Hallo,Früher hatte ich alles auf FreeBSD (privat wie professionell). Auch meine Kunden hatten größtenteils FreeBSD im Einsatz.
Dann habe ich irgendwann mal mein Desktop zu Linux migriert, weil FreeBSD auf dem Desktop stehengeblieben ist, während die Anforderungen gewachsen sind. Die Serversysteme blieben privat wie professionell bei FreeBSD.
Zwischendurch sind auch all meine Kunden weg von FreeBSD hin zu Linux gewandert (über die Gründe habe ich im Laufe der Jahre mehr als nur einen Beitrag hier im Forum geschrieben).
Inzwischen sind meine privaten Server (fast alles virtualisiert) parallel (bis auf einen FreeBSD-Fileserver) ebenfalls zu Linux gewandert.
Dank dem zwischenzeitlichen Support von cloud-init (es ist so bitter, dass so ein wichtiges Feature von FreeBSD erst 2024 unterstützt wurde) könnte ich privat jetzt mal wieder einen größeren Anlauf mit FreeBSD nehmen. Aufgrund der Vielzahl an Themen in der IT, die momentan meine Aufmerksamkeit haben möchten, steht das aber sehr weit hinten in der Prioritätenliste.
Am Desktop war für mich als Softwareentwickler FreeBSD in den vergangenen 10 Jahren auch einfach keine Option. Nicht erst seit 2016 mit dem Erscheinen von Testcontainers waren und sind OCI-Container aus der Entwicklerwelt praktisch nicht mehr wegzudenken.
Erst jetzt, ein Jahrzehnt später, kommt dank podman und Projekten wie runj oder ocijail langsam wieder die theoretische Möglichkeit in Griffweite, dass FreeBSD als Entwicklerdesktop nicht völlig unbrauchbar ist.
danke dir für die ausführliche Einschätzung, das ist wirklich interessant.
Gerade den Punkt mit den gewachsenen Anforderungen und der Entwicklung im Bereich Container kann ich gut nachvollziehen. Das ist ja ein Bereich, in dem sich in den letzten Jahren sehr viel getan hat.
Spannend finde ich auch, dass du sagst, dass sich durch Projekte wie podman oder runj wieder neue Möglichkeiten ergeben. Das zeigt ja ganz gut, dass sich die Situation langsam wieder verändert.
Viele Grüße
Jens

- jetzt wo du das schreibst klingelt da was.