Ich danke jeden hier für seinen Beitrag hier im Thread. Das Lesen ist für mich recht inspirierend.
Die letzten 14 Jahre verbrachte ich mit dem Desktop BSD von Apple.
Davon 7 mit einem Hackintosch. Aber es wird zunehmend schwieriger das bisher überwiegend erfolgreiche Setup weiterhin zu Betreiben.
Zur Zeit fahre ich Sonoma also old stable. Bei Sequoia habe ich kein funktionierendes ACPI mehr. Ab Tahoe, dem allerletzten Release werde ich zudem keine funktionierende Netzwerkhardware mehr haben. Natürlich könnte ich wieder Arbeitszeit Investieren, so das der Rechner wieder sich sauber Ausschalten lässt. Und meine Grafikkarte könnte ich gegen eine Fenvi Karte für WIFI Tauschen und die onboard GPU zu Nutzen. Derzeit wäge ich Pro und Kontra zwischen GNU Linux (OpenSuSE 16) und FreeBSD für einen neuen Desktop ab.
ITLWM eine Portierung von OpenBSD ist meines Wissens nach die schnellste Möglichkeit unter BSD für WIFI. Wenn ich richtig verstanden habe, ist dezeit WIFI 5 das schnellste was derzeit möglich ist. WIFI 7 ist glaube ich noch nicht Erreicht.
Das und keine OCI Container ist für kommerzielle Nutzung in der Entwicklung und Bereitstellung IMHO Suboptimal
ich mache mir zudem Sorgen bei FreeBSD bei Spielen die ich in den letzten 15 Jahren für Apple bei Steam gekauft hatte. Oder wie werden alte Anwendungen / Spiele im Linuxlator Laufen. Und das dann mit Wayland. Ich bin kein krasser Gamer. Aber auch mit 50 baucht man ab und an so etwas.
Dem Lesen nach, ist Behyve immer noch nicht ready for Production. Was ich nicht vestehe. Weil Apple schreibt jedem vor, Apple Virtualization zu Benutzen. VMware Fusion, VirtualBox & co laufen alle zwangsweise mit Xhyve als dem Bhyve für MacOS.
Microsoft Office kann komplett im Browser Laufen.
meine Altenative zu FreeBSD wäre OpenSuSE 16 oder RHEL 10. Der RC1 hat zwar noch viele Fehler ähnelt aber mittlerweile ansonsten in einigen einem RHEL. Yast hat man Rausgeschmissen. Und BTRFS anstatt ZFS. Stratis von Redhat wird sich nicht durchsetzen. Nur nicht so alt, aber man muss nicht alle 6 Monate wie bei Fedora upgraden. Also ein leichter Touch von LTS
Vielleicht könnte man in einem neuen Thread darüber weiter Diskutieren.
Du könntest vielleicht noch besser präzisieren, was du eigentlich willst, bzw, was du unter produktivem Einsatz verstehst.
Es ist sicher ein Unterschied zwischen dem, was ich selbst als einfacher Desktop-Endnutzer als produktiv verstehe und dem, was womöglich ein fulltime-SW-Entwickler und Datenbank-Jongleur darunter versteht. Linus Thorvalds hat sicher ganz andere Anforderungen, als ich sie habe; afaik nutzt er kein FreeBSD
Ansonsten ist es vielleicht eine gute Idee, alle fraglichen Systeme mal zu probieren.
"Mal zu probieren", das ist natürlich so eine Sache, denn, um herauszufinden, was einem am ehesten gerecht wird, muss man mehr machen, als einfach mal zu probieren, man muss Zeit investieren, Aufgaben lösen, System und Umfeld besser kennen lernen. Meiner Ansicht nach (aber ich bin eben eher unbedarft und habe keinen guten Überblick), kann man heute "Irgendwie" mit allen Freien Systemen gut zu Recht kommen. Es ist also eher der Zufall, der die Entscheidung letztlich begünstigt: das System, mit dem ich angefangen habe, wird mit hoher Sicherheit meines werden, wenn ich es erst kennen gelernt habe und meinen Wünschen anpassen konnte.
Wieder nach meiner unwesentlichen Ansicht hat aber genau hier FreeBSD gewisse Vorteile, weil zumindest ich es für konsistenter und einfacher begreifbar halte. Es ist gut dokumentiert (im Vergleich zu manch anderen Systemen) und man findet profunde Hilfe, etwa in diesem Forum.
Was die Zukunft angeht, vor allen Dingen in Richtung Grafik, wird es wohl auf Wayland hinaus laufen.
Aber wer kann schon in die Zukunft blicken?
Gab es jemals "das perfekte System"?
Ich glaube eher nicht und wenn, dann doch nur für kurze Zeit. Die ständig fortschreitende Entwicklung bringt immer zahlreiche Änderungen und neue Anforderungen mit sich. Es ist deshalb, glaube ich, eher unwahrscheinlich, dass mit dem endgültigen Einzug von Wayland in alle (Freien) Systeme plötzlich die große rundum-Zufriedenheit herrschen wird und niemand mehr was zu motzen findet.
Derzeit haben wir aber hier eher die Situation, dass niemand wirklich zufrieden ist, zufrieden sein kann, weil wir eben mitten in der Umbauphase sind, die schon einige Jahre dauert und womöglich noch einige weitere Jahre brauchen wird.
Auch, wenn ich heute glücklich mit einer gefundenen Lösung bin, kann die morgen schon obsolet sein und man muss neu nachdenken.
Das alles weißt du sicher sehr viel besser, als ich selbst.
Trotzdem leite ich einen Rat aus meiner Erklärung von oben ab:
Befolge deine eigene Prioritäten-Liste, stürze dich auf ein System, das in Frage kommt, irgendein System (am liebsten natürlich FreeBSD) und leg damit mal los.
Umgekehrt lautet mein Rat: versuche gar nicht erst, "das perfekte System" zu finden, das gibt es gar nicht, gerade nicht jetzt und wird es vermutlich niemals geben.