Ich denke das ist eine Windows Geschichte, Windows blendet die Hardware in das 3. GB des Adressraums ein. Aber dank PAE kann der vorhandene Speicher eben in das 4. GB des Adressraums dahinter eingeblendet werden. Ohne PAE bleiben unter Windows aber tatsächlich nur 3GB Speicher aktiv.
Ich glaub, ihr verwechselt hier zwei Dinge.
Grundsätzlich gilt, da sind wir uns wohl einig, dass "normalerweise" auf einem 32-Bit System genau 4GBytes an physikalischem Speicher verwendet werden können. Durch Tricks wie PAE kann der adressierbare
physikalische Speicher aber ausgebaut werden, so dass bis zu 2**36 Bytes adressiert werden können. Der verfügbare
virtuelle Adressraum bleibt aber erstmal unverändert so dass Prozesse weiterhin maximal 4 GBytes virtuellen Speicher adressieren können.
Das eine Problem hier ist keine reine Windows-Geschichte. Es wird ein Teil des PCI Adressraums eingeblendet, bin mir jetzt nicht sicher ob's Memory oder I/O Space ist, aber das Problem tritt nicht nur auf Windows auf. Jedenfalls bewirkt es, dass einige MBytes (512MBytes oder 1GByte) des
physikalischen Speichers nicht verwendet werden können. Dagegen hilft auch kein PAE, das ist ein architektonisches Problem.
Das andere Problem ist, dass der Kernel-Adressraum vom
virtuellen Speicher, den ein Benutzerprozess verwenden kann, abgezogen werden muss, üblicherweise verwendet Windows 1GByte für den Kernel, Linux auch, wie's bei den BSDs genau ist, weiss ich nicht aus dem Kopf.
PAE hilft diesem zweiten Problem auch nicht, allerdings sorgt es dafür, dass mehr physikalischer RAM vorhanden sein kann und damit mehr Prozesse ihren virtuellen Speicher auf physikalischen Speicher gemappt haben können, anstatt auf langsamen Swap zurück greifen zu müssen.