@nakal
Zu dem Microsoftmonopol wird es in absehbarer Zeit eher nicht kommen, da Sonys Playstation 3 bekanntlich mittels OpenGL rendert. Eine Portierung eines Spiels auf den PC würde logischerweise auch OpenGL nutzen, da kein Entwickler die Engine neuschreiben wird. Viel "bedrohlicher" sind dort Kommentare von John Carmack, dass er ernsthaft überlegt die nächste Version der Doom-Engine (Es wird keine neue Engine, sondern eine Weiterentwicklung. Daher diese Bezeichnung) ausschließlich auf Basis des für die Xbox360 geschreibenen DirectX10-Renderers zu entwickeln. Damit würde die derzeit letzte Bastion von OpenGL-Spielen mit Entwicklungsschwerpunkt auf dem PC untergehen.
Zur PS3:
http://www.gamedev.net/community/forums/topic.asp?topic_id=313736
---------------------------------------------------------
Ganz anders sieht die Sache bei Programmen aus. Rein theoretisch stellt die Implementation des Wrappers kein großes Problem dar, es gibt auf andere, freie Toolkits (GTK+) für Windows. Diese können - wenn denn integriert - direkt auf OpenGL zugreifen. Nur wird leider kaum ein prohibitärer Anbieter soeine eine Lösung nutzen...
Und eben hier liegt das Problem. Wenn ein Programm ersteinmal auf DirectX geschrieben wurde, ist eine Portierung auf andere Plattformen einfach zu aufwendig. So würde das Programm nur auf Windows laufen und andere Systeme aus dem Markt drängen.
Weiter kommt hinzu, dass es MS schon oft gelungen ist, technisch deutlich schlechtere Lösungen als die bessere Wahl zu suggerieren. Der Standartanwender (da zählen auch viele Grafiker zu) hat nunmal keine Ahnung von der Materie und ist mit ein paar bunten Prospekten recht leicht zu begeistern.
Nochmal zu Mac:
IMHO hat der Mac gegenüber dem klassichen WindowsPC zwei entscheidende Vorteile:
- Einmal natürlich das deutlich bessere OS. Schließlich spielt OS X in Sachen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit in einer Liga mit Linux, BSD, etc wärend Windows hiervon teilweise weit entfernt ist.
- Zum anderen ist dort die mit PowerPC modernere und leistungsfähigere Hardwarearchitektur. Sollte es MS gelingen der klassischen Mac-Zielgruppe zu suggerieren, dass der Wechsel zu Intel die Hardware mit Windows gleichstellt, spricht für den Normalnutzer imho nicht mehr viel für Mac.
Dies ist jetzt natürlich ein stark von meiner eigenen Meinung geprägtes Szenario, doch so könnte MS es schaffen mehr dieser "professionellen Anwender" zu Windows zu ziehen. Nur vielleicht sehe ich auch alles wieder nur zu schwarz und erblicke Verschwörungen wo gar keine existieren.