicht passen verboten werden, wenn überall kameras hängen und unsere isps unseren datenverkehr filtern und überwachen, dann wirds schwierig friedlich, demokratisch und die persönlichkeitsrechte aller staatsdiener achtend, eine opposition zu bilden, verbrechen der obrigkeit aufzuklären oder einen wandel vorzubereiten...